Rechtliches

Warum auch ein Mobbingtagebuch oft zum Beweis des Mobbings nicht reicht

„Warum hast du denn nicht geklagt?“ – Diese Frage müssen sich Mobbingopfer oft stellen lassen. Als ob das so einfach wäre. Viele Opfer scheuen die gerichtliche Auseinandersetzung, weil sie die Demütigungen dann noch mal durchleben müssen. Eine weitere große Schwierigkeit liegt darin, dass die Opfer das Mobbing beweisen müssen. Und das gelingt leider oft nicht, wie der folgende Fall zeigt.
Maria Markatou

Maria Markatou

20.12.2025 · 3 Min Lesezeit

Der Fall: Eine examinierte Altenpflegerin war seit Oktober 2021 in einem Krankenhaus auf der Station für Innere Medizin beschäftigt. Krankheitsbedingt fiel sie sechs Monate aus. Bei ihrer Rückkehr konnte sie gesundheitsbedingt auf ihrer alten Stelle nicht mehr arbeiten. Es wurde für sie eine neue Stelle als Stationsassistentin geschaffen. Von der Patientenaufnahme über Telefondienst bis hin zur Materialversorgung kümmerte sie sich um alles. Leider gelang der Neustart nicht. Die Krankenschwester fühlte sich von Kolleginnen und der Stationsleitung gemobbt. Organisatorische Auseinandersetzungen und persönliche Kränkungen wurden angeführt. Immer wieder gab es Diskussionen über Wochenenddienste, zu denen sie eingeteilt wurde, die sie aber gar nicht leisten musste. Waschpläne wurden ohne ihr Wissen geändert, ihr wurde mehr Arbeit zugewiesen etc. Alles in allem fühlte sie sich oft schikaniert.

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