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Warum übermässige Arbeitsbereitschaft nicht immer positiv zu bewerten ist

Noch vor wenigen Jahren wurden Schaffende von den Linienvorgesetzten besonders positiv bewertet, wenn sie sich häufig über die eigentliche Arbeitszeit hinaus und auch am Wochenende beruflich engagiert haben. Heute sieht man diese Mitarbeitenden differenzierter und berücksichtigt auch, ob sie tatsächlich sehr einsatzfreudig sind oder ob ihre Motivation bedenkliche Züge von Workaholismus (Arbeitssucht) zeigt. Neuere Studien weisen nämlich darauf hin, dass zu viel Arbeit auf Dauer zulasten der Erholung geht und deshalb oft die tatsächliche Leistung mindert.

Sabine Kurz

24.04.2026 · 3 Min Lesezeit

Wer im Beruf vorankommen will, muss etwas leisten, das ist den meisten Mitarbeitenden heute klar. In häufig von Konkurrenzdruck geprägten Arbeitsumgebungen ist deshalb die Bereitschaft stark ausgeprägt, sich mit grossem Einsatz und besonderem Engagement als „Leistungsträger“ zu positionieren. Aber nicht nur im Wettbewerb um den Aufstieg kommt es zu übermässiger Arbeit. Auch Beschäftigte im Homeoffice arbeiten häufig über ihr eigentliches Pensum hinaus, weil sie signalisieren wollen, dass ihre Leistung unter dem Sonderstatus nicht leidet.

Arbeit als Gesundheitsfaktor

Arbeit ist – wenigstens im Idealfall – ein wichtiger sinnstiftender Faktor im Leben. Leistungsbereitschaft und Engagement können die Zufriedenheit erhöhen, die Gesundheit stärken und die Arbeitsmotivation auf lange Frist erhalten. Führt der hohe Einsatz allerdings zum Workaholismus, also zu einer einseitigen Konzentration auf die eigene Arbeitsleitung und zur Vernachlässigung von sozialen Kontakten, Hobbys und Erholung, droht auf Dauer der Burn-out: Die Leistung sinkt, Unzufriedenheit und Stresslevel steigen und die Gesundheit leidet.

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