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Gefahrgutklassen: Die Einteilung der Stoffe in 9 Klassen

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gefahrgutklassen, Liste aller Gefahrgutklassen

Stoffe und Gegenstände werden in insgesamt neun Klassen unterteilt. Wodurch sich die einzelnen Gefahrgutklassen auszeichnen und was bei einem Gefahrguttransport beachtet werden muss.

Herkömmliche Deodorants, Benzin oder Heizöl. Diese Stoffe zählen zu den gefährlichen Stoffen. Werden sie auf der Straße und den Schienen, in der Luft oder auf dem Wasser transportiert, spricht man von Gefahrgut. Von diesem geht eine erhebliche Bedrohung für die Gesundheit von Menschen und Tieren aus.

Darüber hinaus kann Gefahrgut zu Lasten der Umwelt gehen. Bei einem Unfall kann beispielsweise das Trinkwasser verseucht und die Flora und Fauna geschädigt werden. Das Gefahrgut wird wiederum in verschiedene Gefahrgutklassen unterteilt. Die Klassen sind Gegenstand des nachfolgenden Beitrags.

Unter anderem wird auf die einzelnen Gefahrgutklassen eingegangen und die Merkmale ausführlich beschrieben. Darüber hinaus liegt der Fokus auf den Vorschriften, den Unternehmen bei einem Gefahrguttransport beachten müssen.

    Definition von Gefahrgutklassen

    In Bezug auf den Transport wird das Gefahrgut nach dem jeweiligen Gefährlichkeitsmerkmal unterteilt. Die Einteilung in die Gefahrgutklassen wird von den Vereinten Nationen (UN) vorgenommen.

    Gleichzeitig ist die Einteilung die Grundlage für die  Sicherheitsbestimmungen, die von den Transporteuren und Speditionen eingehalten werden müssen. Die Einteilung in Gefahrgutklassen ist weltweit genormt. Das Ziel der Unterteilung in Unterklassen ist es, Mensch und Umwelt ausreichend vor den Gefahren der gefährlichen Stoffe, Stoffgemische und Gegenstände zu schützen.

    Die Einteilung in Gefahrgutklassen ist in den sogenannten UN Recommendations on the Transpprt of Dangerous Goods (UN-Empfehlungen zum Transport gefährlicher Güter) festgeschrieben. Die letzte, aktuelle Version ist von 2017. Allerdings dienen diese nur als Empfehlung und sind nicht gesetzlich vorgeschrieben. In den meisten Ländern werden die Empfehlungen jedoch berücksichtigt.

    Darüber hinaus bilden die UN-Empfehlungen die Grundlage für grenzüberschreitende Abkommen zum Gefahrguttransport – auch für das ADR in Europa. Diese Gesetze und Abkommen schreiben konkret vor, welche Gefahrgutschilder am LKW befestigt werden müssen.

    ADR: Das europäische Übereinkommen

    Das ADR ist das Europäische Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße. Laut Angaben des Bundesverkehrsministeriums enthält es Vorschriften für die Klassifizierung und Dokumentation gefährlicher Güter und Versandstücke sowie Regelungen für den Umgang mit den gefährlichen Stoffen.

    Darüber hinaus enthält das ADR Vorschiften, wie die Bezettelung eines Gefahrguttransports erfolgen soll. Mit Bezettelung sind in erster Linie das Beförderungspapier sowie die schriftliche Weisung des Gefahrguttransports gemeint.

    Zudem regelt das ADR neben anderen die Bau- und Prüfvorschriften von Behältern, Tanks und Fahrzeugen für Gefahrguttransporte. Das ADR thematisiert zudem den Transport von Versandstücken auf unterschiedlichen Verkehrswegen – so für den Straßen-, Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr.

    Zu den Forderungen des ADR gehören die Kennzeichnung von Transportverpackungen als Gefahrgut. Zudem muss das Fahrzeug mit entsprechenden Gefahrzetteln ausgestattet werden. Auf den Fahrzeugen, die Gefahrgut transportieren, müssen die Gefahrentafeln angebracht sein. Diese werden auch als Warntafeln bezeichnet. Auf den Gefahrentafeln steht die UN-Nummer sowie die Gefahrnummer.

    Außerdem enthält das ADR Vorschriften zur persönlichen Schutzausrüstung bei einem Gefahrguttransport. Dazu zählen unter anderem:

    • Schutzhandschuhe (ein Paar)
    • Augenschutz-Ausrüstung (Schutzbrille)
    • Warnweste
    • Taschenlampe als Beleuchtungsgerät
    • Notfallfluchtmaske (nur erforderlich bei den Gefahrgutklassen 2.3 und 6.1.)

    Detaillierte Unterteilung der Gefahrgutklassen

    Die Gefahrgutklassen werden in verschiedene Unterklassen unterteilt. Diese werden nachfolgend in der Tabelle genannt und beschrieben.

    Merkmale von Gefahrgutklassen
    1 Explosive Stoffe: durch Feuer oder Funkenschlag können die Stoffe schnell explodieren. Es sind massenexplosionsfähige Subtanzen und Stoffe. Bei einem Gefahrguttransport kann der LKW in die Luft fliege, wenn die Stoffe und Substanzen dazu angeregt werden.
    2 Gase und gasförmige Stoffe: gelten als selbstentzündlich und teilweise als giftig. Wenn die Stoffe hohem Druck ausgesetzt sind, können Gefahren entstehen.
    3 Flüssige Stoffe: Kennzeichnend für die flüssigen Stoffe ist, dass sie leicht entzündbar sind.
    4 Feste Stoffe und Gegenstände: sie gelten als selbstentzündlich. Bei den selbstentzündlichen Stoffen und Gegenständen können Gefahren auch dann ausgehen, wenn sie der Luft ausgesetzt sind.
    5 Entzündend wirkende Stoffe: müssen nicht zwingend selbst brennbar sein. Die Stoffe und Substanzen können jedoch dafür sorgen, dass andere Stoffe in Brand geraten, wenn sie mit diesen in Berührung kommen.
    6 Giftige Stoffe: können der Gesundheit des Menschen schaden, wenn
    sie in den Organismus gelangen. Krankheitserreger gehören ebenfalls in diese Gefahrgutklasse. Pestizide gehören zu dieser Klasse.
    7 Radioaktive Stoffe: Von diesen Stoffen geht Strahlung aus, die der Gesundheit des Menschen stark zusetzen. Wenn die Atomkerne der Stoffe zerfallen, wird radioaktive Strahlung freigesetzt.
    8 Ätzende Stoffe: können Menschen und Gegenständen schaden
    9 Verschiedene gefährliche Stoffe: Stoffe und Gegenstände, die keiner anderen Gefahrgutklasse zugeordnet werden können. Airbags gehören zum Beispiel dazu. Bei einem hohen Druck können sie zu einer Art Explosion führen.

    Weitere Details der Gefahrgutklassen

    Wie in der Tabelle ersichtlich, weisen die neun Gefahrgutklassen entsprechende Merkmale auf. Nachfolgend werden die einzelnen Gefahrgutklassen detaillierter beschrieben. Zu den Details gehören unter anderem die Unterklassen.

    Gefahrgutklasse 1

    Hier sind die Stoffe und Gegenstände mit explosiven Eigenschaften zusammengefasst und vereint die explosiven Stoffe. Ein weiteres Merkmal der Gefahrgutklasse 1: die Unterteilung in sechs Unterklassen.

    Die Unterklassen werden wiederum durch Buchstaben voneinander getrennt. Stoffe, die als massenexplosionsfähig gelten und bei der Ladung und Beförderung explodieren können, gehören zur Unterklasse 1.1. Weniger explosive Stoffe dagegen werden mit der Gefahrgut-Unterklasse 1.4 S deklariert. Feuerwerkskörper gehören zum Beispiel zu dieser Unterklasse.

    Gefahrgutklasse 2

    Bei der Beförderung von Gasen und Gasgemischen mit einem oder mehreren Stoffen müssen diese als Gefahrgutklasse 2 gekennzeichnet werden. Beispiele für Gase und Gasgemische sind Haarspray, Propangas oder Wasserstoff. Bei der Beförderung von Gasen und Gasgemischen sind vor allem zwei Dinge wichtig:

    • Die Kennzeichnung dieser Gefahrgutklasse muss mit Großbuchstaben erfolgen. Die Buchstaben sind die Anfangsbuchstaben der englischen Bezeichnung. Bei der
    • Bezeichnung steht beispielsweise das A für „asphyxiant“. Es ist also erstickend. Dagegen steht das O für „oxidizing“ – brandfördernd. Der Buchstabe F steht für „flammable“ (entzündlich). Das T bedeutet „toxic“ (gifitg) und das C bedeutet „corrosive“ (ätzend).

    Gefahrgutklasse 3

    Wie aus der Tabelle entnehmbar ist, handelt es sich bei der Gefahrgutklasse um entzündbare und flüssige Stoffe und Gegenstände. Ab einer bestimmten Temperatur und ab einem bestimmten Druck sind sie entflammbar. Benzin und Alkohol sind die bekanntesten Beispiele für diese Gefahrgutklasse.

    Im Gegensatz zu den anderen Klassen gibt es hier eine Besonderheit. Im Zusammenhang mit der Gefahrgutklasse 3 werden in den meisten Fällen die Verpackungsgruppen genannt. Diese geben den Gefährlichkeitsgrad an.

    Die Kennzeichnung erfolgt in der Regel mit VG + der jeweiligen Nummer des Stoffes. VG steht als Abkürzung für Verpackungsgruppe. VG I bedeutet zum Beispiel, dass die Stoffe während des Transports oder der Lagerung eine hohe Gefahr darstellen. Darüber hinaus bedeutet VG I, dass der Siedebeginn der Stoffe unter 35 Grad Celsius liegt. VG II dagegen bedeutet eine mittlere Gefahr. VG III steht für eine niedrige Gefahr.

    Gefahrgutklasse 4

    Die entzündbaren festen Stoffe der Gefahrgutklasse 4 werden nochmals unterteilt in die Unterklassen 4.1, 4.2 und 4.3. Mit der Unterklasse 4.1 werden die Stoffe in selbstzersetzende und desensibilisierte explosive Stoffe unterteilt. Darüber hinaus beschreiben die Unterklassen 4.2 und 4.3 die selbstentzündlichen Stoffe und Gegenstände, die bei Berührung mit Wasser empfindliche Gase bilden.

    Stoffe und Gegenstände der Unterklasse 4.1 sind leicht entzündbar. Hier reicht lediglich eine leichte Reibung oder ein Funkenflug. Somit kann schnell ein Brand ausgelöst werden. Darüber hinaus werden mit der Gefahrgut-Unterklasse 4.1 Stoffe beschrieben, die sich bei hohen Temperaturen selbst zersetzen. Darüber hinaus neigen die Stoffe bei extremen Temperaturen zu Zersetzungen. Dies ist dann der Fall, wenn sie mit Verunreinigungen in Berührung kommen.

    Beispiele für die desensibilisierten Güter und festen entzündbaren Stoffe der Klasse 4.1 sind Streichhölzer, Schwefel und Kautschukreste. Zur Gefahrgut-Unterklasse 4.2 zählen beispielsweise Fischmehl, pflanzliche Kohle und weißer Phosphor. Natrium und Zinkstaube zählen zur Unterklasse 4.3. Für den Transport muss auch bei dieser Gefahrgut-Unterklasse die korrekte Bezettelung vorhanden sein.

    Gefahrgutklasse 5

    Die entzündend wirkenden Stoffe der Gefahrgutklasse 5 sind in die Unterklassen 5.1 und 5.2 unterteilt. Die Stoffe der Unterklasse 5.1 können durch Abgabe von Sauerstoff Brände bei anderen Stoffen auslösen. Beispiele für die Klasse 5.1 sind Ethylalkohol und Aceton. Erfolgt bei diesen Stoffen eine Kombination mit Wasserstoffperoxid, werden sie explosiv.

    Wasserstoffperoxid wird vor allem dann gefährlich, wenn es hoch konzentriert ist. Für den menschlichen Organismus kann Wasserstoffperoxid gesundheitliche Folgen haben. Gelangt es über die Haut in den Körper, kann es zu Durchfall, Kopfschmerzen und Erbrechen kommen.

    Weitere Beispiele für die Gefahrgut-Unterklasse sind Sauerstoff, Salpetersäure sowie ammoniumhaltige Düngemittel. Zur Gefahrgut-Unterklasse zählen organische Peroxide mit mehr als ein Prozent Aktivsauerstoff, mehr als ein Prozent Wasserstoffperoxid. Zudem können organische Peroxide mehr als 0,5 Prozent Aktivsauerstoff und mehr als sieben Prozent Wasserstoffperoxid enthalten.

    Gefahrgutklasse 6

    Die Unterteilung der Stoffe der Gefahrgutklasse 6 erfolgt in die Unterklassen 6.1 (giftige Stoffe) und 6.2 (ansteckungsgefährliche Stoffe). Bei den Stoffen der Gefahrgutklasse 6 handelt es sich um solche, die durch Einatmen und Verschlucken gesundheitsschädigende Folgen haben können.

    Dies ist auch bei Berührungen mit der Haut der Fall. Bei Kontakt reichen bereits kleine Mengen für Gesundheitsschädigungen aus. Beispiele für die Gefahrgut-Unterklasse sind Arsen, Pestizide und Cyanwasserstoff (Blausäure)

    Zur Unterklasse 6.2 zählen die ansteckungsgefährlichen Stoffe. Diese enthalten Krankheitserreger, die für Menschen und Tiere gefährlich sind. Zudem sind in beiden Gefahrgutklassen auch Stoffe enthalten, die nicht zur Beförderung zugelassen sind.

    Wie in der Tabelle erwähnt, gehören Pestizide zu der Gefahrgutklasse. Die Pestizide werden vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt und ziehen Schäden für die Umwelt und den Menschen nach sich.

    Gefahrgutklasse 7

    Wie in der Tabelle beschrieben, deklariert die Gefahrgutklasse 7 die radioaktiven Stoffe. Diese werden nicht in weitere Unterklassen aufgeteilt. Atommüll mit radioaktivem Abfall aus Uran oder Plutonium sind Beispiele für die Gefahrgutklasse. Darüber hinaus zählen medizinische Geräte und technische Anlagen zur Gefahrgutklasse 7.

    Gefahrgutklasse 8

    Diese Gefahrgutklasse beinhaltet die ätzenden Stoffen. Diese greifen bei Berührung die Haut an und schädigen beim Einatmen die Schleimhäute. Zudem gehören Stoffe zu der Gefahrgutklasse 8, die andere Güter und Transportmittel beschädigen und zerstören.

    Zu diesen Transportmitteln gehören beispielsweise Container oder Fahrzeuge. Darüber hinaus gehören Stoffe zur Gefahrgutklasse, die mit Wasser ätzende Flüssigkeiten oder mit Luftfeuchtigkeit ätzende Dämpfe bilden. Beispiele für die Gefahrgutklasse 8 sind Natronlauge, Salz- und Schwefelsäure. Auch diese Gefahrgutklasse wird nicht in weitere Unterklassen aufgeteilt.

    Gefahrgutklasse 9

    Diese Gefahrgutklasse vereint die verschiedenen gefährlichen Stoffe und Gegenstände. Diese können beim Gefahrguttransport gefährlich werden. Die Stoffe und Gegenstände sind deshalb in dieser Klasse, da sie keiner anderen Klasse zugeordnet werden können. Auch diese Gefahrgutklasse wird nicht nochmals unterteilt. Lithiumbatterien gehören beispielsweise in diese Gefahrgutklasse.

    Wichtige Begriffe für Gefahrgutklassen kurz erläutert

    Im Zusammenhang mit Gefahrgutklassen tauchen immer wieder Begriffe auf, die nachfolgend kurz und knapp erläutert werden.

    UN-Nummern

    Neben der Einordnung der Stoffe und Gegenstände in die einzelnen Gefahrgutklassen werden die gefährlichen Güter mit sogenannten UN-Nummern gekennzeichnet. Jedem Stoff wird diese vierstellige Nummer zugeordnet.

    Die UN-Nummern sind vor allem für den Gefahrguttransport wichtig. Auf der bekannten orangefarbebenen Tafel sind die UN-Nummern angebracht. Diese steht auf der oberen Hälfte der Tafel. Daneben gibt es eine zweite Nummer, die auf der unteren Hälfte der Tafel steht. Diese untere Nummer wird als Gefahrennummer oder als Kemmler-Zahl bezeichnet. Sowohl die UN-Nummer als auch die Kemmler-Zahl sagen bei einem Gefahrguttransport aus, was für Güter transportiert werden.  Die UN-Nummern werden von einer Expertengruppe der UN erstellt. Sie wird für Stoffe, Stoffgemische und Gegenstände sowie für gefährliche Güter erstellt.

    Flammpunkt bei Gefahrgutklassen

    Im Zusammenhang mit Gefahrgutklassen wird häufig der Flammpunkt genannt. Hierbei handelt es sich um die niedrigste Temperatur, bei der eine Flüssigkeit bei Normaldruck brennbares Gas oder brennbaren Dampf in einer solchen Menge abgibt, dass bei Kontakt der Dampfphase mit einer wirksamen Zündquelle sofort eine Flamme auftritt. (Quelle: BG Bau)

    Wie die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) weiter ausführt, wird der Flammpunkt in Temperatur (Grad Celsius) und der Prüfmethode angegeben. Es gibt verschiedene Prüfmethoden. Bekannt sind beispielsweise die Gleichgewichtsmethode, die Nicht-Gleichgewichtsmethode. Die BG Bau verweist auf die Prüfmethoden-Verordnung.

    Diese gilt nicht nur für Stoffe, sondern auch für Stoffgemische. Darüber hinaus verweist die BG Bau, dass eine Methode im geschlossenen Tiegel verwendet werden muss.

    Der Flammpunkt wird zudem immer mit „größer als“ oder „unter“ angegeben. Hier müssen nach BG Bau allerdings die nationalen und internationalen Einstufungs-Transport- und Lagervorschriften eingehalten werden. Wie die BG Bau weiter mitteilt, ist bei Angaben „größer als“ für die Einstufung die angegebene untere Flammpunktgrenze entscheidend.  

    Der Flammpunkt ist zudem ein Kriterium zur Einstufung in „entzündbar“, „leicht entzündbar“ sowie in „extrem entzündbar“. Zudem gilt der Flammpunkt als feste Größe zur Beurteilung der Brand- und Explosionsgefahr von Flüssigkeiten. Dies gilt auch für massenexplosionsfähige Flüssigkeiten, von denen während des Gefahrguttransports eine extreme Gefahr ausgeht.

    Ein Stoff erreicht am Flammpunkt einen Dampfdruck, der so hoch ist, dass sich das entsprechende Gas-Luft-Gemisch mit einer Zündquelle kurzzeitig entflammen lässt. Als Dampfdruck wird ein stoff- und temperaturunabhängiger Gasdruck bezeichnet.

    Darüber hinaus bezeichnet man den Dampfdruck auch als Umgebungsdruck, unterhalb dessen eine Flüssigkeit beginnt, bei einer konstanten Temperatur in den gasförmigen Zustand überzugehen.

    Klassifizierungscodes von Gefahrgutklassen

    Vor dem Hintergrund von gefährlichen Güter wird in der Regel der Klassifizierungscode genannt. Dieser charakterisiert die von einem Stoff oder Gegenstand ausgehenden gefährlichen Eigenschaften. Diese Eigenschaften sind zum Beispiel giftig (T) oder entzündlich (F). Zudem können diese Eigenschaften in Kombination auftreten. Ein Beispiel hierfür sind Güter, die giftig und ätzend (TC) sind. Für Stoffe und Gegenstände der Gefahrgutklasse 1 wird beispielsweise der Klassifizierungscode aus Unterklasse und Verträglichkeitsgruppe gebildet. Ein Beispiel hierfür ist 1.1F. Bei den Stoffen und Gegenständen der Gefahrgutklasse 2 besteht der Code aus einer Ziffer und einem oder mehreren Buchstaben. Letzterer gibt die gefährlichen Eigenschaften der jeweiligen Güter wieder.

    Eine vollständige Liste der einzelnen Gefahrgutklassen mit den dazugehörigen Klassifizierungscodes gibt es auf der Webseite der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung.

    Autor: Redaktion SafetyXperts

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