Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz aktuell PREMIUM 16.01.2026

KW 04/2026

Top-Thema: Mobbing oder kein Mobbing?Was Mobbing ausmacht und wie Beschäftigte es erkennen und die eigene Situation einordnen.

Svenja DammaschWerner BöckerMaria Markatou
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Ein Personalwechsel im Team – und auf einmal knirscht es im Gefüge
Mobbing kann viele Gesichter haben. Es reicht von psychischer Gewalt wie Beleidigungen und Demütigungen über gezielte Ausgrenzung bis hin zur Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Geschlecht oder Religion. Besonders gefährdet sind Phasen wie Einarbeitungen, Umstrukturierungen oder die Einstellung von Berufsanfängern – Situationen, in denen Unsicherheit und Konkurrenzdruck hoch sind.
Mobbing ansprechen – ohne zu spalten, aber mit Wirkung
Viele Beschäftigte erleben Mobbing indirekt: Sie sehen, wie jemand ausgegrenzt wird, sagen aber nichts. In Unterweisungen kann genau hier der entscheidende Impuls entstehen: hinsehen, verstehen und entsprechend handeln. Damit das gelingt, braucht es klare Methoden statt moralischer Appelle – und eine klare Linie zwischen Konflikt, unkollegialem Verhalten und echtem Mobbing.
Erlebe ich gerade Mobbing? Wie Beschäftigte Mobbing erkennen und einordnen
Mobbing ist kein Missverständnis und keine „raue Umgangsform“, sondern ein ernst zu nehmendes Risiko für die psychische Gesundheit. Betroffene leiden oft im Stillen – aus Angst, nicht ernst genommen zu werden. Umso wichtiger ist es, das Thema klar zu benennen und in der Unterweisung das nötige Wissen zu vermitteln: Was ist Mobbing und was eben nicht?
Warum auch ein Mobbingtagebuch oft zum Beweis des Mobbings nicht reicht
„Warum hast du denn nicht geklagt?“ – Diese Frage müssen sich Mobbingopfer oft stellen lassen. Als ob das so einfach wäre. Viele Opfer scheuen die gerichtliche Auseinandersetzung, weil sie die Demütigungen dann noch mal durchleben müssen. Eine weitere große Schwierigkeit liegt darin, dass die Opfer das Mobbing beweisen müssen. Und das gelingt leider oft nicht, wie der folgende Fall zeigt.
Wie Sie in der Unterweisung wirklich zum Reden über Mobbing ermutigen
„Melden Sie sich, wenn Sie Mobbing bemerken“ – dieser Satz fällt in fast jeder Unterweisung. Doch die Realität sieht anders aus: Viele Betroffene schweigen. Nicht, weil sie nichts erleben, sondern weil sie Angst haben. Angst vor Konsequenzen, Angst vor Stigmatisierung, Angst, nicht ernst genommen zu werden. Um mit Ihrer Unterweisung zu einer offenen Gesprächskultur beizutragen, sind einige Punkte zu beachten.
Typisch ich – typisch du? Wie gegenseitiges Verständnis Konflikten und Mobbing vorbeugt
In vielen Betrieben ist das Miteinander kollegial – meistens. Und doch passiert es immer wieder: Menschen reden schlecht übereinander, schließen andere aus oder werden laut, wenn etwas nicht nach ihrem Kopf läuft. Spätestens wenn solches Verhalten systematisch auftritt, spricht man von Mobbing. Die Folgen für die Betroffenen reichen von psychischer Belastung bis hin zur Berufsunfähigkeit. Auch für das Team und den Betrieb hat Mobbing einen hohen Preis: Die Produktivität sinkt, die Stimmung kippt, die Fluktuation steigt. Nutzen Sie die Unterweisung dafür, mehr Verständnis füreinander zu entwickeln – eine wichtige Präventionsmaßnahme.
Wie Sie das sensible Thema „Mobbing“ nachhaltig unterweisen
Nutzen Sie für Ihre Unterweisung die passende PowerPoint-Präsentation, die Sie sich im Downloadbereich herunterladen können. Die folgenden Hinweise helfen Ihnen, die Folien gezielt einzusetzen, um Diskussionen zu aktivieren und dieses heikle Arbeitsschutzthema für Ihre Beschäftigten greifbar zu machen.

Arbeitshilfen

  • Quiz zum Thema Mobbing