Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz aktuell PREMIUM 05.08.2026

KW 33/2026

Top-Thema: Unterstützen statt Rätseln! Zeigen Sie Führungskräften, wann und wie sie bei Verdacht auf psychische Probleme handeln müssen.

Svenja DammaschWerner Böcker
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Leistungsstark bis zum Zusammenbruch – der Trugschluss der unendlichen Belastbarkeit
Psychische Krisen treffen keineswegs nur Beschäftigte, die ohnehin unsicher oder weniger belastbar wirken. Im Gegenteil: Häufig geraten gerade diejenigen in die Risikozone, die Führungskräfte als ihre „Allzweckwaffen“ schätzen – die Zuverlässigen, die Engagierten, die Leistungsträger. Hier liegt eine gefährliche Falle: Überengagement wird im Führungsalltag schnell mit mentaler Stabilität verwechselt. Wer nie „Nein“ sagt, ist aber nicht automatisch unbegrenzt belastbar. Vielleicht zieht diese Person einfach nur keine Grenzen. Und genau das kann auf Dauer fatal werden.
40 % – psychisch krank, dauerhaft raus?
Mehr als 40 % aller neuen Erwerbsminderungsrenten entfielen 2024 auf psychische Störungen. Diese Zahl zeigt, wie gravierend die Folgen psychischer Erkrankungen für das Arbeitsleben inzwischen sein können.
Veränderungen wahrnehmen – respektvoll reagieren
Psychische Belastungen oder Erkrankungen zeigen sich im Arbeitsalltag oft nicht sofort eindeutig. Häufig fallen zunächst nur Veränderungen im Verhalten auf: Eine sonst zuverlässige Kollegin wirkt plötzlich gereizt, ein Mitarbeiter zieht sich immer stärker zurück oder es häufen sich Fehler und Missverständnisse. Gleichzeitig entsteht im Team oft Unsicherheit: Darf ich das überhaupt ansprechen? Übertreibe ich vielleicht? Und wie reagieren wir, ohne jemanden auszugrenzen oder zu bevormunden?
Psychische Erkrankungen: Zahlen, die viele überraschen
Psychische Belastungen werden im Arbeitsalltag häufig unterschätzt. Die Zahlen zeigen jedoch deutlich, welche Auswirkungen psychische Erkrankungen inzwischen auf Betriebe und Beschäftigte haben.
Psychisch belastet oder psychisch erkrankt? – Eine wichtige Unterscheidung im Betrieb
In vielen Betrieben werden viele Begrifflichkeiten rund um das Thema Psyche durcheinandergeworfen: psychische Belastung, Überlastung, Erkrankung, Leistungsfähigkeit und Fürsorge. Nutzen Sie die Unterweisung, um die verschiedenen Begriffe klar abzugrenzen, damit jeder weiß, wovon die Rede ist.
Psychisch Erkrankte verdienen Fürsorge
Psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz sind längst kein Randthema mehr. Für Arbeitgeber ergeben sich daraus nicht nur organisatorische und soziale Herausforderungen, sondern vor allem auch konkrete rechtliche Pflichten.
Unterstützen statt rätseln: Was Führungskräfte für psychisch Erkrankte tun können
Wenn sich Beschäftigte verändern, beginnt im Betrieb schnell das große Rätselraten: Ist das nur Stress? Eine private Krise? Depression? Sucht? Überforderung? Genau hier müssen Führungskräfte aufpassen. Ihre Aufgabe ist nicht, Diagnosen zu stellen. Ihre Aufgabe ist, arbeitsbezogene Veränderungen wahrzunehmen, Sicherheit im Blick zu behalten und Unterstützung anzubieten.
Rückkehr ist kein Reset: So gelingt der Wiedereinstieg nach psychischer Erkrankung
Wer nach einer psychischen Erkrankung in den Betrieb zurückkehrt, steht Erwartungen, offenen Aufgaben, Teamdynamiken, manchmal auch Unsicherheit oder Schweigen gegenüber. Die Rückkehr wirkt von außen oft wie ein einfacher Schritt zurück in die Routine. Für die betroffene Person ist sie häufig einer der sensibelsten Punkte im ganzen Krankheitsverlauf.
Ihr Unterweisungs-Leitfaden für den Umgang mit psychisch erkrankten Beschäftigten
Laden Sie zunächst die PowerPoint-Präsentation zur Unterweisung herunter und machen Sie sich mit den Inhalten vertraut. Das Thema psychische Belastungen und Erkrankungen ist im Arbeitsalltag häufig mit Unsicherheit verbunden – sowohl bei Führungskräften als auch im Kollegenkreis. Umso wichtiger ist eine sachliche, ruhige und respektvolle Durchführung der Unterweisung.

Arbeitshilfen

  • Quiz zum Thema „Psychische Belastungen und Erkrankungen im Arbeitsalltag“