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Änderungen TRGS – das ändert sich 2018 im Technischen Regelwerk für Gefahrstoffe

Änderungen TRGS

Änderungen TRGS: Der Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) prüft und aktualisiert kontinuierlich das Technische Regelwerk zur Gefahrstoffverordnung (TRGS). Wenn Sie diese Regeln in Ihrem Betrieb anwenden, können Sie davon ausgehen, dass Sie die Forderungen der Gefahrstoffverordnung rechtskonform erfüllen. Auf der letzten Sitzung am 6./7.11.2017 wurden viele TRGS-Anpassungen beschlossen.

Änderungen TRGS

  • Die TRGS 201 „Einstufung und Kennzeichnung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen“ wurde um einen neuen Anhang 4 erweitert. Dort wird die Methode Young et. al. ergänzt. Hierbei handelt es sich um eine einfache Bestimmungsmethode. Sie ermöglicht eine Beurteilung der hautätzenden Eigenschaften von Chemikalien mit einem pH-Wert ≤2 oder ≥11,5 ohne Tierversuche.
  • Redaktionell wurde die TRGS 220 „Sicherheitsdatenblatt“ überabeitet. So wurden beispielsweise in den Beispielen Grenzwerte korrigiert und auch geäderte Vorschriften wie die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) berücksichtigt.
  • Die TRGS 420 „erfahrens- und stoffspezifische Kriterien (VSK) fü die Ermittlung und Beurteilung der inhalativen Exposition“ enthält im Anhang eine Liste mit entsprechend anerkanntem Arbeitsverfahren. Diese Übersicht wurde um die DGUV-Information 213- 730 zu Tätigkeiten in Dentallaboratorien erweitert. Die Handlungsanleitung zu Tetrachlorethen in Chemischreinigungsanlagen wird zurückgezogen.
  • Die TRGS 725 „gefährliche explosionsfähige Atmosphäre –Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen im Rahmen von Explosionsschutzmaßahmen“ wird hinsichtlich der Anwendung von Klassifizierungsstufen von Geräten konkretisiert. Die Klassifizierungsstufen (K1 bis K3) beschreiben den Grad der funktionalen Sicherheit einer Funktionseinheit und somit der zulässigen Ausfallwahrscheinlichkeit.
  • In die TRGS 900 „Arbeitsplatzgrenzwerte“ wurden Grenzwerte zu folgenden 7 Stoffen aufgenommen.

– Kaliumbenzoat

– Natriumbenzoat

– N′-(3-Aminopropyl)-

– N′-dodecylpropan-1,3-diamin

– Benzoesäure

– Bismutvanadat

– N-Ethyl-2-pyrrolido

– Furan

Geändert wurden die Grenzwerte zu 2-Phenoxyethanol und Naphthalin.

  • In der TRGS 903 „Biologische Grenzwerte“ wurde bei 1,2-Dichlorbenzol, Propylenoxid und Toluol der Probenahmezeitpunkt abgeändert. Der Biologische Grenzwert zu Nitrobenzol wurde gestrichen.
  • Chlorpren und Benzotrichlorid sind krebserzeugende Stoffe. Hierfür wurden Grenzwerte zur Aufnahme in die TRGS 910 „Risikobezogenes Maßnahmenkonzept für Tätigkeiten mit krebserzeugenden Gefahrstoffen“ verabschiedet.

Mein Hinweis:  Die Änderungen im Technischen Regelwerk werden im Frühjahr 2018 im Gemeinsamen Ministerialblatt verkündet.

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Autor: Gabriele Janssen

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