Kurzmeldungen / Trends

Nutzen Sie E-Learning richtig!

Vielleicht kennen Sie das: Sie starten ein E-Learning und kämpfen sich durch Textwüsten, während der Schreibtisch überquillt. Das Zertifikat muss her, also überfliegen Sie die Inhalte und hoffen, den Test zu bestehen. Eine Stunde später ist alles wieder vergessen. Bei sicherheitsrelevanten Themen kann das gefährlich werden. Setzen Sie E-Learning also richtig ein!
Svenja Dammasch

Svenja Dammasch

23.01.2026 · 1 Min Lesezeit

Digitale Instruktionen sparen Zeit, sind flexibel anwendbar und erreichen auch Servicekräfte im Aussendienst und Mitarbeitende im Homeoffice. Aber: Eine PowerPoint-Präsentation mit Tonspur ist kein gutes E-Learning. Und nicht jedes Thema passt auf den Bildschirm. Worauf kommt es an?

5 Tipps für einen guten Einsatz von E-Learning

  1. Alleinverständliche Inhalte: Im Präsenztraining gibt es Antworten und Erklärungen zu Fragen. Beim E-Learning sind Beschäftigte auf sich gestellt – einzelne Stichworte reichen hier nicht aus. Daher können fertige Präsentationsformate in der Regel nicht 1:1 als E-Learning genutzt werden.
  2. Ergänzung statt Ersatz: E-Learning vermittelt Basiswissen. Können entsteht durch Praxis. Kombinieren Sie E-Learnings deshalb mit kurzen, praktischen Lerneinheiten oder Übungen vor Ort: Wo genau ist die Gefahrenstelle an der Maschine? Wie fühlt sich ein Exoskelett an? Wie zieht man Chemikalien-Schutzhandschuhe aus, ohne sich zu kontaminieren? Übrigens: Im Fall von Gefahrstoffen oder Infektionsschutz ist ein mündlicher Anteil obligatorisch.
  3. Arbeitsplatzbezug: Auf diese Anforderung ist besonders zu achten, wenn Sie fertige, eher allgemeine E-Learning-Vorlagen verwenden. Ergänzen Sie Bilder oder kurze Clips aus dem eigenen Unternehmen für den konkreten Arbeitsplatzbezug.
  4. Interaktive Elemente: Reines Lesen von Sicherheitsregeln ermüdet. Eingebettete Fragen, Fallbeispiele oder Mini-Szenarien fördern das Mitdenken und Verstehen.
  5. Raum für Rückfragen: Wer sprachliche Probleme oder Verständnisschwierigkeiten hat – etwa, weil er wenig technikaffin ist –, muss Rückfragen stellen können. Ansprechpersonen sind z. B. Führungskräfte wie Linienvorgesetzte oder auch der SiBe. Legen Sie fest, welche Kommunikationswege genutzt werden sollen, und stellen Sie sicher, dass alle diese nutzen können.

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