Basiswissen

Wenn Geschwindigkeit, Gewicht und Wahrnehmung zusammenkommen

Moderne Verkehrsmittel wie E-Bikes und E-Scooter verändern die Dynamik im Verkehr deutlich. Sie sind schneller, schwerer und oft schwerer wahrnehmbar als klassische Fortbewegungsmittel. Dadurch entstehen kritische Situationen häufiger – und Unfälle verlaufen oft schwerer.
Werner Böcker

Werner Böcker

16.06.2026 · 1 Min Lesezeit

  • Flurförderzeuge verursachen jedes Jahr tausende Unfälle. In Deutschland werden jährlich rund 15.000 bis 17.000 Unfälle mit Flurförderzeugen gemeldet (laut Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung). Das zeigt, wie risikobehaftet genau der Bereich ist, in dem auch autonome Systeme und neue mobile Transportmittel eingesetzt werden.

  • Schwere Unfälle mit Gabelstaplern sind keine Einzelfälle. Pro Jahr kommt es zu rund 40–50 tödlichen Arbeitsunfällen mit Flurförderzeugen (laut Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung). Kollisionen im innerbetrieblichen Verkehr haben oft schwerwiegende Folgen für Beschäftigte. Vor allem in Kombination mit E-Scootern können sich hier ganz neue Gefährdungen ergeben.

  • E-Bikes sind überproportional an tödlichen Unfällen beteiligt. Im Jahr 2025 wurden rund 462 Radfahrende im Straßenverkehr getötet. Etwa jede zweite dieser Personen war mit einem E-Bike unterwegs. Während 2015 noch 36 Todesopfer auf E-Bikes entfielen, sind es heute über 200 pro Jahr (Quelle: Statistisches Bundesamt).

  • E-Scooter-Unfälle nehmen deutlich zu. Laut Statistischem Bundesamt wurden 2024 insgesamt 11.944 Unfälle mit Personenschaden registriert – ein drastischer Anstieg um 26,7 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die Zahl der Todesopfer steigt weiter an.

  • Zweiräder sind insgesamt ein wachsender Risikofaktor. Im Jahr 2024 verunglückten 144.340 Personen mit Zweirädern, davon 1.026 tödlich (Quelle: Bundesministerium für Digitales und Verkehr).

  • Höheres Gewicht und höhere Geschwindigkeit erhöhen die Unfallfolgen. Ein E-Bike wiegt mit etwa 20–30 kg deutlich mehr als ein klassisches Fahrrad. Gleichzeitig werden Geschwindigkeiten von bis zu 25 km/h erreicht. Die Kombination aus Masse und Geschwindigkeit führt zu einer deutlich höheren Aufprallenergie.

  • Auch im Arbeitsumfeld steigt das Risiko. Laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung ist der Anteil von Fahrradunfällen an Wegeunfällen von 12 % im Jahr 2013 auf 21 % im Jahr 2022 gestiegen.

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