Schwerpunktthema

Wenn zu viel blinkt, piept und aufploppt – wie weniger Information die Sicherheit erhöht

In deutschen Betrieben hat sich die Art der Informationsverarbeitung grundlegend verändert. Was früher per Handzettel oder schwarzem Brett kommuniziert wurde, kommt heute in Sekundenschnelle per Mail, Chat, Software-Tool oder App. Doch diese Geschwindigkeit hat ihren Preis: Informationsflut. Ein Begriff, der harmlos klingt, aber täglich für Frust, Fehler und Überforderung sorgt. Die zunehmend ungesunde Informationsdichte wirkt sich auf die Leistungsfähigkeit und Gesundheit der Beschäftigten aus. Denn wenn alles blinkt und hupt, ist oft nicht mehr klar, was wirklich wichtig ist.
Svenja Dammasch

Svenja Dammasch

14.11.2025 · 6 Min Lesezeit

Ob im Büro, in der Leitwarte oder an der Maschine – moderne Arbeitsplätze sind voller Informationen. Bildschirme, Anzeigen, Warnleuchten, E-Mails, Beschriftungen, Signaltöne: Was eigentlich zur Orientierung und Sicherheit beitragen soll, führt oft zum Gegenteil. Reizüberflutung, Ablenkung und Überforderung sind die Folge – mit potenziell gefährlichen Auswirkungen auf Konzentration, Entscheidungsverhalten und letztlich auf die Sicherheit.

Eine aktuelle Gestaltungshilfe der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) mahnt: Nicht jede Information, die verfügbar ist, muss auch angezeigt werden. Im Gegenteil: Zu viele Reize überfordern unser Gehirn, bremsen die Handlungsfähigkeit aus und begünstigen Fehlreaktionen. Besonders kritisch wird es, wenn nicht mehr zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen unterschieden werden kann – Stichwort: Alarmmüdigkeit.

Sie haben noch keinen Zugang?

Testen Sie ‚Arbeitssicherheit & Gesunheitsschutz aktuell‘ 30 Tage GRATIS und profitieren Sie von:

  • Updates zu rechtlichen Änderungen, Verordnungen und Normen, sodass Sie immer genau wissen, ob sich Anforderungen auf Ihren Betrieb auswirken.
  • Impulsen der Fachexperten, die ihre Erfahrungen aus der Praxis mit Ihne teilen. So fällt es Ihnen leicht, Argumente zu formulieren, um Ihre Arbeitsschutzmaßnahmen intern durchzusetzen.
  • Praktischen Checklisten, Mustern und Vorlagen, die Ihnen Sicherheit geben, dass Sie bei wichtigen Aufgaben an alles gedacht haben.