Unterweisung Plus 27.04.2025

Digitale Ablenkung – 10/2025

Top-Thema: Macht das Smartphone blöd? Warum selbst ein ausgeschaltetes
Handy in Sichtweite die Aufmerksamkeit
beeinträchtigt.

Svenja DammaschWerner Böcker
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Auf Verkehrswegen heißt es: Hände weg vom Smartphone!
Smartphones sind ständige Begleiter – auch im beruflichen Alltag. Sie erleichtern die Kommunikation, sorgen für schnelle Reaktionen und ersetzen oft den klassischen Arbeitsplatz. Doch die mobile Erreichbarkeit birgt auch Risiken. Wenn Beschäftigte ihr Handy in Situationen nutzen, die ihre volle Aufmerksamkeit erfordern, kann das fatale Folgen haben. Ein aktueller Fall zeigt, wie gefährlich ein kurzer Blick aufs Display sein kann.
Rechtliches
53 – so viele Male schauen Menschen im Schnitt pro Tag auf ihr Smartphone
Erinnern Sie sich noch an Zeiten, in denen das Telefon über eine Schnur mit der Telefondose verbunden war? Damals hat man damit telefoniert, heute ist das Smartphone für viele Menschen die Verbindung zur Lebenswelt. Es wird telefoniert, Nachrichten oder E-Mails abgerufen, Termine verwaltet und vieles mehr. Die Neugier auf neue Nachrichten lässt den Blick immer wieder zum Bildschirm schweifen – auch während der Arbeit.
Ablenkung? So spüren Ihre Teilnehmenden die Folgen am eigenen Leib!
Wie sehr beeinträchtigen Smartphones und andere Ablenkungen die Aufmerksamkeit wirklich? Theorie allein reicht nicht – lassen Sie Ihre Teilnehmenden es selbst erleben! Mit diesen praktischen Übungen zeigen Sie eindrucksvoll, warum Ablenkung eine echte Gefahr ist und warum volle Konzentration am Arbeitsplatz entscheidend bleibt.
Interessante Zahlen und Fakten zum Thema Ablenkung
Ob in der Produktion, auf der Baustelle, im Lager oder im Büro – wer nicht voll bei der Sache ist, riskiert Unfälle mit schweren Folgen und beeinträchtigt zudem die Qualität seiner Arbeit. Die folgenden Zahlen und Fakten demonstrieren Ihren Teilnehmenden anschaulich, wie beeinträchtigend Ablenkungen für unsere Arbeitssicherheit sind.
Digitale Ablenkung im Büro – ständige Erreichbarkeit kann krank machen
Während die Ablenkung durch Smartphone & Co. in gewerblichen Bereichen vor allem Unfallgefahren birgt, führt die ständige Erreichbarkeit im Büroalltag zu digitalem Stress. Beschäftigte haben das Gefühl, kaum noch Zeit für ihre eigentliche Arbeit zu haben. Besonders im Homeoffice verschwimmen durch die digitalen Fesseln die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben. Doch wie können Beschäftigte digitalen Stress reduzieren und gesund arbeiten?
Ihr Leitfaden für Ihre Unterweisung zum Thema Ablenkung durch Smartphones & Co.
Eine PowerPoint-Präsentation ist das ideale Kerndokument für Ihre Unterweisung. Ihre Teilnehmenden haben immer die wichtigsten Informationen vor Augen. Außerdem haben Sie einen roten Faden, der Sie durch die Unterweisung führt und sicherstellt, dass Sie keine wichtigen Aspekte vergessen. Gerade, wenn Sie noch nicht viel Erfahrung haben, ist das eine unschätzbare Hilfe. Doch eine ansprechende Präsentation zu erstellen ist eine recht zeitaufwendige Arbeit und deshalb haben wir Ihnen diese Aufgabe abgenommen. Sie müssen bzw. können die Präsentation nur noch individuell anpassen.
Warum der ständige Blick aufs Handy deutliche Auswirkungen auf die Arbeit hat
Wenn es um die Nutzung privater Handys am Arbeitsplatz geht, driften die Wünsche von Beschäftigten und Führungskräften oft auseinander. Während Letztere wertvolle Arbeitszeit verschwendet wähnen, haben die Beschäftigten das Gefühl, dass sich die Firma zu sehr ins Privatleben einmischt. Sprechen Führungskräfte das Thema Handynutzung an, halten Beschäftigte dies oft für übertrieben – schließlich haben sie doch nur ganz kurz aufs Handy geschaut. Was viele Beschäftigte nicht wissen: Schon die Anwesenheit des Smartphones hat einen Einfluss auf die Konzentration.
Digitale Ablenkung im Straßenverkehr – auch mit Freisprecheinrichtung kritisch
Eine besonders spannende Zielgruppe, wenn es um die Gefahr der Ablenkung durch digitale Medien geht, ist die Gruppe derer, die beruflich viel fahren – sei es die Lkw-Fahrerin, der Außendienstmitarbeiter oder das Service-Team. Dass das Smartphone während der Fahrt nichts am Ohr zu suchen hat, sollte eigentlich klar sein. Dass jedoch auch das Telefonieren mit der Freisprecheinrichtung unfallträchtig ist, wird gerne ausgeblendet und sollte daher in jeder Unterweisung für Vielfahrende Thema sein.
Arbeitgebender darf private Handynutzung am Arbeitsplatz verbieten
Arbeitgebende dürfen über ihr Direktionsrecht ihren Mitarbeitenden die private Handynutzung während der Arbeitszeit untersagen. Sie müssen dabei nicht mal das Betriebsratsgremium beteiligen. So hat es das Bundesarbeitsgericht in Erfurt entschieden (BAG vom 17.10.2023, Az. 1 ABR 24/22). Meiner Meinung nach sollten Arbeitgebende, unabhängig vom Bestehen eines Betriebratsgremiums, von dieser Befugnis auf jeden Fall Gebrauch machen.

Arbeitshilfen

  • Quiz zum Thema „Digitale Ablenkung“
  • Präsentation zum Thema „Digitale Ablenkung“