Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz aktuell - Schweiz 27.03.2026

KW 13-14/2026

Top-Thema: Achtung, Gefahrstoffhavarie! So bereiten Sie alle Betriebsangehörigen auf die Ausnahmesituation vor.

Svenja DammaschDr. Robert Kaufmann
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„Das schaffen wir nicht allein!“ – Die Zusammenarbeit mit externen Einsatzkräften
Wenn ein Ereignis sich zur Krise entwickelt, kommen in der Regel externe Einsatzkräfte ins Spiel. Behörden sind zu informieren und Maßnahmen abzustimmen. Damit in solchen Situationen interne und externe Kräfte effizient Hand in Hand arbeiten können, ist einiges an Vorarbeit erforderlich. Nutzen Sie die Unterweisung, um Führungskräfte bei der Entwicklung von Strategien für die Krise zu unterstützen.
Herausforderungen der Krisenkommunikation
Dos and Don’ts: So unterweisen Sie zu den Herausforderungen moderner Krisenkommunikation. Ein Brand, ein Unfall, ein Gefahrstoffaustritt – und die erste Info landet nicht bei der Führungskraft, sondern auf Instagram. So sieht Krisenkommunikation heute oft aus. Deshalb ist es wichtiger denn je, dass Führungskräfte vorbereitet sind und Beschäftigte wissen, was erlaubt ist und was nicht.
Digitale Gewalt am Arbeitsplatz: Was tun, wenn auch Ihre Mitarbeitenden betroffen sind?
Neue Technologien schaffen neue Chancen, bergen aber auch die Gefahr neuer Risiken, speziell am Arbeitsplatz. Dass viele Menschen im Internet alle Hemmungen verlieren und ungefiltert schumpfen, beleidigen oder Gewalt androhen, ist eine der negativen Folgen der Digitalisierung. Dabei muss digitale Gewalt beim Schaffen nicht aus dem Unternehmen selbst kommen. An Arbeitsplätzen mit Publikumsverkehr oder in bestimmten Berufsgruppen werden Mitarbeitende zunehmend auch digital von fremden Dritten, wie Besuchenden oder Kundschaft, belästigt oder bedroht. Betriebe müssen Betroffene ebenso unterstützen wie bei realen Gewalterlebnissen.
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Solardächer: So verhindern Sie Unfälle bei Montage und Instandhaltung
In der Schweiz gibt es rund 300´000 Photovoltaikanlagen. Wurden sie als Solardächer ausgeführt, benötigen die Beschäftigten, die mit ihrer Montage, Wartung oder Reparatur beauftragt sind, beim Schaffen spezielle Schutzmassnahmen – schliesslich sind mehr als 6 % der jährlich rund 250´000 anerkannten Berufsunfälle auf Abstürze zurückzuführen.
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Unfälle durch Störlichtbögen: Die richtige Schutzkleidung vermindert die Folgen
Störlichtbögen sind bei Arbeiten an elektrischen Anlagen nie ganz auszuschliessen, denn nicht immer kann man den Strom einfach abstellen – z. B. bei öffentlichen Energieversorgungsnetzen. Zum Glück sind sie nicht sehr häufig. Oft tragen die Verunfallten aber schwere Verbrennungen davon – langwierige Heilbehandlungen und monatelange Absenzen vom Arbeitsplatz sind die Folge. Mit der richtigen Schutzkleidung könnten viele dieser Unfälle glimpflicher ausgehen.
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 Wenn’s knallt, schmeckt oder ausläuft – wie Sie Beschäftigte auf eine Havarie vorbereiten
Ein geplatzter Schlauch, ein umgestürzter IBC (Intermediate Bulk Container), eine undichte Muffe: Solche Havarien gibt es immer wieder – und bei Gefahrstoffen herrscht Risiko! Wer jetzt falsch reagiert, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch Mitarbeitende, Dritte und die Umwelt. Umso wichtiger ist, Beschäftigte im Vorhinein zu schulen, wie sie sich im Ernstfall richtig verhalten. Eins wird dabei schnell klar: Die Instruktion zu Gefahrstoffhavarien ist alles andere als Routine.
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„Welche Farbe sollten Betriebsanweisungen für die Arbeit mit Biostoffen haben?“
Frage: „Ich wurde mit der Erstellung von Betriebsanweisungen beauftragt. Die vorhandenen Exemplare für Maschinen sind blau, die für Gefahrstoffe orange. Ist für Tätigkeiten mit Biostoffen eine Farbe vorgeschrieben?“ Dr. Robert […]
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Bildschirmarbeit als Dauerstress für Augen
Bei der Bewertung von Homeoffice-Arbeitsplätzen richten wir den Blick häufig auf Muskel-Skelett-Belastungen infolge mangelnder Ergonomie. Aktuelle Daten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zeigen jedoch, dass auch Augenbeschwerden bei Bildschirmarbeit gerade im Homeoffice ein relevantes Gesundheitsproblem sind.
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Gesunde und sichere Arbeit: Nicht nur Benefit, sondern auch ein echter Attraktivitätsfaktor
Seit Jahren steigen die krankheitsbedingten Ausfalltage, viele Betriebe kämpfen mit Fluktuation und Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung. Schnell wird ein Obstkorb aufgestellt, um die Zufriedenheit zu erhöhen – meist mit wenig Erfolg. Dabei ist der Ansatz grundsätzlich richtig: Der neue iga.Report 49 (Januar 2026) zeigt, dass die Arbeitgeberattraktivität nicht allein durch Gehalt oder Karrierepfade entsteht. Auch Maßnahmen im Arbeitsschutz und im BGM tragen dazu bei, dass Arbeitgeber als glaubwürdig und werteorientiert wahrgenommen werden. Entscheidend ist die Qualität der Maßnahmen.

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