Aus der Praxis

So lassen sich Familie und Pflegeberuf besser vereinbaren

Ungünstige Dienstzeiten, Schichtarbeit oder fehlende Kinderbetreuung sind oft Ausschlusskriterien, um einer Tätigkeit in pflegerischen Berufen nachzugehen. Dies hat auch die Politik verstanden und das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) vor einigen Jahren verabschiedet. Neben der Absicht, zur Entlastung zusätzliches Personal in Einrichtungen zu finanzieren, steht besonders die Vereinbarkeit von Familie und Pflegeberuf auf der Agenda. Nehmen Sie dies zum Anlass, um auch in Ihrer Einrichtung oder Praxis Maßnahmen zu ergreifen.
Bei der Begehung von Einrichtungen und Praxen im Gesundheitswesen werden immer wieder Probleme bei der Sicherstellung der Fluchtwege und Notausgänge festgestellt. Müssen Ihre Beschäftigten, Patienten und Bewohner das Gebäude im Gefahrenfall schnell verlassen, sind diese Wege und Ausgänge überlebenswichtig. Prüfen Sie deshalb auch bei Ihnen alle Fluchtwege sowie Notausgänge und lassen Sie Mängel sofort abstellen.
Jörg Stojke

Jörg Stojke

08.08.2025 · 1 Min Lesezeit

Gerne würde eine Beschäftigte von ihrer Teilzeitarbeit auf eine Vollzeittätigkeit wechseln, gerade weil in der Einrichtung Personalnot herrscht und die Kollegen stark überlastet sind. Doch die Beschäftigte ist alleinerziehend und muss ihre noch jüngeren Kinder mittags von der Schule abholen und betreuen. Vielleicht kennen Sie solche Beispiele auch aus Ihrer Einrichtung oder Praxis. Gut ausgebildete Fachkräfte können nicht ganztägig arbeiten und neue Fachkräfte sind rar. Ein Dilemma, das Sie jedoch mit 2 einfachen Maßnahmen lösen können.

Nutzen Sie eine flexible Arbeitszeitgestaltung

Eigentlich könnte die Beschäftigte überhaupt nicht tätig werden, wenn der Arbeitgeber keine Teilzeitmöglichkeiten anbieten würde. Ein hohes Maß an Flexibilität steht bei den meisten Beschäftigten im Gesundheitswesen ganz oben auf der Bedürfnisliste. Gerade die Gestaltung von Tages- und Wochenarbeitszeiten ist für Beschäftigte mit Kindern ein wichtiger Aspekt, um Familie und Beruf zu vereinbaren. Sogenannte Arbeitszeitkonten, die den Beschäftigten die Möglichkeit geben, Überstunden aufzubauen und bei familiären Verpflichtungen wieder abzubauen, helfen Ihnen dabei.

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