Brandschutz

Wenn Berichte Panik und Angst auslösen

Wie nach allen Großbrandereignissen stürzten sich auch nach der Katastrophe in Crans-Montana die Presse sowie zahlreiche Brandschutz-„Experten“ aus aller Herren Länder auf alles, was irgendwie mit dem Brandereignis in Verbindung stehen könnte.
Oliver Kienzler

Oliver Kienzler

26.02.2026 · 1 Min Lesezeit

Nach nur einem Tag der Zurückhaltung gaben unzählige Spezialisten europaweit Statements und Fachmeinungen ab, ohne auch nur annähernd einen echten Einblick zu haben oder gar vor Ort an den tatsächlichen Ermittlungen beteiligt gewesen zu sein. Anhand von Filmen und Fotos aus dem Internet wurde eifrig recherchiert, Gesetze und Normen wurden herangezogen und anschließend spekulativ kommentiert. Das ist meiner Meinung nach ein sehr fragwürdiges Gebaren, wo doch echte Experten stets erst die Faktenlage abwarten sollten, bevor sie dann konkrete und verlässliche Schlussfolgerungen ziehen können. Doch wie so oft ging es den „Experten“ wohl eher darum, schnell Schlagzeilen, Klicks und TV-Zeit zu generieren.

Fakten statt Spekulation

Diese irritierende Art der Berichterstattung trägt meiner Meinung nach nicht zur Erhellung des Sachverhalts bei, sondern sorgte bei vielen Menschen nur für große Verunsicherung, wie man sich denn jetzt verhalten solle. „Die haben gesagt, dass Kellerräume so nicht genutzt werden dürfen.“ Oder: „Wir haben auch Deckenverkleidungen angebracht, müssen wir unser Lokal wieder umbauen?“ Das waren nur zwei von vielen Fragen, mit denen ich anschließen konfrontiert wurde. Daher mein Rat: Bevor Sie verunsichert Ihren Betrieb schließen oder schlaflose Nächte haben, wenden Sie sich an Fachleute in Ihrer Region. Fachplaner, Sachverständige und Brandschutzfachbetriebe beraten kompetent auf Basis der für Sie relevanten Gesetzeslage.

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