Früher stand oft eine einzelne isolierte Gefährdung im Mittelpunkt und klassische Gefährdungsbeurteilungen konzentrierten sich oft sehr stark auf erkennbare und sehr häufig statische Einzelgefahren, z. B. ungeschützte Maschinen, elektrische Gefährdungen, Lärm, Gefahrstoffe oder Absturzstellen.
Das bleibt natürlich weiterhin wichtig, denn viele Unfälle entstehen noch immer durch diese klassischen Sicherheitsmängel. Moderne Gefährdungsbeurteilungen müssen heute aber einen Schritt weitergehen: Sie betrachten zusätzlich Wechselwirkungen, organisatorische Abläufe und Veränderungen innerhalb des Gesamtsystems. Die entscheidende Frage lautet deshalb immer häufiger nicht mehr nur: „Ist diese Maschine sicher?“, sondern: „Wie stabil funktioniert der gesamte Arbeitsprozess unter wechselnden Bedingungen?“