Gefährdungsbeurteilung Plus  06.03.2026

Schweißen und Schneiden

Uta FuchsWerner BöckerJürgen Loga
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Suchtmittel am Arbeitsplatz: unterschätztes Risiko mit sicherheitsrelevanten Folgen
Der Konsum von Alkohol und anderen Suchtmitteln wird im betrieblichen Arbeitsschutz häufig als Randthema wahrgenommen. Eine aktuelle Umfrage des DGUV-Infodienstes top eins zeigt jedoch, dass problematischer Konsum in vielen Betrieben bekannt ist und regelmäßig thematisiert werden muss.
Neue Kontroll-Quote greift vor allem bei Home-Office und psychischer Belastung
Erste Berichte von unseren Lesern bestätigen es: Seit 01.01.2026 gibt es einen Vollzugsdruck bei der Kontrolle des Arbeitsschutzes, denn die Bundesländer müssen jetzt jährlich mindestens 5 % der Betriebe besichtigen. Kontrolliert werden vor allem die Dokumentationen der Gefährdungsbeurteilungen und ob das Home-Office dabei berücksichtigt wird.
Gefährdungen beim Schweißen erkennen und Schutzmaßnahmen konsequent umsetzen
Schweißen und Schneiden gehören zu den Tätigkeiten mit besonders vielen, teils „unsichtbaren“ Risiken: Strahlung, Gefahrstoffe, Brand- und Explosionsgefahren, elektrische Gefährdungen und Belastungen für Beschäftigte im Umfeld. Erstellen Sie die Gefährdungsbeurteilung so, dass sie nicht beim Helm endet, sondern bereits bei der Frage beginnt, ob das Schweiß- oder Schneidverfahren überhaupt notwendig ist. Dieser Beitrag führt Sie praxisnah durch die Ermittlung typischer Gefährdungen und zeigt Ihnen wirksame Maßnahmen nach dem STOP-Prinzip – mit dem Fokus auf Umsetzung, Wirksamkeitskontrolle und Dokumentation.
Diese Personal-Kennzahlen ergänzen Ihre psychische Gefährdungsbeurteilung optimal
n den letzten Monaten ist der Krankenstand als bekannteste Personal-Kennzahl wieder Teil einer öffentlichen Debatte geworden – dabei werden in diesem Zusammenhang durchschnittlich 14,5 Krankheitstage pro Beschäftigten und Jahr genannt. Natürlich stellt sich die Frage, ob wirklich alle nur erkältet sind oder ob es Auslöser gibt, die im Attest nicht als Ursache auftauchen und die für Sie als Sifa eine Relevanz haben. Nachfolgend gebe ich Ihnen die Antwort darauf.
Psychische Belastung
„Größerer Erfolg bei frühzeitiger Intervention“
Beschäftigte und Sucht – das ist in vielen Unternehmen ein heikles Thema. Dabei ist längst geklärt, was Organisationen brauchen, um sich präventiv zu engagieren und auf riskanten Konsum angemessen und erfolgversprechend zu reagieren. Im Gespräch erklärt Dr. Elisabeth Wienemann, welche Rolle die Gefährdungsbeurteilung hier spielen kann.
Gefährdungen bewerten heißt Menschen verstehen
Gefährdungsbeurteilungen gelten als sachlich, systematisch und regelbasiert. In der Praxis sind sie jedoch immer das Ergebnis menschlicher Einschätzungen. Risiken werden nicht gemessen, sondern beurteilt – und diese Beurteilung ist in hohem Maße subjektiv. Persönlichkeit, Erfahrung, Fachwissen und Vorstellungskraft beeinflussen, welche Gefährdungen erkannt, wie sie bewertet und welche Maßnahmen für ausreichend gehalten werden. Wer diese Faktoren nicht berücksichtigt, übersieht einen zentralen Wirkmechanismus der Gefährdungsbeurteilung.
Methoden

Arbeitshilfen

  • Schweißen und Schneiden Mustergefährdungsbeurteilung