Schwerpunktthema

„Was hast du gesagt?“ – So bekämpfen Betriebe die Lärmschwerhörigkeit

Seit Jahren steigt die Anzahl der angezeigten lärmverursachten Berufskrankheiten kontinuierlich. Der Grund dafür: Lärmschwerhörigkeit entsteht schleichend. Daher begeben sich Beschäftigte oft sorglos in Gefahr. Ist das Gehör jedoch geschädigt, gibt es kein Zurück mehr und die Lebensqualität sinkt deutlich. Auch wenn besonders die Industrie bereits viel in lärmmindernde Maßnahmen investiert hat, sind nach wie vor viele Tätigkeiten lärmbelastet. Hinzu kommt, dass Lärm heute allgegenwärtig ist – auch in der Freizeit. Der Schutz des Gehörs ist deshalb eine Aufgabe für Arbeitgebende und Beschäftigte.
Svenja Dammasch

Svenja Dammasch

08.04.2025 · 6 Min Lesezeit

Unser Ohr ist rund um die Uhr auf Empfang. Wie ein Schalltrichter sammelt die Ohrmuschel Schallwellen aus unserer Umgebung. Im Ohr werden die mechanischen Schwingungen in elektrische Impulse umgewandelt, die unser Gehirn dann in Geräusche, Töne und Stimmen übersetzt. Diese Umwandlung erfolgt in den Haarzellen, wobei jede Gruppe von Haarzellen für eine bestimmte Frequenz zuständig ist. Vereinfacht gesagt, können hohe Schallpegel dazu führen, dass die feinen Härchen in den Haarzellen abbrechen, wie Schilf, das zu stark im Wind steht.

Gehörschäden sind irreversibel

Dies hat zur Folge, dass wir im entsprechenden Frequenzbereich nicht mehr hören. Ein lärmbedingter Hörverlust entsteht besonders bei den hohen Tönen. Dadurch wird das Verstehen von Sprache und damit die Kommunikation in Umgebungen mit Hintergrundgeräuschen, z. B. im Restaurant, beeinträchtigt. Weitere Beschwerden können Ohrgeräusche (Tinnitus) sein. Betroffene ziehen sich oft aus ihrem sozialen Umfeld zurück, weil Kommunikation schwierig für sie ist.

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