Interview

„Systematische Gefährdungsbeurteilung ist ein Weg in die Freiheit“

Alle Führungskräfte wollen, dass ihre Mitarbeiter am Ende des Tages gesund nach Hause gehen. Davon ist Stefan Ganzke überzeugt. Doch sie haben auch wirtschaftliche Ziele im Blick. Deshalb macht er sich für eine Unternehmenskultur stark, die anerkennt, dass Maßnahmen für sichere Arbeit dem Unternehmen insgesamt zugutekommen.
Uta Fuchs

Uta Fuchs

24.07.2026 · 3 Min Lesezeit

Uta Fuchs: Ein Studium der Sicherheitstechnik eröffnet ja viele berufliche Perspektiven. Warum wurde es für Sie ausgerechnet der Arbeitsschutz?

Stefan Ganzke: Ursprünglich wollte ich zur Berufsfeuerwehr. Während meines Studiums entdeckte ich jedoch meine Leidenschaft für den Arbeitsschutz. Dass die dort vermittelten, eher traditionellen Maßnahmen an ihre Grenzen stoßen, wurde mir bei einem früheren Arbeitgeber bewusst, als ein Mitarbeiter tödlich verunglückte. Mir wurde klar, dass wir im Arbeitsschutz die Menschen stärker für Sicherheit gewinnen müssen, anstatt immer mehr Regeln aufzustellen und Kontrollen durchzuführen.

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