Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz aktuell - Schweiz 29.12.2025

KW 51-52/2025

Top-Thema: Beleidigen, drohen, … verschlagen? Bedrohungssituationen an Arbeitsplätzen mit Publikumsverkehr nehmen zu.

Dr. Robert Kaufmann
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Tatort Stolperfalle: Wie Beschäftigte unsichere Wege wiedererkennen und Stürzen vorbeugen
Ein achtlos liegengelassenes Werkzeug in der Produktion, eine offene Schublade im Büro, der frisch gewischte Fußboden im Eingangsbereich – Stolperfallen gibt es in jedem Betrieb. Doch statt sie zu beheben und so Stürzen vorzubeugen, perfektionieren viele Beschäftigte den Hindernislauf um die bekannten Unebenheiten – fast wie der Butler in „Dinner for One“, der teilweise ausgesprochen elegant über den Bärenkopf hüpft, der ihm immer wieder im Weg liegt. Nutzen Sie Checklisten, um den Teilnehmenden die betriebsblinden Augen für die vielen kleinen und großen Stolperfallen im Betrieb zu öffnen.
Arbeit am Limit – wenn Beschäftigte beginnen, die eigene Arbeitsleistung zu tunen
Was tun Menschen, wenn der Arbeitsalltag zu viel wird? Eine aktuelle Trendanalyse des Instituts für Arbeitsschutz (IFA) zeigt: Immer mehr Beschäftigte setzen auf Selbstoptimierung – mit teils überraschenden, teils bedenklichen Methoden. Zwischen Vitamin-Shots, Biohacking und Mikrodosierung verschwimmt die Grenze zwischen Gesundheitsförderung und Leistungszwang. Der Wunsch, den eigenen Anforderungen gerecht zu werden, wird zum täglichen Spagat. Und der bleibt nicht ohne Folgen – für die Gesundheit der Beschäftigten ebenso wie für die Sicherheit im Betrieb.
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Wie Sie Bedrohungssituationen an Arbeitsplätzen mit Publikumsverkehr vorbeugen
Die zunehmende Aggressionsbereitschaft in der Bevölkerung macht vor Arbeitsplätzen nicht halt. Gewalt tritt heute nicht nur in klassischen Hochrisikoberufen auf, wie z. B. bei der Polizei, sondern auch in vermeintlich sicheren Bereichen wie Arztpraxen, sozialen Einrichtungen oder Supermärkten. Als Sifa gehört es zu Ihren Aufgaben, diese Risiken zu erfassen und geeignete Schutzmaßnahmen für Ihre Kollegen zu entwickeln. Lesen Sie hier, was Sie dabei beachten sollten.
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„Was ist zu tun, wenn der beauftragte externe Winterdienst nicht erscheint?“
Frage: „Wir haben den Winterdienst für unser eigenes Betriebsgelände an einen externen Dienstleister vergeben. Was ist zu tun, wenn der nicht kommt?“ Antwort: Auch wenn ein externer Dienstleister mit dem […]
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Tabuthema Schädlinge: An welchen Arbeitsplätzen wird die Bekämpfung zum Risiko?
Als unlängst eine deutsch-türkische Familie, die in den Ferien in Istanbul war, an einer Vergiftung durch ein Schädlingsbekämpfungsmittel verstarb, war das Medienecho in ganz Europa gross. Viele Menschen trauerten mit. Sie fragen sich aber auch, wie hoch ihr eigenes Risiko ist, durch hochgiftige Chemikalien gefährdet zu werden. Für Schweizer Unternehmen gibt es strenge Regularien, die eine Gefährdung ausschliessen. Voraussetzung dafür aber ist, dass die geltenden gesetzlichen Vorgaben bekannt sind und durchgehend umgesetzt werden.
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Vorbeugende Instandhaltungsmassnahmen hätten Verbrühungen verhindern können
Ein 59-jähriger, erfahrener Fabrikarbeiter bediente eine Umschäumungsmaschine, deren Formbacken mit 105 °C heissem Wasser beheizt wurden. An einem der gebogenen Druckschläuche, durch die das Wasser floss, hatte sich neben der Armatur ein Riss gebildet. Der Riss war wegen der Schlauchummantelung zur Wärmeisolierung jedoch nicht sichtbar. Dieser Umstand wurde dem Mann zum Verhängnis.
Sturz im Treppenhaus auf dem morgendlichen Weg zur Tiefgarage – Berufsunfall oder nicht?
Der Bewohner eines Mehrfamilienhauses stürzte auf dem Weg in die Tiefgarage im Treppenhaus und verletzte sich dabei. Der Mann, der mehrere Teilzeitjobs hat und insgesamt rund 24 h pro Woche arbeitet, war sich sicher, bereits auf dem Weg zum Schaffen gewesen zu sein und wollte den Vorfall als Berufsunfall anerkennen lassen. Die Suva widersprach.