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Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz aktuell PREMIUM
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KW 35/2026
KW 35/2026

Top-Thema: Prüfplakette klebt und doch unsicher? Befähigen Sie Beschäftigte, für jede Arbeitsumgebung das geeignete Elektrogerät zu wählen.

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Block : Editorial

Warum Vertrauen gut, Kontrolle aber besser ist

Liebe Leserin, lieber Leser,

vor einiger Zeit erzählte mir eine Freundin, dass sie nach ihrem Einzug eine Lampe im Bad anbringen wollte. Sie nahm die Sicherung fürs Bad raus und schwang sich auf die Leiter. Ihr Vater hatte ihr beigebracht, immer mit einem Phasenprüfer vorzugehen – zum Glück! Denn der Sicherungskasten war falsch beschriftet und die Kabel, die sie aus der Wand friemelte, standen unter Strom. Nach einem lauten, hellen Knall stand sie auf ihrem kleinen Tritt und fragte sich, ob sie noch lebte. Der ein oder andere mag nun sagen: klarer Anfängerfehler. Aber 45,9 % der Stromunfälle von Elektrofachkräften passieren, weil sie die Leitung nicht auf Spannungsfreiheit geprüft haben. Dank ihrem Vater ging alles gut und die Sicherungen sind jetzt korrekt beschriftet. Diese Geschichte ist eine eindrückliche Erinnerung daran, warum die Grundregeln aus unseren Unterweisungen keine lästige Pflicht, sondern echte Lebensretter sind. Viele Grüße,

Svenja Dammasch

Rafael de la Roza

Rafael de la Roza war viele Jahre in führenden Funktionen bei Zertifizierungsorganisationen für Produkte und Systeme tätig, bevor er sich 2002 als Berater für Produktzertifizierungen und Qualitätsmanagementsysteme selbstständig machte. Als Fachautor und Chefredakteur gibt er sein Wissen in verschiedenen Publikationen zur Arbeitssicherheit weiter. Der Pragmatiker: „Fachchinesisch ist mir fremd, damit ist niemandem geholfen.“ Rafael de la Roza versteht es, komplizierte Sachverhalte leicht verständlich auf den Punkt zu bringen, so dass der Praktiker vor Ort Maßnahmen schnell umsetzen kann.

✉ redaktion@safetyxperts.de

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Wenn es unter dem Schreibtisch schmort – Elektrogeräte im Homeoffice
Wenn es unter dem Schreibtisch schmort – Elektrogeräte im Homeoffice

Im Betrieb ist meist klar geregelt, wie elektrische Geräte zu nutzen und zu prüfen sind. Im Homeoffice sieht das oft anders aus. Dort stehen betriebliche Arbeitsmittel plötzlich zwischen privater Mehrfachsteckdose, Teppichboden und Bücherregal. Schnell entsteht Unsicherheit: Wofür ist der Arbeitgeber verantwortlich – und was müssen Beschäftigte selbst beachten? Sorgen Sie mit Ihrer Unterweisung für Klarheit.

88 % – warum gefährlicher Strom oft aus der normalen Steckdose kommt
88 % – warum gefährlicher Strom oft aus der normalen Steckdose kommt

Bei Stromunfällen denken viele Beschäftigte zuerst an Hochspannungsmasten, Schaltschränke oder große elektrische Anlagen. Die Statistik zeigt jedoch: Das Risiko steckt viel häufiger dort, wo es harmlos aussieht. Laut DGUV ereignen sich rund 88 % der gemeldeten beruflichen Stromunfälle im Niederspannungsbereich.

Machen Sie sichtbar, was häufig untergeht
Machen Sie sichtbar, was häufig untergeht

Elektrische Geräte gehören überall zum Alltag. Gerade deshalb werden viele Risiken kaum noch bewusst wahrgenommen: Das Ladegerät bleibt dauerhaft eingesteckt, die Mehrfachsteckdose liegt unter Papierstapeln, das beschädigte Kabel „funktioniert ja noch“ und private Geräte werden selbstverständlich mitgebracht und genutzt. Viele dieser Situationen wirken harmlos, bis tatsächlich etwas passiert.

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