Gefährdungsbeurteilung Plus  08.08.2025

Umgang mit Gewalt – 09-2025

Uta FuchsJürgen LogaWerner Böcker
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„Gender-Gap“ bei psychischer Belastung steigt: Frauen sind immer stärker betroffen
In den letzten Jahren ist bei der psychischen Belastung am Arbeitsplatz aufgefallen, dass Frauen unverhältnismäßig stärker betroffen waren – man spricht hier von der „Gender-Gap“, der Lücke zwischen den Geschlechtern. Die aktuellen Daten des Psychoreports 2025 der DAK-Gesundheit zeigen wieder, dass Frauen im Jahr 2024 deutlich mehr Fehltage durch psychische Erkrankungen hatten, und dies bleibt natürlich nicht ohne Folgen für den betrieblichen Arbeitsschutz. Drei Konsequenzen sind mir als Experte für den psychischen Arbeitsschutz dabei besonders wichtig. (JL)
DGUV-Vorschrift 2 – diese neuen Anforderungen gelten ab diesem Jahr
Zum Jahresbeginn 2025 ist die überarbeitete DGUV-Vorschrift 2 in Kraft getreten. Viele Betriebe haben die Änderungen bislang nur am Rande wahrgenommen, doch ein genauer Blick darauf lohnt auf jeden Fall. Wir liefern Ihnen deshalb einen kompakten Überblick – als praktischen Nachschlag für Ihre Beratungspraxis.(WB)
Gewalt im Betrieb – erkennen, verhindern, vorbeugen
Wütende Kunden, aggressive Patienten, Konflikte im Kollegenkreis: Gewalt im Arbeitsumfeld ist längst keine Seltenheit mehr. Doch oft wird sie unterschätzt oder erst dann ernst genommen, wenn es eskaliert. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Gewaltquellen frühzeitig erkennen, Eskalationen verhindern und durch geeignete Schulungen sowie technische Maßnahmen für mehr Sicherheit sorgen. (WB)
Psychische Belastung
Wie Führungsarbeit psychische Belastungen reduziert
In meiner langjährigen Tätigkeit als Auditor für psychischen Arbeitsschutz wurde meine Einschätzung immer wieder bestätigt: Führungskräfte tragen die zentrale Verantwortung für die Entwicklung der psychischen Gesundheit im Team. Studien der DAK und Techniker Krankenkasse belegen in der Tat, dass sie maßgeblich beeinflussen, ob Mitarbeiter Belastungen als kontrollierbar erleben oder ob diese Belastungen in belastende Beanspruchungen umschlagen. (JL)
„Feedback gehört zu unserer DNA“
Wenn ein Großteil der Mitarbeiter verstreut im Land arbeitet, wird die Gefährdungsbeurteilung zu einer besonderen Herausforderung. Bei der crossnative GmbH haben die Verantwortlichen einen Weg gefunden, mit den Beschäftigten im ständigen Dialog zu bleiben – auch über psychische Belastungen. Fachjournalistin Uta Fuchs im Gespräch mit Nicole Cichocki. (UF)
Überstunden – das stille Warnsignal für eine gefährliche Entwicklung
Überstunden sind in vielen Unternehmen Alltag. Statt Ausnahme sind sie zur Regel geworden – mal als stillschweigendes Arrangement, mal sogar als erwartete Bereitschaft. Doch was vordergründig nach Engagement aussieht, ist in Wahrheit ein Warnsignal. Denn jede Überstunde zeigt: Die normale Arbeitszeit reicht nicht aus, um das Arbeitspensum zu bewältigen. Warum Mehrarbeit oft nur das sichtbare Symptom tiefer liegender Probleme ist und was Sie als Sifa tun können, lesen Sie in diesem Beitrag. (WB)
„Müssen wir wirklich jeden Zwischenfall melden und dokumentieren?“
Reinhard K, Bitterfeld: „In unserem Betrieb gibt es gelegentlich lautstarke Diskussionen mit Kunden – manchmal auch Beschimpfungen oder aggressive Bemerkungen gegenüber Mitarbeitenden. Körperliche Angriffe hat es bisher nicht gegeben. Müssen wir solche Situationen wirklich alle dokumentieren oder gilt das erst, wenn etwas passiert?“
„Was tun, wenn die Geschäftsleitung nach dem Helikopter-Prinzip das Unternehmen leitet?“
Isolde R. Stuttgart: „Unsere Geschäftsleitung kommuniziert wenig und kümmert sich kaum um die Abläufe und Belange der Belegschaft. Manchmal, in der Regel nach einem Vorkommnis, erscheint sie allerdings spontan in einer Abteilung, wirbelt eine Menge Staub auf und verschwindet wieder, ohne dass es zu Lösungen kommt. Es sind alle damit sehr unzufrieden und es gibt viel Frust in der Belegschaft. Was würden Sie in diesem Fall tun?“

Arbeitshilfen

  • Mustergefährdungsbeurteilung: Umgang mit Gewalt