• 0228 / 95 50 160

Die neuen MAK-Werte für 2018 liegen vor

MAK-Werte

Die Maximalen Arbeitsplatz-Konzentrationen (MAK-Werte) und Biologischen Arbeitsstoff-Toleranzwerte (BAT-Werte) sind wichtige Kenngrößen für die Gefährdungsbeurteilung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen. Neue Grenzwert-Vorschläge werden von der Ständigen Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe (MAK-Kommission) erarbeitet und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales übergeben.

MAK-Werte sind Luftgrenzwerte für flüchtige Chemikalien und für Stäube. Sie werden gemeinsam mit BAT-Werten in einer Liste veröffentlicht. Sofern die dort aufgeführten Stoffe krebserzeugende, keimzellmutagene, sensibilisierende, hautresorptive und die Schwangerschaft beeinträchtigende Eigenschaften aufweisen, ist dies auch in der Liste vermerkt.Die Einhaltung der BAT-Werte wird durch den Betriebsarzt anhand von biologischem Material, wie Blut und Urin, geprüft. Bei einer Überschreitung der Grenzwerte ist klar: Die Qualität der Schutzmaßnahmen muss dringend geprüft werden.

MAK-Werte & BAT-Werte sind Orientierungshilfen

Wer schon einige Jahre im Arbeitsschutz aktiv ist, wird sich vielleicht über dies Meldung neuer MAK-Werte wundern. Denn sowohl der

  • MAK-Wert = Maximale Arbeitsplatz-Konzentration für flüchtige Chemikalien und Stäube wie auch der
  • BAT-Wert = Biologischer Arbeitsstoff-Toleranzwert

gelten als veraltet. Sie wurden in der GefStoffV jedoch ersetzt durch den Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) und den Biologischen Grenzwert (BGW). Dennoch dienen MAK- und BAT-Werte weiterhin als wichtige Richtwerte zur Orientierung. Sie werden seit 2005 von der Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der DFG jedes Jahr überprüft, mit dem aktuellen Forschungsstand zu gesundheitlichen Auswirkungen abgeglichen und ggf. angepasst.

Der Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) prüft die Werte dann erneut und empfiehlt sie in der Regel zur Übernahme in die sie betreffenden Vorschriften und Regelwerke.

95 Änderungen und Neuaufnahmen – Orientierung bei der Gefährdungsbeurteilung

Besonders auffallend in der Liste der neu aufgenommen Substanzen ist ein neuer MAK-Wert für Polytetrafluorethylen (PTFE). Dieser Stoff ist auch als Teflon oder Gore bekannt, mit dem Bratpfannen beschichtet und Outdoor-Kleidung ausgestattet wird . Dass es für so eine Substanz, die im Alltag oft verwendet wird, Arbeitsplatzgrenzwerte geben soll, mag auf den ersten Blick verwundern. Doch in diesem Fall geht es um PTFE-Feinstäube, die bei der Herstellung oder Verarbeitung entstehen. Sie stellen am Arbeitsplatz ein Gesundheitsrisiko dar, da sie tief in die Lunge eindringen und dort Entzündungen und Gewebeveränderungen hervorrufen können.

Weitere neue MAK-Werte betreffen u. a. Dichloressigsäure und deren Salze, Glutarsäure und Kokosnussöl. Einige Stoffe wurden hinsichtlich ihrer Kanzerogenität (Förderung der Krebsentstehung) neu eingestuft. Ebenfalls neu sind zusätzliche Warnhinweis für bestimmte Substanzen, bei denen – neben der Inhalation – auch die Aufnahme durch die Haut eine deutliche Gefährdung der Gesundheit darstellen kann. Erstmals wurde für Aluminium im Urin ein BAR (= Biologischer Arbeitsstoff-Referenzwert) angegeben. Eine Überschreitung dieses Wertes bedeutet nicht automatisch eine Gesundheitsgefahr. Sie sollten überhöhte Werte in Ihrer Belegschaft jedoch als Anlass nehmen, die Ursache der zusätzlichen Aluminiumbelastung aufzuklären.

Sie können die neue MAK-und BAT-Werte-Liste zur Orientierung bei Ihren Gefährdungsbeurteilungen nutzen. Wenn die Stoffmengen, die als Gas, Dampf, Aerosol oder Staub in der Luft an Ihren Arbeitsplätzen auftreten, unterhalb der Werte liegen, können Sie davon ausgehen, dass auch langfristig keine Gesundheitsschäden drohen.

Download-Tipp
Nutzen Sie finanzielle Zuschüsse!
Die MAK- und BAT-Werte-Liste 2018 finden Sie unter http://shortlinks.de/13l5, eine Auflistung aller Änderungen und Neuaufnahmen 2018 unter http://shortlinks.de/4p9l.

Auch interessant:

Weitere interessante Artikel zum Thema Gefährdungsbeurteilung:

Autor: Friedhelm Kring

 

* Selbstverständlich können Sie den Sprachführer zum Thema Arbeitssicherheit auch unabhängig von einer Newsletter-Anmeldung anfordern. Schreiben Sie uns dazu bitte eine kurze E-Mail mit Link zu dieser Seite.

Copyright © 2018 Safety Xperts. Impressum | Datenschutz