Basiswissen

So setzen Sie Fakten gezielt als Impuls in Ihrer Unterweisung ein

Zahlen schaffen Aufmerksamkeit – besonders dann, wenn sie Erwartungen widersprechen. Nutzen Sie die folgenden Fakten als kurze Impulse innerhalb Ihrer Unterweisung. Stellen Sie einzelne Aussagen als Zwischenfrage in den Raum („Was schätzen Sie?“) und lösen Sie anschließend mit der konkreten Zahl auf. So entstehen Aha-Effekte, die Diskussionen anstoßen und verdeutlichen, wie stark sich mobile und hybride Arbeitsformen bereits auf den Arbeitsalltag auswirken.
Werner Böcker

Werner Böcker

24.03.2026 · 1 Min Lesezeit

  • In 2024 haben 24 % aller Arbeitnehmer ihre Arbeit ganz oder teilweise vom Homeoffice aus erledigt. Aber von diesen 24 % nutzt wiederum nur ein Viertel das Homeoffice ausschließlich. Der Trend geht also mehr zu hybriden Lösungen.

  • Es gibt auch regionale Unterschiede bei den Bundesländern. Hamburg ist mit 35,6 % vor Berlin mit 31,2 % der Spitzenreiter, Sachsen-Anhalt mit 11 % das Schlusslicht.

  • Doch wie sieht es mit der Produktivität im Homeoffice aus? Hier gibt es teilweise extrem widersprüchliche Fakten. Laut einer PwC-Studie schätzten 94 % der Arbeitgebenden die Produktivität ihrer Beschäftigten höher oder zumindest gleichbleibend ein. Das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft hat 2024 eine Großzahl dieser Studien analysiert und kommt zu dem Schluss, dass die Ergebnisse extrem streuen. Alle Studien basieren ausschließlich auf Schätzungen oder Wahrnehmungen. Auf längere Sicht ergibt sich hier anscheinend kein relevanter Unterschied zwischen Homeoffice und Arbeit im Betrieb.

  • Auf die Arbeitssicherheit hat die Nutzung von Homeoffices eine ambivalente Auswirkung. So lässt sich die Zahl der Wegeunfälle reduzieren, aber es kommen neue Gefährdungen durch die Arbeit von zuhause aus dazu. Während der Corona-Pandemie sank die Zahl der Wegeunfälle auf einen Wert von 148.631, in 2024 waren es wieder 168.851.

  • Auch auf die Psyche kann sich die Arbeit im Homeoffice auswirken. Die Techniker Krankenkasse kommt bei einer Befragung zu dem Ergebnis, dass sich lediglich 16 % der Heimarbeiter häufig oder manchmal einsam fühlen. Es gibt aber auch Studien, bei denen dieser Anteil bei 50 % liegt.

  • Nicht alle Homeoffice-Plätze sind ergonomisch ausgestattet. Laut einer DGUV-Umfrage zur Arbeitswelt 2025 gibt nur etwa die Hälfte der Beschäftigten an, Hinweise zur ergonomischen Gestaltung ihres Homeoffice-Arbeitsplatzes erhalten zu haben. Viele Beschäftigte berichten zudem über mangelnde Hinweise zu Bewegungsmangel, Beleuchtung, Pauseneinhaltung oder Sturzrisiken.

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