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Neue Studie stellt Titandioxid unter Krebsverdacht

Krebsverdacht

Titandioxid weißt Autos, Zahnpasta und Wände. Jetzt hat der Ausschuss für Risikobewertung (RAC) der Europäischen Chemikalienagentur die Einstufung als „Kann vermutlich Krebs erzeugen“ vorgeschlagen. Der Krebsverdacht wird nun untersucht.

Titandioxid unter Krebsverdacht

Titandioxid ist das am häufigsten verwendete Weißpigment. Der Stoff ist in der Regel in eine Matrix wie Bindemittel und Kunststoff gebunden und liegt somit nicht als Staub vor. Der Stoff kommt jedoch zu Beginn der Wertschöpfungskette als Pulver zum Einsatz. Bei Studien an Ratten, denen extrem hohe Konzentrationen an Titandioxid-Staub inhalativ verabreicht wurden, wurde eine krebserzeugende Wirkung nachgewiesen. Darauf basierend, wurde jetzt eine harmonisierte Einstufung als krebserzeugende Kategorie 1 B „Kann beim Einatmen Krebs erzeugen“ vorgeschlagen.

Wenn Sie in Ihrem Betrieb Titandioxid verarbeiten oder es beispielsweise durch Schleifen von Beschichtungen zu einer Freisetzung von Titandioxid-Staub kommen kann, sollten Sie folgende Schutzmaßnahmen treffen:

Augenschutz: Tragen Sie eine Gestellbrille mit Seitenschutz!

Handschutz: Verwenden Sie gegen mechanische Beanspruchung beschichtete Handschuhe. Benutzen Sie gerbstoffhaltige Hautschutzmittel.

Körperschutz: Tragen Sie staubdichte Schutzkleidung, wie z. B. einen Schutzanzug Typ 5.

Atemschutz: Benutzen Sie bei Grenzwertüberschreitung eine Voll- oder Halbmaske bzw. eine filtrierende Halbmaske mit Partikelfilter P2 (weiß).

Mein Hinweis: Bislang gibt es für Titandioxid keinen eigenen Arbeitsplatzgrenzwert. Daher haben Sie bei der Gefährdungsbeurteilung den Allgemeinen Staubgrenzwert zu berücksichtigen. Er setzt sich aus den Grenzwerten für die alveolengängige Fraktion (A-Staub) von 1,25 mg/m³ und die einatembare Fraktion (E-Staub) 10 mg/m³ zusammen.

Autor: Gabriele Janssen

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