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17/2026 – Elektrische Geräte
17/2026 – Elektrische Geräte

Top-Thema: Sichere Elektrogeräte am Arbeitsplatz: Warum geprüft allein nicht ausreicht

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Block : Editorial

Warum Vertrauen gut, Kontrolle aber besser ist

Liebe Leserin, lieber Leser,

vor einiger Zeit erzählte mir eine Freundin, dass sie nach ihrem Einzug eine Lampe im Bad anbringen wollte. Sie nahm die Sicherung fürs Bad raus und schwang sich auf die Leiter. Ihr Vater hatte ihr beigebracht, immer mit einem Phasenprüfer vorzugehen – zum Glück! Denn der Sicherungskasten war falsch beschriftet und die Kabel, die sie aus der Wand friemelte, standen unter Strom. Nach einem lauten, hellen Knall stand sie auf ihrem kleinen Tritt und fragte sich, ob sie noch lebte. Der ein oder andere mag nun sagen: klarer Anfängerfehler. Aber 45,9 % der Stromunfälle von Elektrofachkräften passieren, weil sie die Leitung nicht auf Spannungsfreiheit geprüft haben. Dank ihrem Vater ging alles gut und die Sicherungen sind jetzt korrekt beschriftet. Diese Geschichte ist eine eindrückliche Erinnerung daran, warum die Grundregeln aus unseren Unterweisungen keine lästige Pflicht, sondern echte Lebensretter sind. Viele Grüße,

Svenja Dammasch

Svenja Dammasch

Svenja Dammasch ist seit 2004 als Sicherheitsingenieurin und freiberufliche Unternehmensberaterin im Bereich Umweltschutz und Arbeitssicherheit tätig und hat die Qualifikation zur Fachkraft für Arbeitssicherheit absolviert. „Als Arbeitsschützer mache ich keine Kompromisse, wenn es um Leib und Leben geht. Ansonsten ist die beste Strategie, um Arbeitgeber von meinen Schutzmaßnahmen zu überzeugen: Kleine Schritte gehen. Den passenden Fahrplan dafür gebe ich an meine Leser und Kunden weiter“.

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Wenn es unter dem Schreibtisch schmort – Elektrogeräte im Homeoffice
Wenn es unter dem Schreibtisch schmort – Elektrogeräte im Homeoffice

Im Betrieb ist meist klar geregelt, wie elektrische Geräte zu nutzen und zu prüfen sind. Im Homeoffice sieht das oft anders aus. Dort stehen betriebliche Arbeitsmittel plötzlich zwischen privater Mehrfachsteckdose, Teppichboden und Bücherregal. Schnell entsteht Unsicherheit: Wofür ist der Arbeitgeber verantwortlich – und was müssen Beschäftigte selbst beachten? Sorgen Sie mit Ihrer Unterweisung für Klarheit.

88 % – warum gefährlicher Strom oft aus der normalen Steckdose kommt
88 % – warum gefährlicher Strom oft aus der normalen Steckdose kommt

Bei Stromunfällen denken viele Beschäftigte zuerst an Hochspannungsmasten, Schaltschränke oder große elektrische Anlagen. Die Statistik zeigt jedoch: Das Risiko steckt viel häufiger dort, wo es harmlos aussieht. Laut DGUV ereignen sich rund 88 % der gemeldeten beruflichen Stromunfälle im Niederspannungsbereich.

Machen Sie sichtbar, was häufig untergeht
Machen Sie sichtbar, was häufig untergeht

Elektrische Geräte gehören überall zum Alltag. Gerade deshalb werden viele Risiken kaum noch bewusst wahrgenommen: Das Ladegerät bleibt dauerhaft eingesteckt, die Mehrfachsteckdose liegt unter Papierstapeln, das beschädigte Kabel „funktioniert ja noch“ und private Geräte werden selbstverständlich mitgebracht und genutzt. Viele dieser Situationen wirken harmlos, bis tatsächlich etwas passiert.

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