Kurzmeldungen / Trends

Wechseljahresbeschwerden am Arbeitsplatz: Holen Sie das Thema aus der Tabuzone!

Drei von zehn berufstätigen Frauen zwischen 40 und 62 Jahren fühlen sich durch die Wechseljahre im Job beeinträchtigt. Das zeigt eine aktuelle Befragung Instituts für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung (IMK) im Auftrag der DAK-Gesundheit. Fast die Hälfte der Betroffenen empfindet die Einschränkungen als stark, jede Sechste fürchtet Nachteile am Arbeitsplatz. 48 % sprechen ungern mit dem Arbeitgeber darüber. Höchste Zeit, Unterstützung anzubieten.
Dr. Robert Kaufmann

Robert Kaufmann

20.01.2026 · 1 Min Lesezeit

Ob Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Konzentrationsprobleme: Für viele Frauen wirken sich Wechseljahressymptome negativ auf ihre Leistungsfähigkeit und ihr Wohlbefinden aus. Meist liegt die Verantwortung für die Bewältigung dieser Phase primär bei den Frauen selbst, die durch Homeoffice, flexible Arbeitszeiten oder reduzierte Stunden ihre Situation zu kompensieren versuchen. Mehr als die Hälfte der Frauen (54 %), die sich im Berufsleben durch Wechseljahresbeschwerden belastet fühlen, berichtet, dass ihr Arbeitgeber keinerlei Unterstützung bietet.

Vorhandene Angebote sind selten spezifisch genug

Werden Maßnahmen wie Bewegungsangebote (14 %) oder Entspannungskurse (13 %) durch den Arbeitgeber ergriffen, sind diese meist allgemein gehalten, gehen aber nicht gezielt auf die individuellen Symptome und Bedürfnisse von Frauen in den Wechseljahren ein. „Solange Wechseljahre ein Randthema bleiben, suchen Frauen keine Hilfe, Unternehmen keine Lösungen – und die Folge kann ein schleichender Rückzug in Teilzeit oder gar aus dem Beruf sein“, sagt Dr. Ute Wiedemann, Mitglied des Vorstands der DAK-Gesundheit.

Sie haben noch keinen Zugang?

Testen Sie ‚Arbeitssicherheit & Gesunheitsschutz aktuell‘ 30 Tage GRATIS und profitieren Sie von:

  • Updates zu rechtlichen Änderungen, Verordnungen und Normen, sodass Sie immer genau wissen, ob sich Anforderungen auf Ihren Betrieb auswirken.
  • Impulsen der Fachexperten, die ihre Erfahrungen aus der Praxis mit Ihne teilen. So fällt es Ihnen leicht, Argumente zu formulieren, um Ihre Arbeitsschutzmaßnahmen intern durchzusetzen.
  • Praktischen Checklisten, Mustern und Vorlagen, die Ihnen Sicherheit geben, dass Sie bei wichtigen Aufgaben an alles gedacht haben.