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Weniger Kontrollen und doch mehr Umsetzung

Die neueste Befragung der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie von Bund, Ländern und Unfallsversicherungsträgern zeigt: Die Kontrolle des Arbeitsschutzes steht unter Dauerstress. Zum einen steigt der gesetzliche Anspruch an sichere und gesund gestaltete Arbeit, zum anderen fehlen den staatlichen Aufsichtsbehörden seit Jahren Fachleute, in einigen Bundesländern muss eine Aufsichtsperson sogar rechnerisch über 10.000 Beschäftigte betreuen. Und doch nehmen Unternehmen das Thema ernst: Die Akzeptanz der psychischen Gefährdungsbeurteilung ist deutlich gestiegen.
Jürgen Loga

Jürgen Loga

23.12.2025 · 1 Min Lesezeit

Kontrolldichte: Was Betriebe tatsächlich erleben

Rund ein Drittel der Betriebe (34 %) wurde innerhalb der letzten zwei Jahre von der Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse zu Kontroll- und Beratungszwecken aufgesucht. Nur jeder zehnte Betrieb erhielt einen Besuch der staatlichen Arbeitsschutzaufsicht und rund die Hälfte der Betriebe (52 %) wurde in diesem Zeitraum überhaupt nicht besucht. Besonders pikant: 4 % der Betriebe wussten nicht, welche Institution sie besichtigt hatte oder ob überhaupt eine Besichtigung stattgefunden hat. Immerhin 6 % der Betriebe erhielten sowohl von der staatlichen Aufsichtsbehörde als auch vom Unfallversicherungsträger einen Besuch, der dann auch zu ähnlichen Beanstandungen führte.

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