Frage: „Ich leite einen Fuhrpark und beobachte bei einigen älteren Fahrzeugführenden vermehrt kleinere Schäden an deren Wägen. Wie kann ich das Thema Fahrtauglichkeit ansprechen, um ohne zu diskriminieren meiner Verantwortung gerecht zu werden?“
Dr. Robert Kaufmann: Ein wichtiger Punkt: Massgeblich ist nicht das Alter, sondern die individuelle Fahrtauglichkeit. Massnahmen wie regelmässige Fahrsicherheitstrainings, freiwillige Seh- oder Gesundheitschecks sowie klare Vorgaben zur Eigenverantwortung bei Einschränkungen sollten für alle Fahrzeugführenden gelten. So vermeiden Sie den Eindruck von Diskriminierung. Bei auffälligen Schadenhäufungen empfiehlt sich eine sachliche Auswertung der Daten. Diese dienen als neutrale Basis für Gespräche. Wichtig dabei: Bleiben Sie wertschätzend und lösungsorientiert. Formulieren Sie Beobachtungen konkret und bieten Sie Unterstützung an, z. B. zusätzliche Trainings oder mehr Assistenzsysteme. Weitergehende Massnahmen – wie obligatorische Untersuchungen – sind nur bei begründeten Zweifeln zulässig.
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