Sicherheit im Betrieb 05.10.2026

20/2026

Top-Thema: Wenn Feuer zur bedrohlichen Druckwelle wird! Lesen Sie, wie Explosionen Brände innerhalb von Sekunden dramatisch verschärfen können.

Oliver Kienzler
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Neue Gesundheitsrisiken verändern die Berufskrankheiten
Berufskrankheiten sind immer ein Ergebnis von Arbeitsbedingungen. So traten früher viel häufiger vor allem Erkrankungen durch chemische Stoffe auf. Doch Berufskrankheiten wandeln sich. Heute kommen insbesondere Hautkrebs, Langzeitfolgen von Infektionen oder psychische Belastungen zum Vorschein. Dieser Wandel zeigt sich auch in der Anpassung der Liste der Berufskrankheiten. Für Sie als Fachkraft für Arbeitssicherheit bedeutet dies, die Arbeitsbedingungen der Kollegen nicht nur heute oder in den nächsten 12 Monaten im Blick zu haben, sondern auch an die Langzeitfolgen zu denken und Prävention stärker in den Mittelpunkt zu rücken.
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„Nudging“ am Arbeitsplatz: Warum Gesundheit und Sicherheit auch „Stupser“ brauchen
In den meisten Betrieben ist sicheres und gesundes Arbeiten ein wichtiges Thema: Alle Kollegen sind geschult und unterwiesen, es gibt Angebote im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung – und trotzdem werden manchmal Sicherheitsregeln übersehen, Pausen ausgelassen oder Gesundheitsangebote immer nur von den gleichen Beschäftigten genutzt. Genau hier setzt ein Ansatz an, der in den letzten Jahren auch im Arbeits- und Gesundheitsschutz immer stärker diskutiert wird: Nudging. Gemeint sind kleine „Stupser“, die die Kollegen unterstützen sollen, sich im Alltag leichter für gesundes und sicheres Verhalten zu entscheiden. Für Sie als Arbeitsschützer und Ihren Arbeitgeber kann das ein guter Ansatz für mehr Sicherheit und Gesundheit im Betrieb sein.
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Was halten Sie von einem neuen Blockbuster zum Arbeitsschutz?
Stellen Sie sich vor, Ihre nächste Betriebsversammlung beginnt nicht mit einer trockenen PowerPoint-Präsentation, sondern mit einem Film, der Ihre Kollegen so fesselt wie ein Kinohit. Mit den richtigen Filmen werden Gesundheit und Sicherheit nicht nur zum Erlebnis, sondern auch zu einem festen Bestandteil des Arbeitsalltags.
Warum moderne Sicherheitssysteme die menschliche Skepsis nicht ersetzen können
Moderne technische Sicherheitssysteme vermitteln schnell den Eindruck, dass kritische Prozesse umfassend abgesichert sind. Automatische Überwachungen, Sensorik, digitale Assistenzsysteme oder intelligente Steuerungen erhöhen tatsächlich in vielen Bereichen die Sicherheit erheblich. Gleichzeitig entsteht jedoch ein gefährlicher Denkfehler: Je komplexer und automatisierter die Systeme werden, desto stärker verlassen sich die Menschen auf deren fehlerfreie Funktion.
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„Well prepared“: Gut vorbereitet für den Winter!
Auch wenn Deutschland und viele Nachbarländer in diesem Jahr von einer Hitzewelle nach der anderen überrollt wurden, steht in wenigen Wochen doch schon wieder der Winter vor der Tür. Eine alte Bauernregel sagt dazu: „Ist's von Petri bis Lorenzi (1. bis 10. August) heiß, dann bleibt der Winter lange weiß.“ Unabhängig davon, ob diese Regel zutrifft oder nicht, müssen wir uns als Brandschutzverantwortliche auf die kalte Jahreszeit einstellen und dafür sorgen, dass die Zufahrten und Stellflächen für die Feuerwehr auch bei Schnee und Eis erkennbar und zugänglich sind.
Explosionsgefahr bei Bränden: Wenn aus Feuer plötzlich eine Druckwelle wird
Bei Brandereignissen denken die meisten zunächst an Flammen, Rauch und Hitze. Aus Sicht des Brandschutzes gehört jedoch eine weitere Gefahr zwingend in die Risikobetrachtung: Explosionen. Auf der Nordseeinsel Sylt kam es beispielsweise am 10. August während eines Großbrandes auf der Baustelle einer Wohnanlage zu mehreren Explosionen. Fast zeitgleich wurden im schweizerischen Schaffhausen beim Brand einer leer stehenden Scheune vier Feuerwehrleute durch zwei Explosionen verletzt. Dies zeigt: Explosionen können ein Brandereignis innerhalb von Sekunden verschärfen, Bauteile zerstören und Trümmer weit umherschleudern. Gefährdet sind Beschäftigte, Bewohner und Einsatzkräfte – auch in vermeintlich sicherer Entfernung.
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Pro & Contra Löschdecke: Sinnvoll oder überschätzt?
Der Einsatz von Löschdecken wird in Brandschutzkreisen zunehmend kontrovers diskutiert. Was lange als einfaches Löschmittel für Entstehungsbrände galt, wird heute deutlich kritischer bewertet. Das Prinzip der Löschdecke ist simpel: Das Brandgut wird abgedeckt, die Sauerstoffzufuhr reduziert und die Verbrennung unterbrochen. Die Anforderungen regelt die DIN EN 1869. Doch wie jedes Löschmittel hat auch die Löschdecke klare Einsatzgrenzen.
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Geschäftsführer in der Verantwortung – auch ohne eigenes Fehlverhalten
Das klingt zunächst überraschend, ist aber geltendes Recht: Geschäftsführer können auch für Versäumnisse zur Rechenschaft gezogen werden, die sie nicht persönlich zu verantworten haben. Entscheidend ist, ob Organisation und Kontrolle […]
Batteriespeicherbrand in Bautzen: Ein Einsatz, der Fragen aufwirft
In Bautzen (Sachsen) gerieten Ende Juli vier Seecontainer einer Batteriespeicheranlage in Brand. Bis zu 90 Einsatzkräfte waren drei Tage im Einsatz, 42 Anwohner mussten evakuiert werden, ein 500-Meter-Sperrkreis eingerichtet sowie Kitas und Horte geschlossen werden. Die Bevölkerung wurde vorsorglich aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungsanlagen abzuschalten.
Poster: Brandschutz im Betrieb: Das geht uns alle an!
Brandschutz ist keine „One-Man-Show“. Weder der Brandschutzbeauftragte noch die Fachkraft für Arbeitssicherheit oder die Geschäftsführung können allein dafür sorgen, dass ein Betrieb dauerhaft sicher bleibt. Entscheidend ist das Verhalten jedes Einzelnen.
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Arbeitshilfen

  • Beispiele für Gesundheits- und Sicherheitsnudges
  • Brandschutz im Betrieb: Das geht uns alle an!