Leserfragen

Reduzierringe bei Kreissägeblättern: <br>Wirklich kein Risiko?

Julius R., Reutlingen: „Unser Unternehmen beschafft aus Kostengründen Kreissägeblätter mit einer einheitlichen Bohrung (meist 30 mm). Je nach Maschine werden mitgelieferte Reduzierringe genutzt, um die Blätter auf kleinere Wellen (z. B. 16 oder 20 mm) anzupassen. Diese Ringe liegen den Sägeblättern lose bei und werden von den Beschäftigten selbst eingesetzt. Eine Unterweisung oder schriftliche Arbeitsanweisung zu diesem Thema gibt es nicht, da man davon ausgeht, dass hier keine Risiken bestehen. Ist dieses Vorgehen aus Sicht des Arbeitsschutzes in Ordnung?“
Werner Böcker

Werner Böcker

28.08.2025 · 1 Min Lesezeit

Werner Böcker: Vielen Dank für Ihre wichtige Frage, die häufig unterschätzt wird. Tatsächlich bestehen bei der Verwendung von Reduzierringen erhebliche Risiken, wenn diese nicht korrekt eingesetzt oder nicht unterwiesen werden. Die Reduzierringe haben die Aufgabe, das Sägeblatt auf der Welle zentriert zu fixieren. Lose beigelegte Reduzierringe ohne Presspassung sind jedoch nur dann geeignet, wenn die Flansche der Maschine den inneren Bereich der Bohrung (mit Ring) vollständig und sicher mitklemmen. Ist das nicht der Fall – und das ist bei vielen Maschinen mit großen Flanschen so –, können lose Ringe beim Montieren verrutschen oder herausfallen. Die Folge: Das Blatt läuft unruhig, kann starke Vibrationen verursachen oder im schlimmsten Fall brechen. Ich empfehle Ihnen daher dringend:

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