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Großbrand in REWE-Filiale Frechen – Spraydosen als Gefahrenquelle

© Oleksandr Delyk – fotolia.com
Spraydosen als Gefahrenquelle

Heutzutage befinden sich in jedem Haushalt Spraydosen jeglicher Art. Um die Nachfrage zu bedienen, bietet auch jede Drogorie oder Supermarkt eine entsprechende Vielfalt an Haarspraydosen, Deodorantsprays und Co. an. Doch mit der Lagerung dieser Spraydosen, geht auch immer eine gewisse Brand- und Explosionsgefahr einher.

Frechen (Rheinland): Am Sonntag, den 10.6.2018, brach gegen 19:30 ein Brand in einer REWE-Filiale in Frechen aus. Anwohner berichteten von einem „lauten Knall“ vor Ausbruch des Feuers. Nach Großalarm war die Feuerwehr schnell vor Ort. Eilig wurden rund 200 Einsatzkräfte aus Frechen und umliegenden Städten (Hürth, Pulheim, Kerpen, Köln) zur Bekämpfung des Brands zusammengezogen. Nach rund 8 Stunden gelang es Ihnen, den Brand zu löschen. 3 Feuerwehrleute wurden bei den Löscharbeiten (leicht) verletzt. Die Feuerwehr musste nach der Löschung des Brands noch erforderliche „Nacharbeit“ leisten, um sämtliche Glutnester zu beseitigen.

Die Löscharbeiten wurden durch kleinere Explosionen behindert, die vermutlich durch „Druckbehälter“, wie Spraydosen, ausgelöst wurden.

Der REWE-Markt und ein Nachbargebäude wurden völlig zerstört. Es entstand ein Millionenschaden. Frechen lag unter einer großen Rauchwolke.

Die Ursache des Brands blieb zunächst unklar. Die kommenden Ermittlungen sollen hier Aufschlüsse bringen.

Zu Spraydosen als Gefahrenquelle

Spraydosen können zu „kleinen Bomben“ werden, wenn sie zu hohen Temperaturen ausgesetzt werden. Das gilt vor allem, wenn sie brennbare Treibmittel enthalten. Nicht selten kommen z.B. Propan-Butan-Gemische (Flüssiggas; „LPG“) als Treibmittel zum Einsatz. So ungefährlich Spraydosen bei ordnungsgemäßer Verwendung sind, bei Bränden, wie dem in Frechen, können sie zu einer zusätzlichen Gefahr werden. Deshalb ist es wichtig zu wissen, dass Spraydosen unter die TRGS 510 „Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern“ fallen. Außerdem ist es mit Blick auf den Brandschutz in einen Supermarkt z. B. von Bedeutung, Informationen über im Angebot vorhandene Sprays bzw. Spraydosen vorzuhalten und diese für den Brandfall  auch der Feuerwehr mitzuteilen, damit diese auf weitere Brand- und Explosionsgefahren vorbereitet ist. Weitere Informationen zu Gefahren, die von Spraydosen ausgehen, und zum Brandschutz können in dieser Publikation der BGHW gefunden werden.

Immer wieder werden Feuerwehrleute im Einsatz zu Opfern

Bei dem Großbrand in Frechen wurden von den rund 200 Einsatzkräften 3 (leicht) verletzt. Weitere Einzelheiten wurden nicht bekannt. Dies bestätigt einmal mehr, dass die Arbeit bei einer Berufs- oder Werksfeuerwehr grundsätzlich ein Hochrisiko-Job ist. Zwar gelten die Vorschriften zum Arbeitsschutz und zur Arbeitssicherheit auch für Berufs-Feuerwehrleute. Da letztere aber regelmäßig bei Ereignissen zum Einsatz kommen, die außerhalb „der normalen Abläufe“ liegen und nicht sicher beherrschbar sind, sind sie besonders gefährdet.

Da sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs kein REWE-Personal und auch keine Kunden in dem Supermarkt befanden, waren keine weiteren Opfer zu beklagen. Die Rauchwolke, die wie in solchen Fällen üblich, auch gesundheitsschädliche Stoffe enthielt, dürfte für eine Geruchsbelästigung in der Umgebung gesorgt haben. Anwohner waren gebeten worden, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

 

Autor: Dr. Heiner Wahl

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