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Warum moderne Sicherheitssysteme menschliche Skepsis nicht ersetzen

Moderne technische Sicherheitssysteme vermitteln schnell den Eindruck, dass kritische Prozesse umfassend abgesichert sind. Automatische Überwachungen, Sensorik, digitale Assistenzsysteme oder intelligente Steuerungen erhöhen tatsächlich in vielen Bereichen die Sicherheit erheblich. Gleichzeitig entsteht jedoch ein gefährlicher Denkfehler: Je komplexer und automatisierter die Systeme werden, desto stärker verlassen sich die Menschen auf deren fehlerfreie Funktion.
Werner Böcker

Werner Böcker

24.07.2026 · 1 Min Lesezeit

Wie problematisch das werden kann, zeigte unter anderem die Boeing 737 MAX Grounding. Nach zwei schweren Flugzeugabstürzen zwischen 2018 und 2019 wurde die Flugzeugreihe weltweit stillgelegt. Eine wichtige Rolle spielte dabei ein automatisches Assistenzsystem, das unter bestimmten Bedingungen massiv in die Flugsteuerung eingriff. Die anschließenden Untersuchungen führten international zu intensiven Diskussionen über technische Abhängigkeiten und die Mensch-Maschine-Interaktion in hochautomatisierten Systemen.

Gerade die Luftfahrt gilt als Bereich mit außergewöhnlich hohen Sicherheitsstandards und umfangreichen Schutzmechanismen. Umso deutlicher zeigte dieser Fall: Auch hochentwickelte Systeme funktionieren nicht automatisch fehlerfrei.

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