Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz aktuell  25.11.2025

KW 47-48/2025

Top-Thema: Wenn alles blinkt, ploppt und hupt – Warum die Informationsflut in Büro und Produktion ein Risiko darstellt und was Sie dagegen tun können.

Svenja Dammasch
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Verborgenes Risiko – wenn gespeicherte Energie zur Unfallquelle wird
In vielen Betrieben ist das sichere Abschalten von Maschinen und Anlagen vor Reparatur- und Wartungsarbeiten mittlerweile Routine: Elektrische Energie wird abgeschaltet, der Hauptschalter gesichert, Kontrollleuchten geprüft. Doch ein oft vegessener Risikofaktor bleibt: In vielen Systemen sind noch Energien gespeichert und die entladen sich oft genau dann, wenn niemand damit rechnet – mit zerstörerischer Energie. Gespeicherte Energien sind für die Beschäftigten nicht wahrnehmbar, daher ist die Gefährdungsbeurteilung besonders wichtig.
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Wenn zu viel blinkt, piept und aufploppt – wie weniger Information die Sicherheit erhöht
In deutschen Betrieben hat sich die Art der Informationsverarbeitung grundlegend verändert. Was früher per Handzettel oder schwarzem Brett kommuniziert wurde, kommt heute in Sekundenschnelle per Mail, Chat, Software-Tool oder App. Doch diese Geschwindigkeit hat ihren Preis: Informationsflut. Ein Begriff, der harmlos klingt, aber täglich für Frust, Fehler und Überforderung sorgt. Die zunehmend ungesunde Informationsdichte wirkt sich auf die Leistungsfähigkeit und Gesundheit der Beschäftigten aus. Denn wenn alles blinkt und hupt, ist oft nicht mehr klar, was wirklich wichtig ist.
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Zukünftig weniger Sicherheitsbeauftragte? – Welche Fragen sich jetzt für Betriebe stellen
Mitte Oktober veröffentlichte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales den Plan, im Rahmen des Bürokratieabbaus die Pflicht zur Bestellung von Sicherheitsbeauftragten (SiBe) zu lockern. Ziel der geplanten Reform ist es, kleine und mittlere Unternehmen zu entlasten, bestehende Regelungen zu vereinfachen und den Arbeitsschutz auf seine „Kernaufgaben“ zu konzentrieren. Doch welche Auswirkungen hätte ein Wegfall von SiBe für den Arbeitsschutz im Unternehmen?
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„Wie oft müssen Evakuierungsübungen durchgeführt werden?“
Frage: „Bei uns im Betrieb ist die Frage aufgekommen, wie oft Evakuierungsübungen durchzuführen sind, da dies ja doch recht aufwändig ist.“ Antwort: Eine konkrete rechtliche Vorgabe zur Häufigkeit von Evakuierungsübungen […]
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Mehr wissen, besser steuern – 3 Kennzahlen für einen wirksameren Arbeitsschutz
Zum Jahresende hin lohnt sich der Blick zurück: Was haben wir in diesem Jahr geschafft? Doch wer Sicherheit und Gesundheit im Betrieb wirklich voranbringen will, sollte auch wirksame, zukunftsorientierte Kennzahlen im Blick haben. Drei davon stellen wir Ihnen hier vor – als Impuls zur Reflexion und zur Weiterentwicklung.
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Kollege Bot? – Wie Chatbots im Arbeitsschutz entlasten können
Chatbots sind längst nicht mehr nur digitale Spielerei – sie entwickeln sich zunehmend zu wertvollen Assistenten im Arbeitsalltag. Auch bei Themen aus dem Arbeits- und Gesundheitsschutz könnten Chatbots bald eine unterstützende Rolle spielen und damit letztlich auch die Aufgabenstellung für Sifas verändern. Wichtig für Sifas ist daher, sich aktiv mit den Chancen und Risiken dieses Trends auseinanderzusetzen.
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Arbeit am Limit – wenn Beschäftigte beginnen, die eigene Arbeitsleistung zu tunen
Was tun Menschen, wenn der Arbeitsalltag zu viel wird? Eine aktuelle Trendanalyse des Instituts für Arbeitsschutz (IFA) zeigt: Immer mehr Beschäftigte setzen auf Selbstoptimierung – mit teils überraschenden, teils bedenklichen Methoden. Zwischen Vitamin-Shots, Biohacking und Mikrodosierung verschwimmt die Grenze zwischen Gesundheitsförderung und Leistungszwang. Der Wunsch, den eigenen Anforderungen gerecht zu werden, wird zum täglichen Spagat. Und der bleibt nicht ohne Folgen – für die Gesundheit der Beschäftigten ebenso wie für die Sicherheit im Betrieb.
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Arbeitshilfen

  • Klar Schiff bis Silvester – Ihre Jahresend-Checkliste für den Arbeitsschutz