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Gefahrgutklassen: Zahlencodes können Gefahrstoffe zweifelsfrei identifizieren

© Bjoern Wylezich – Shutterstock
Gefahrgutklassen

Manche Gefahrstoffe haben unaussprechliche Namen. Da kann es leicht passieren, dass man anstelle der benötigten Chemikalie etwas ganz anderes bekommt. Solchen Ärger können Sie vermeiden, indem Sie die Stoffbezeichnung durch eine Identifikationsnummer ergänzen. In Europa werden gefährliche Stoffe nach einem festgelegten System mit Zahlencodes versehen. Diese Codes helfen auch dabei heraus zu finden, um welche Gefahrgutklassen es sich bei einem bestimmten Stoff handelt.

Welche Zahlencodes gehören in welche Gefahrgutklassen?

Gefahrgutklassen

Das ist Pflicht: Auf dem Gefahrstoffetikett eines Stoffes (vgl. Abbildung) muss die Stoffbezeichnung durch eine Identifikationsnummer ergänzt werden. Es empfiehlt sich, die Nummer zu verwenden, die eine eindeutige Identifikation des Stoffes garantiert. Die EG-Nummer ist eine mögliche Identifikationsnummer, die auf dem Kennzeichnungsetikett verwendet werden darf.

Wie unterscheidet man zwischen folgenden EG-Nummern?

Typ 2XX-XXX-X oder 3XX-XXX-X: EINECS, das ist die Kurzbezeichnung für das „European Inventory of Existing Commercial Chemical Substances“ (Europäisches Verzeichnis der kommerziell erhältlichen chemischen Substanzen). In diesem Verzeichnis sind über 100.000 Stoffe, die bereits vor dem 18.9.1981 auf dem Markt waren, gelistet.

Diesen sogenannten „Altstoffen“ sind 7-stellige Nummern vom Typ 2XX-XXX-X oder 3XX-XXX-X zugeordnet. Die Liste der EINECSNummern beginnt mit 200-001-8.

Typ 4XX-XXX-X: Stoffe, die nach dem 18.9.1981 in Europa neu in den Verkehr gebracht wurden, finden Sie in der europäischen Liste angemeldeter chemischer Substanzen („European List of Notified Chemical Substances“ (ELINCS)).

Diesen Stoffen sind sogenannte ELINCS-Nummern zugeordnet. Diese Nummer ist 7-stellig vom Typ 4XX-XXX-X und beginnt mit 400-010-9.

Typ 5XX-XXX-X: No-longer Polymere, das sind Stoffe, die zwischen dem 18.9.1981 und dem 31.10.1993 als Polymere klassifiziert waren. Dann wurde jedoch die Definition des Begriffes „Polymer“ im Chemikalienrecht konkretisiert. Dadurch sind einige Stoffe, die bis dahin als Polymere galten, nicht länger als solche anzusehen (daher: No-longer Polymers). Solchen Stoffen sind sogenannte No-longer-Polymer-Nummern zugeordnet. Diese Nummer ist 7-stellig vom Typ 5XX-XXX-X und beginnt mit 500-001-0.

Typ 6XX-XXX-X: Die Europäische Chemikalienagentur hat den gemäß der REACH-Verordnung vorregistrierten Stoffen, die bisher nicht in einem Europäischen Stoffverzeichnis aufgeführt sind, Nummern vom Typ 6XX-XXX-X zugewiesen.

Typ 7XX-XXX-X: Bei Anfragen zum Registrierstatus eines möglicherweise noch zu registrierenden Stoffes generiert das „ECHA Substance ID Team“ Nummern vom Typ 7XX-XXX-X.

Typ 8XX-XXX-X: Ziffern vom Typ 8XX-XXX-X wurden in Europa bislang noch nicht zugewiesen.

Typ 9XX-XXX-X: Wurden gemäß der REACH-Verordnung Stoffe ohne EG- oder CAS-Nummer registriert, ist eine Listen-Nummer vom Typ 9XX-XXX-X zugeordnet.

Diese Identifikationsnummern bieten somit mehr Informationen über den jeweiligen Gefahrstoff, als Gefahrstoffsymbole und Gefahrgutklassen.

Autor: Gabriele Janssen


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