Leserfragen

„Wie sollte ich mit einem Beschäftigten umgehen, der ADHS hat?“

Frage: „Einer unserer Mitarbeiter hat mir in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt, dass bei ihm ADHS diagnostiziert wurde. Er arbeitet bereits seit mehreren Jahren in unserem Unternehmen und ist fachlich sehr […]
Werner Böcker

Werner Böcker

15.10.2026 · 1 Min Lesezeit

Frage: „Einer unserer Mitarbeiter hat mir in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt, dass bei ihm ADHS diagnostiziert wurde. Er arbeitet bereits seit mehreren Jahren in unserem Unternehmen und ist fachlich sehr gut. Trotzdem frage ich mich jetzt natürlich, ob ich als Vorgesetzter bestimmte Dinge beachten muss. Muss ich Tätigkeiten einschränken oder besondere Schutzmaßnahmen treffen?“

Antwort: Zunächst einmal sollten Sie ruhig bleiben und die Situation sachlich betrachten. ADHS ist keine psychische, sondern eine neurologische Erkrankung bzw. Entwicklungsstörung, die sich allerdings auf Konzentration, Reizverarbeitung, Impulssteuerung und Belastbarkeit auswirken kann. Entscheidend ist jedoch nicht die Diagnose selbst, sondern die konkrete Auswirkung auf die Tätigkeit. Viele Menschen mit ADHS arbeiten erfolgreich und entwickeln wirksame Strategien für den Alltag. Zudem werden viele Betroffene medikamentös behandelt. Geeignete Medikamente können negative Auswirkungen von ADHS deutlich reduzieren und die Konzentrationsfähigkeit verbessern.

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