Elektrosicherheit

Warum wir nicht ohne Messungen auskommen – und was sie uns sagen

Nicht alle elektrischen Gefährdungen lassen sich durch Sichtprüfung oder Gespräche erkennen. Viele sicherheitsrelevante Mängel bleiben verborgen – etwa beschädigte Isolationen oder unzureichende Schutzmaßnahmen. Genau hier kommen messtechnische Prüfungen ins Spiel.
Methoden
Werner Böcker

Werner Böcker

06.07.2026 · 2 Min Lesezeit

Für die Gefährdungsbeurteilung ist dabei nicht entscheidend, wie gemessen wird, sondern was die Ergebnisse bedeuten. Die Messungen selbst werden durch eine Elektrofachkraft (Voraussetzung: berufliche Qualifikation plus Erfahrung) durchgeführt oder von ihr veranlasst. Für die Gefährdungsbeurteilung ist es jedoch wichtig, dass Sie die Ergebnisse verstehen und einordnen können. Nur so lassen sich daraus die richtigen Maßnahmen ableiten.

Schleifenimpedanz: Abschaltung über Sicherungen bewerten

Bei klassischen Schutzkonzepten mit Sicherungen oder Leitungsschutzschaltern muss im Fehlerfall ein ausreichend hoher Strom fließen, damit die Abschaltung schnell erfolgt. Die Schleifenimpedanzmessung prüft genau diesen Punkt: Wie hoch ist der Widerstand des Fehlerstromkreises und reicht der daraus resultierende Strom aus, um die Sicherung sicher, d. h. schnell genug, auszulösen? Ist die Impedanz (Wechselstromwiderstand) zu hoch, fließt im Fehlerfall zu wenig Strom. Die Folge: Die Abschaltung erfolgt zu spät oder im ungünstigen Fall gar nicht.

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