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Videokonferenzen erschöpfen Frauen signifikant mehr als Männer

Zoom- und Teams-Videokonferenzen sind aus dem Alltag vieler Büro-Arbeitsplätze nicht mehr wegzudenken. US-Forscher der Stanford University haben jetzt aber entdeckt, dass es dabei auch erhebliche psychische Nebenwirkungen geben kann und vor allem Frauen davon betroffen sind. Die Auswirkungen sind fatal und reichen von schlechterer Konzentration bis hin zur Erschöpfung. Was bedeutet das für Sie als Sifa, wenn es um die psychische Gefährdungsbeurteilung geht?
Jürgen Loga

Jürgen Loga

01.02.2026 · 1 Min Lesezeit

Eine weibliche Führungskraft wies mich auf eine Studie mit 10.591 Personen hin. Sie zeigt: Frauen nehmen zwar ähnlich oft an Videokonferenzen teil wie Männer – diese Besprechungen dauern aber in der Regel länger und die Pausen sind prozentual kürzer. Besonders deutlich wird der Unterschied bei der sogenannten Zoom-Müdigkeit: 13,8 % der Frauen berichten von erhöhter Erschöpfung, bei Männern sind es nur 5,5 %. Das ist mehr als ein statistischer Randbefund, es beschreibt einen strukturellen Unterschied. Und der kann bei hybriden oder kompletten Homeoffice-Arbeitsplätzen tatsächlich zu psychischen Beanspruchungen führen, die auch mentale oder körperliche Krankheitssignale auslösen können.

Auslöser „Permanente Selbstansicht“

Der auslösende Mechanismus ist, so sagen die Forscher, die ständige Selbstansicht im Bild. Viele Frauen empfinden nach einer Umfrage diese permanente Selbstbeobachtung als belastend, fühlen sich stärker bewertet und kontrolliert. Sie bewerten jede Mimik kritisch, die sie an sich selbst feststellen. Der Bildschirm wird zur Bühne, auf der man nie wirklich hinter den Vorhang darf. Technisch wäre es einfach, das eigene Bild auszublenden oder die Kamera zeitweise auszuschalten – kulturell ist es in vielen Teams immer noch unerwünscht.

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