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Wer nicht fragt, zieht die falschen Schlüsse

Der Mitarbeiter trägt seine Schutzbrille nicht. Also hält er sie wohl für überflüssig. Und wenn in der Unterweisung niemand eine Frage stellt, ist vermutlich alles klar. Wirklich? Wir Menschen sind ziemlich schnell darin, uns Beobachtungen selbst zu erklären. Das Problem: Unsere Erklärung muss nicht stimmen. Wer wissen will, warum Beschäftigte tun, was sie tun, sollte deshalb häufiger fragen – und etwas seltener vermuten.
Svenja Dammasch

Svenja Dammasch

15.10.2026 · 2 Min Lesezeit

„Alles verstanden?“ Diese Frage gehört vermutlich zu den Klassikern am Ende einer Unterweisung. Besonders ergiebig ist sie nicht. Meist folgt ein Nicken – und weiter geht’s. Ob die Beschäftigten tatsächlich wissen, wie sie sich in der Praxis verhalten sollen, erfahren Sie mit anderen Fragen. Fragen Sie stattdessen konkret: „Woran erkennen Sie, dass die Maschine sicher abgeschaltet ist?“ oder „Was tun Sie, wenn die Schutzeinrichtung nicht funktioniert?“ So holen Sie die Teilnehmenden in die Praxis und erkennen schnell, wo noch Unsicherheiten bestehen.

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