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ADR-Klassen: Die Zuordnung der Gefahrstoffe in Gefahrgutklassen

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ADR-Klassen

Gefahrstoffe werden bestimmten Gefahrgutklassen zugeordnet. Wie die einzelnen ADR-Klassen die Stoffe definieren und was Unternehmen beim Gefahrguttransport beachten müssen.

    Der Transport von Gefahrstoffen, auch Gefahrguttransport genannt, hat weltweit zugenommen. Aus diesem Grund sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass mit diesen Stoffen sorgsam umgegangen wird, um Mitmenschen und Umwelt nicht zu gefährden. Vor allem Unternehmen und kleinere Betriebe, die Gefahrstoffe herstellen, damit handeln und sie transportieren, müssen eine Vielzahl von Regularien beachten. Bei einer Missachtung drohen hohe Bußgelder.

    ADR-Vorschriften

    Eine dieser Hauptregularien sind die sogenannten ADR-Vorschriften. Das europäische Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße enthält besondere Vorschriften für den Straßenverkehr hinsichtlich Verpackung, Ladungssicherung und Kennzeichnung von Gefahrgut.

    Durch die ADR-Vorschriften wird unter anderem folgendes geregelt:

    • Die zu transportierenden Güter werden als Gefahrgut eingestuft. Je nachdem, welcher Gefahrstoff transportiert wird, werden die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen zugeordnet.
    • Durch die ADR-Vorschriften wird die Bezettelung (Kennzeichnung) durch die Gefahrzettel geregelt. Zudem schreibt die ADR die Dokumentation über den Gefahrguttransport vor. Hier sind vor allem die Beförderungspapiere sowie die schriftliche Weisung eines Gefahrguttransports gemeint.
    • Mit den ADR-Vorschriften wird geregelt, wie die Behälter, Tanks und Fahrzeuge für Gefahrguttransporte beschaffen sein müssen.
    • In den Vorschriften steht außerdem, wann Unternehmen davon befreit sind.
    • Gefahrguttransporte auf der Straße, mit der Bahn, dem Schiff und dem Flugzeug werden mit den Vorschriften geregelt.
    • Die ADR-Vorschriften schreiben vor, dass der Fahrer einen Gefahrgutführerschein besitzen muss. Seit 2013 muss er im Besitz einer sogenannten ADR-Karte sein.
    • Der Fahrer muss bei einer Kontrolle entsprechende Kenntnisse über die Gefahrgutvorschriften nachweisen.
    • Alle Unternehmen, bei denen Gefahrstoffe im Umlauf sind, müssen einen Gefahrgutbeauftragten bestellen. In den meisten Fällen ist dies ein Mitarbeiter der Firma. Allerdings kann auch ein externer Beauftragter in das Unternehmen geholt werden.

    Das ADR ist am 30. September 1957 in Genf beschlossen worden, trat jedoch erst 1968 in Kraft. Mittlerweile haben sich 50 Staaten dem Übereinkommen angeschlossen, darunter auch Deutschland.

    Gefahrzettel bei ADR-Klassen

    Die Gefahrgutverordnung Straße / Eisenbahn GGVSEB gibt detaillierte Angaben zur Kennzeichnung von Gefahrgütern im Kapitel 5.2. Hier werden neben den allgemeinen auch die besonderen, zusätzlichen Vorschriften für bestimmte Stoffe vorgegeben.

    In dem Kapitel sind zudem die Vorgaben für die Gefahrzettel festgeschrieben. Gemäß den Angaben des Kapitel 5.2.2.2 ff müssen sie hinsichtlich der Farbe, der Symbole und der allgemeinen Form den dargestellten Gefahrzettelmustern in Absatz 5.2.2.2.2 entsprechen.

    Das wichtigste Merkmal von Gefahrzetteln: Sie sind in zwei Hälften unterteilt. Mit Ausnahmen der ADR-Unterklasse 1.4, 1.5 und 1.6 ist die obere Hälfte des Gefahrzettels ausschließlich für das Symbol und die untere Hälfte für Text, Nummer der Klasse und für den Buchstaben der Verträglichkeitsgruppe reserviert.

    Die Verträglichkeitsgruppe gibt einen weiteren Aufschluss über die Eigenschaften des Explosivstoffs und dem Transporteur des Gefahrguts Hinweise darauf, welche verschiedenen Explosivstoffe zusammen transportiert werden dürfen.

    Vereinfacht gesagt: Die  Verträglichkeitsgruppe gibt an, welche Gefahrstoffe sich bei einem Transport miteinander vertragen.

    ADR und Gefahrgutklassen

    Den einzelnen Gefahrgütern werden verschiedene Klassen zugeordnet. Diese Gefahrgutklassen wurden von den Vereinten Nationen erstellt und sind in den UN Recommendations on the Transport of Dangerous Goods (UN-Empfehlungen zum Transport gefährlicher Güter) festgeschrieben.

    Darüber hinaus wurden die Klassen in das ADR übernommen. Umgangssprachlich sind die Gefahrgutklassen die ADR-Gefahrgutklassen oder ADR-Klassen. Eine Übersicht dieser ist sowohl im ADR als auch bei der UN hinterlegt. Zudem wurden die Vorgaben der UN auch in weiteren Abkommen, wie beispielsweise den ADN (Bestimmungen zu den Binnenwasserstraßen) und den Regelungen zur Beförderung gefährlicher Güter im Schienenverkehr (RID) übernommen.

    Hinweis: Der Aufbau der Gefahrgutklassen wird in regelmäßigen Abständen von der UN kontrolliert und aktualisiert. Weitere Abkommen und Regelungen, die darauf basieren, werden entsprechend angepasst.

    Die Gefahrgutklassen im Detail

    Diese Bestimmungen sind in Deutschland geltendes Recht und müssen bei jedem Gefahrguttransport beachtet werden. Die einzelnen ADR-Klassen gelten also auch auf nationaler Ebene. Die Gesetze und Abkommen schreiben konkret vor, welche Gefahrgutschilder an LKW oder an Schiffen angebracht werden müssen.

    Im Folgenden sollen die einzelnen ADR-Klassen vorgestellt werden. Insgesamt gibt es neun ADR-Klassen, die in Deutschland rechtsverbindlich sind. Jeder kleine und mittelständische Betrieb sowie jedes große Unternehmen, in denen der Umgang mit Gefahrgütern zum betrieblichen Alltag gehört, muss die Beschäftigten über die Einteilung nach Klassen informieren. In der Regel übernimmt ein Gefahrgutbeauftragter diese Aufgabe.

    Zudem hat das Unternehmen beziehungsweise der Gefahrgutbeauftragte dafür zu sorgen, dass die Gefahrgutklassen für jeden Mitarbeiter leicht verfügbar sind , so dass sich jeder über die einzelnen Gefährlichkeitsmerkmale der Gefahrstoffe informieren kann.

    Darüber hinaus müssen die ADR-Klassen als Symbole beim Transport sichtbar gemacht werden. Sollte es zu einem Unfall oder einer Kontrolle durch Behörden kommen, muss sofort ersichtbar sein, welche Gefahr von den beförderten Gütern ausgeht. Die Kennzeichnung erfolgt über die sogenannte Bezettelung am Gefahrguttransport oder an den Gütern selbst.

    Diese Gefahrgutklassen gibt es

    Klasse 1 – Explosive Stoffe

    Klasse 2 – Gase und gasförmige Stoffe

    Klasse 3Entzündbare, flüssige Stoffe

    Klasse 4 –  Entzündbare, feste Stoffe

    Klasse 5 –  Entzündend (oxidierend) wirkende Stoffe

    Klasse 6 – Giftige Stoffe

    Klasse 7 – radioaktive Stoffe

    Klasse 8 – ätzende Stoffe

    Klasse 9 – verschiedene gefährliche Stoffe und Gegenstände

    Nachfolgend wird auf die einzelnen ADR-Klassen näher eingegangen.

    ADR-Klasse 1

    In dieser Klasse sind sowohl Stoffe mit explosiven Eigenschaften zusammengefasst. Zudem sind in dieser Gefahrgutklasse Gegenstände verzeichnet, die explosive Stoffe enthalten. Die ADR-Klasse 1 ist in sechs weitere Unterklassen unterteilt, die die Gefahrstoffe nochmals näher definieren. Diese Unterklasse sind wiederum durch Buchstaben voneinander getrennt.

    Die Klasse 1 definiert konkret Explosivstoffe, die darüber hinaus die Fähigkeit besitzen, massenexplosionsfähig zu sein und somit als Ladung explodieren können. Diese Stoffe müssen mit der Klasse 1.1 gekennzeichnet werden. Darüber hinaus deklariert die ADR-Klasse 1 weniger explosive Stoffe, wie beispielsweise Feuerwerkskörper. Diese müssen mit der Gefahrgutklasse 1.4 S kenntlich gemacht werden.

    Hinweis: Bei Gefahrguttransporten beziehungsweise bei der Beförderung gefährlicher Güter wird in Haupt- und Nebengefahr unterschieden.

    Achtung: Die Nebengefahren dürfen auf keinen Fall verharmlost werden. Allein von den zusätzlichen Gefahren können bei einem Gefahrguttransport schwere Verletzungen auftreten.

    ADR-Klasse 2

    Mit Explosivstoffen muss mit äußerster Vorsicht umgegangen werden. Vielfach ist in der Vergangenheit in Medienberichten die Rede von Lager-Explosionen gewesen, bei denen es zu Toten und Verletzten kam. Explosivstoffe sind deshalb auf verschiedenen Transportwegen mit äußerster Vorsicht zu behandeln. Explosivstoffe stellen somit keine Nebengefahr dar.

    Wie bereits beschrieben werden Gase, reine Gasgemische und Gasgemische mit einem oder mehreren Stoffen, mit der Gefahrgutklasse 2 deklariert. Wird beispielsweise Haarspray, Propangas oder Wasserstoff transportiert, müssen diese Stoffe mit der ADR-Klasse 2 markiert werden.

    Werden Gase oder Gasgemische gekennzeichnet, verwendet man Großbuchstaben, die die Eigenschaften der Gase weiter definieren. Neben der Gefahrgutklasse muss auch der Buchstabe der jeweiligen Eigenschaft aufgeführt sein. Die jeweiligen Buchstaben sind die Anfangsbuchstaben der englischen Bezeichnungen für die Eigenschaften. A steht für „asphyxiant“ (erstickend), O für oxidizing (brandfördernd) und F für „flammable“ (entzündlich). Außerdem gibt es das T, das für „toxic“ (giftig) und das C, welches für „corrosive“ (ätzend) steht.

    ADR-Klasse 3

    Diese Gefahrgutklasse behandelt die entzündbaren flüssigen Gefahrstoffe sowie Gegenstände, die ab einer bestimmten Temperatur oder ab einem bestimmten Druck entflammbar sind. Benzin oder Alkohol fallen unter diese ADR-Klasse.

    Die Besonderheit bei dieser Gefahrenklasse: Bei der Kennzeichnung muss ein Klassifizierungscode sichtbar sein. Außerdem spielen bei der ADR-Klasse 3 die Verpackungsklassen eine weitere wichtige Rolle. Sie geben den Gefährlichkeitsgrad wieder. Die Bezeichnung ist VG + die jeweilige Nummer.

    Folgende Beispiele zur Verdeutlichung:

    VG I: Diese Stoffe stellen eine hohe Gefahr dar und weisen einen Siedebeginn von 35 Grad Celsius auf.

    VG II: Von diesen Gefahrstoffen geht eine mittlere Gefahr aus.

    Hinweis: ADR-Klassen geben nicht nur Hinweise auf die Gefährlichkeit der jeweiligen Stoffe. Sie beinhalten auch Informationen zu den jeweiligen Verpackungen.

    ADR-Klasse 4VG III

    Hier ist die Gefahr niedrig.

    Mit dieser Klasse werden die entzündbaren, festen Stoffe beschrieben. Die Besonderheit der ADR-Klasse 4: Es gibt eine Unterkategorie 4.1. Bei dieser werden nochmals selbstzersetzende Stoffe und desensibilisierte explosive Stoffe unterschieden. Außerdem gibt es die Unterklassen 4.2 und 4.3. Diese Klassen definieren selbstentzündliche Stoffe und Güter, die bei Berührung mit Wasser entzündliche Gase bilden.

    Mit Gefahrstoffen der Klasse 4 muss besonders vorsichtig umgegangen werden. Bei Stoffen, die der Klasse 4.1 zugeordnet sind, reicht bereits ein leichter Funkenflug oder Reibung aus, um einen Brand auszulösen. Die ADR-Klasse 4 definiert zudem Stoffe, die sich bei bestimmten Temperaturen selbst zersetzen oder zu Zersetzungen neigen, sollten sie mit Verunreinigungen in Kontakt kommen.

    Schwefel, Streichhölzer und Kautschuk beziehungsweise Kautschukreste fallen unter die Klasse 4.1. Pflanzliche Kohle, Fischmehl oder weißer Phosphor zählen zu 4.2. Darüber hinaus gelten Natrium und Zinkstaube zu der ADR-Klasse 4. Sie zählen zu der Unterklasse 4.3. Wichtig ist bei dieser Gefahrgutklasse, dass die richtige Bezettelung vorhanden ist.

    ADR-Klasse 5

    Genau wie bei der Klasse 4 ist die ADR-Klasse 5 in die Unterklasse 5.1 und 5.2 unterteilt. Mit dieser Gefahrgutklasse werden entzünden wirkende Stoffe beschrieben. Werden Stoffe dieser Klasse transportiert, muss folgendes beachtet werden. Die Güter der Klasse 5.1 können durch Abgabe von Sauerstoff Brände bei anderen Stoffen auslösen. Dies ist beispielsweise bei den Stoffen Ethylalkohol oder Aceton der Fall, die zu der Klasse 5.1 gehören. Werden sie mit Wasserstoffperoxid kombiniert, können sie explosiv werden.

    Sauerstoff, Salpetersäure sowie ammoniumnitrathaltige Düngemittel zählen ebenfalls zu der Klasse 5.1. Darüber hinaus gibt es bei dieser Klasse die Unterklasse 5.2.  Hierzu gehören organische Peroxide, die mehr als ein Prozent Aktivsauerstoff und mehr als ein Prozent Wasserstoffperoxid oder mehr als 0,5 Prozent und mehr als sieben Prozent Wasserstoffperoxid enthalten. Das Gefährliche bei organischen Peroxiden: Sie sind sehr reaktionsfreudig und müssen stets getrennt von Gütern der ADR-Klassen 1, 2.1, 3, 4 und 5.1 befördert werden.

    ADR-Klasse 6

    Die giftigen Stoffe dieser Gefahrgutklasse werden nochmals in die Unterklassen 6.1 und 6.2 unterteilt. Letztere sind die die ansteckungsgefährlichen Stoffe. Stoffe, die durch Einatmen, Verschlucken sowie bei Hautberührungen gesundheitsschädlich sind, werden in der ADR-Klasse 6.1 zusammengefasst. Arsen, Blausäure oder Pestizide sind Gefahrstoffe, die zu der Unterklasse 6.1 zählen.

    Gefahrstoffe oder Güter, die gefährliche Stoffe enthalten und bei Menschen und Tieren Infektionen auslösen können, sind unter 6.2 zusammengefasst. Krankenhausabfälle oder medizinische Proben sind Beispiele für diese Gefahrgut-Unterklasse. Zudem enthalten beiden Klassen Stoffe, die international nicht zur Beförderung zugelassen sind.

    ADR-Klasse 7

    Zu dieser Klasse zählen die radioaktiven Stoffe. Radioaktiver Abfall aus Atomkraftwerken, der Uran oder Plutonium enthält, zählt zu dieser Gefahrgut-Klasse. Zudem sind in dieser Klasse auch bestimmte medizinische Geräte und Instrumente erfasst.

    ADR-Klasse 8

    Ätzende Gefahrstoffe, die Haut und Schleimhäute bei Berührung schädigen, werden mit dieser Gefahrgut-Klasse erfasst. Außerdem zählen zu dieser ADR-Klasse Stoffe, die andere Güter oder Transportmittel, wie beispielsweise Tanks und Container schädigen. Auch Stoffe, die in Verbindung mit Wasser ätzende Flüssigkeiten oder mit Luftfeuchtigkeit ätzende Dämpfe bilden, zählen zu dieser Gefahrgut-Klasse. Salz- und Schwefelsäure sind die bekanntesten Beispiele in dieser Klasse.

    ADR-Klasse 9

    Unter dieser Klasse sind verschiedene Stoffe und Gegenstände  zusammengefasst, die beim Transport gefährlich sein können. Allerdings können sie keiner anderen Gefahrgut-Klasse zugeordnet werden. Beispiele für die Klasse 9 sind Lithiumbatterien.

    ADR-Klassen und erforderliche Gefahrgut-Symbole

    Im Folgenden werden die einzelnen Unterklassen der ADR-Klassen sowie die Farben und das Symbol des Großzettels nochmals in einer Tabelle zusammengefasst.

    Unterklassen Farbe des Großzettels Symbol des Großzettels
    1.1, 1.2, 1.3 orange Explosions-Symbol
    1.4 orange „1.4“
    1.5 orange „1.5“
    1.6 orange „1.6“
    2.1 rot Flamme
    2.2 grün Gasflasche
    2.3 weiß Totenkopf
    3 rot Flamme
    4.1 senkrecht rot-weiß, gestreift Flamme
    4.2 obere Hälfte weiß, untere Hälfte rot Flamme
    4.3 blau Flamme
    5.1 gelb Flamme auf Kreis
    5.2 gelb Flamme auf Kreis
    6.1 weiß Totenkopf
    6.2 weiß Biohazard-Symbol
    7A weiß Radioaktivitäts-Zeichen, ein roter Strich
    7B obere Hälfte gelb, untere Hälfte weiß Radioaktivitäts-Zeichen, zwei rote Striche
    7C obere Hälfte gelb, untere Hälfte weiß Radioaktivitäts-Zeichen, drei rote Striche
    7E weiß „spaltbar“
    8 obere Hälfte weiß, untere Hälfte schwarz zwei Reagenzgläser, deren Flüssigkeit eine Hand und eine Oberfläche verätzen
    9 verschiedene gefährliche Stoffe und Gegenstände Kein Symbol

    Quelle: www.bussgeldkatalog.org

    ADR-Klassen und Flammpunkt

    Ist von ADR-Klassen die Rede, muss der Flammpunkt erwähnt werden. Mit dem Flammpunkt wird die niedrigste Temperatur bezeichnet, bei der sich ein über einen Stoff ein zündfähiges Dampf-Luft-Gemisch bilden kann. Darüber hinaus ist der Flammpunkt ausschlaggebend bei der Einstufung und Klassifizierung als Gefahrstoff.

    ADR-Klassen und UN-Nummern

    Gefahrstoffe werden nicht nur in die entsprechenden ADR-Klassen eingeteilt. Die Einordnung der Stoffe sieht auch die Kennzeichnung mit einer UN-Nummer vor. So wird jedem Stoff eine vierstellige Nummer zugeordnet und die bei einem Gefahrguttransport wichtig sind.

    Achtung: Sollte es zu einem Unfall beim Gefahrguttransport kommen, muss die UN-Nummer der Polizei oder der Feuerwehr mitgeteilt werden. So können dann die entsprechenden Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden.

    Auf der orangefarbenen Tafeln, die an den Gütern angebracht sind, befinden sich zwei Nummern. Die untere Nummer, auch Kemler-Zahl genannt, gibt den Gefährlichkeitsgrad des entsprechenden Gefahrstoffs wieder. Die obere Nummer ist die UN-Nummer. Diese teilt die Zusammensetzung des Transports mit und geben an, was für Güter transportiert werden. Die UN-Nummern werden von einem Expertenkomitee der UN erstellt. Aus diesem Grund werden sie UN-Nummern genannt.

    Autor: Redaktion SafetyXperts

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