Beginnen Sie bei der Gefährdungsbeurteilung nicht mit Maßnahmen, sondern mit der sauberen Beschreibung des Arbeitsprozesses. Nur dann beurteilen Sie Risiken belastbar und vermeiden „Standard-Gefährdungsbeurteilungen“, die in der Praxis nicht greifen. Klären Sie zuerst diese Eckdaten:
- Welche Schweißverfahren kommen zum Einsatz (Lichtbogenschweißen, MIG/MAG, WIG, Autogen, Plasmaschneiden, Brennschneiden, Punktschweißen etc.)?
- Wie häufig und wie lange wird geschweißt/geschnitten (Serienprozess, Instandhaltung, sporadische Arbeiten)?
- Wo findet die Tätigkeit statt (Schweißkabine, Montagehalle, Baustelle, Tank/Behälter, enge Räume)?
- Wer ist beteiligt bzw. kann betroffen sein (Schweißer, Helfer, Staplerfahrer, Reinigung, Fremdfirmen)?
- Welche Werkstoffe werden bearbeitet (unlegierter Stahl, Edelstahl, verzinkte Teile, beschichtete Werkstücke, Aluminium, Sonderwerkstoffe)?
- Welche Randbedingungen existieren (Zugluft, Raumhöhe, brennbare Stoffe, Verkehrswege, Fluchtwege, Brandschutzkonzept)?
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- passende Schutzmaßnahmen im Betrieb umzusetzen
- die Wirksamkeit der Maßnahmen zu überprüfen und rechtssicher zu dokumentieren
