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„Gender-Gap“ bei psychischer Belastung steigt: Frauen sind immer stärker betroffen

In den letzten Jahren ist bei der psychischen Belastung am Arbeitsplatz aufgefallen, dass Frauen unverhältnismäßig stärker betroffen waren – man spricht hier von der „Gender-Gap“, der Lücke zwischen den Geschlechtern. Die aktuellen Daten des Psychoreports 2025 der DAK-Gesundheit zeigen wieder, dass Frauen im Jahr 2024 deutlich mehr Fehltage durch psychische Erkrankungen hatten, und dies bleibt natürlich nicht ohne Folgen für den betrieblichen Arbeitsschutz. Drei Konsequenzen sind mir als Experte für den psychischen Arbeitsschutz dabei besonders wichtig. (JL)
Jürgen Loga

Jürgen Loga

26.07.2025 · 1 Min Lesezeit

Die Zahlen sprechen für sich

Im Jahr 2024 verzeichneten Frauen im Schnitt 431 Fehltage pro 100 Versicherte, Männer lediglich 266. Bei Frauen sind es also fast 62 % mehr! Dabei waren Depressionen die Hauptursache: Frauen erkrankten im Jahr 2024 nämlich durchschnittlich 233 Tage pro 100 Versicherte an Depressionen, Männer dagegen nur 140 Tage. Dabei betrug die durchschnittliche Dauer bei psychischen Erkrankungen 32,9 Tage, mit minimalem Rückgang zum Vorjahr. Gleichzeitig nahmen kurze Ausfallzeiten (1–3 Tage) um 6,3 %, lange Ausfälle (>42 Tage) um 2,5 % ab.

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