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Die Energieeffizienzklassen werden überarbeitet

Energieeffizienzklassen

Der Vorschlag die Energieeffizienzklassen zu überarbeiten kam von der Europäischen Kommission bereits im Sommer 2015: Nach langer Diskussion wird die derzeitige Skala der Energieeffizienzklassenkennzeichnung von A+++ bis G durch eine klare und nutzerfreundlichere Skala von A bis G ersetzt. Die neuen Labels sollen es Verbrauchern wieder ermöglichen, die Energieeffizienz von Elektrogeräten besser zu vergleichen.

Endlich wird das Energielabel auch für Verbraucher verständlicher

Rund 85 % der Kunden achten beim Kauf eines Produkts auf das Energieeffizienzlabel. Doch außer der Energieeffizienzklasse A mit Zusatz war am Markt ohnehin nicht mehr viel zu finden. Die irreführende Einordnung der effizientesten Produkte in die Klassen A+ bis A+++ war Herstellern, Handel und Verbraucherverbänden schon seit Jahren ein Dorn im Auge, da zwischen diesen Produkten erhebliche Unterschiede bei der Energieeffizienz bestehen, die durch die Kennzeichnung kaum transparent werden.

Eine Überarbeitung der Energieeffizienzklassen ist längst überfällig

Deshalb reagiert das EU-Parlament gleich mit zwei Maßnahmen:

  1. Die Skala wird überarbeitet.
  2. Zusätzlich wird eine öffentliche Datenbank eingeführt, die Verbraucher beim Vergleich der Energieeffizienz von Haushaltsgeräten nutzen können.

Da die Informationen über den Energieverbrauch der Geräte somit besser zugänglich und transparenter sind, lassen sich die effizientesten Geräte wieder leichter ermitteln.

Das sind die wichtigsten geplanten Änderungen im Detail:

  • Es kommt wieder die klare Skala von A bis G zum Einsatz. Der Wechsel erfolgt innerhalb einer vorgegebenen Frist, die noch bestimmt wird.
  • Es wird ein Produktregister eingeführt, in das sämtliche angebotenen Geräte gemeldet werden müssen. Dieses Register unterstützt die Mitgliedstaaten bei der Marktüberwachung.
  • Auf Basis des Produktregisters wird eine öffentliche Datenbank bereitgestellt, über die Verbraucher alle Geräte mit ihren Energieeffizienzkennzeichen vergleichen können.
  • Über weitere Bestimmungen ist geplant, intelligente Geräte und regelmäßige Software-Updates zu fördern, um eine weitere Verbesserung der Geräte im Nutzungszeitraum zu ermöglichen. Bereits jetzt wird ausdrücklich das Verbot der Nutzung von Abschalteinrichtungen genannt, wie sie bei verschiedenen Automarken zum Bestehen des Testzyklus eingesetzt wurden.
  • Der Text muss noch formal vom Europäischen Parlament und vom Rat gebilligt werden und kann dann bereits im nächsten Jahr umgesetzt werden.

Hersteller, Händler und Verbraucherverbände begrüßen die Novelle

Die bisherigen Reaktionen, die wir vor allem von Herstellern, aber auch Händlern hierzu erhalten haben, sind überwiegend positiv. Zwar werden die Anforderungen an Haushaltsgeräte wachsen. Dies begünstigt aber die ambitionierten Hersteller im EU-Raum und stärkt das Qualitätsbewusstsein.

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Autoren: Christian Schweizer & Stefan Küst

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