Arbeitsschutz und Hygiene im Gesundheitswesen 11.09.2026

10-2026

Top-Thema: Gewalt frühzeitig erkennen – Aggressionen gehören für viele Beschäftigte zum Arbeitsalltag. So erkennen Sie Risiken frühzeitig und schützen Ihr Team gezielt.

Renate TiefRicarda Waldon
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„Gilt die Betriebssicherheitsverordnung auch für Medizinprodukte?“
Frage: „Welche Sicherheitsanforderungen gelten für Medizinprodukte? Sind sie Arbeitsmittel im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung?“ Antwort: Wenn der Arbeitgeber seinen Beschäftigten Medizinprodukte zur Benutzung bei der Arbeit zur Verfügung stellt (also z. […]
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„Müssen wir Beauftragungen für besondere Aufgaben in der Personalakte aufbewahren?“
Frage: „Sollten wir schriftliche Beauftragungen bzw. Bestellungen z. B. zum Sicherheitsbeauftragten, Ersthelfer usw. in der Personalakte ablegen?“ Antwort: Die Bestellung von Personen mit besonderen Arbeitsschutzaufgaben sollten Sie grundsätzlich so dokumentieren, […]
„Dürfen Betriebsanweisungen ausschließlich digital bereitgestellt werden?“
Frage: „Wir möchten unsere Betriebsanweisungen künftig nur noch digital über Tablets und das Intranet bereitstellen. Gedruckte Aushänge direkt an den Arbeitsplätzen würden dann entfallen. Ist das aus rechtlicher Sicht zulässig […]
DGUV-Vorschrift 2: Das sollten Sie bis Mai 2027 erledigen
Seit dem 01.06.2026 gilt für Mitgliedsbetriebe der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) eine grundlegend überarbeitete Fassung der DGUV-Vorschrift 2. Sie regelt, in welchem Umfang Praxen betriebsärztlich und sicherheitstechnisch betreut werden müssen und bringt für viele kleine Praxen spürbare Erleichterung. Im Gegenzug verlangt sie aber auch mehr Eigenverantwortung bei Dokumentation und Nachweisen. Wir zeigen Ihnen nachfolgend, welche Änderungen für Ihre Praxis besonders wichtig sind und was Sie jetzt beachten müssen.
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Blickkontakt ohne Nackenschmerzen – Ergonomie an der Anmeldung richtig gestalten
Am Empfang herrscht reger Betrieb. Die Kollegin tippt gerade einen Termin ins System ein, als eine Patientin an den Tresen tritt und eine Frage stellt. Ohne die Hände von der Tastatur zu nehmen, dreht die Mitarbeiterin den Kopf zur Seite, beantwortet die Frage und wendet sich wieder dem Bildschirm zu. Ein paar Minuten später wiederholt sich die Situation – und dann noch einmal. Was wie eine kleine Bewegung aussieht, summiert sich im Laufe eines Arbeitstages zu zahlreichen Wiederholungen. Die Folge: verspannte Nackenmuskeln, schwere Schultern und häufig auch Kopfschmerzen.
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Versteckte Keimfallen im Hygienebereich: Fingernagelkosmetik, Schmuck und Ringe
Stoßen Sie bei Ihren Kollegen und Kolleginnen immer wieder auf Unverständnis, wenn es bei der Händehygiene um Fingernagelkosmetik, Schmuck und Ringe geht? Dabei ist die Vorgabe klar: Bei medizinischen, pflegerischen oder labortechnischen Tätigkeiten, die eine hygienische Händedesinfektion erfordern, sind laut KRINKO-Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und TRBA 250 Schmuck, Ringe sowie künstliche oder lackierte Fingernägel verboten. Die Vorgaben schützen Patienten und Bewohner ebenso wie die Beschäftigten selbst. Nutzen Sie den Beitrag, um bei der nächsten Unterweisung oder Teamsitzung die Verbote und vor allem die damit verbundenen Risiken aufzuzeigen.
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Die Auswertung von mehreren Studien zur Arbeitsüberlastung zeigt, dass mittlerweile über ein Drittel aller befragten Pflegekräfte unter emotionaler Erschöpfung leidet. Bieten Sie deshalb den Betroffenen Hilfen an, um die Gesundheit der Beschäftigten in Ihrer Einrichtung oder Praxis zu schützen und bestehende Risiken zu mindern.
Gewaltprävention im Arbeitsalltag: Risiken erkennen, Schutzmaßnahmen gezielt umsetzen
Die Statistik der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) verzeichnet jährlich rund 5.300 meldepflichtige Schreck- und Gewaltvorfälle im Gesundheits- und Wohlfahrtswesen. Mehr als drei Viertel davon gehen von Patienten, deren Angehörigen oder betriebsfremden Personen aus. In 88 % der Fälle kommt es zu körperlichen Verletzungen. Eine Umfrage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unter niedergelassenen Ärzten und ihren Teams zeichnet ein ähnliches Bild: 80 % der Befragten erlebten innerhalb eines Jahres verbale Angriffe, 43 % wurden in den vergangenen fünf Jahren mindestens einmal körperlich angegriffen – von Schubsen und Anspucken bis hin zu Faustschlägen oder dem Einsatz von Gegenständen als Waffe.
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Kapitel 4.1 der ISO 9001 verständlich erklärt: Chancen, Risiken und Erwartungen
Wenn Sie gerade dabei sind, ein Qualitätsmanagementsystem einzuführen, oder dieses weiterentwickeln möchten, werden Sie unweigerlich auf die ISO 9001 stoßen. Unabhängig davon, ob Sie eine Zertifizierung anstreben oder die Norm lediglich als Orientierung nutzen möchten: Die darin beschriebenen Anforderungen bieten wertvolle Impulse, um Prozesse zu verbessern und den Blick für das Qualitätsmanagement zu schärfen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie die Anforderungen aus Kapitel 4.1 der ISO 9001 praxisnah umsetzen können.
Die nächste Grippewelle kommt bestimmt – so schützen Sie Ihr Team und Ihre Patienten
Die Temperaturen sinken, das Leben verlagert sich nach drinnen – und Viren haben in der kalten Jahreszeit leichtes Spiel. Die Folge: Die Zahl der Atemwegserkrankungen steigt. Für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen bedeutet die Grippesaison damit jedes Jahr eine doppelte Herausforderung: Mehr Patienten benötigen medizinische Versorgung, während gleichzeitig Mitarbeitende krankheitsbedingt ausfallen. Umso wichtiger ist eine hohe Impfquote.
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Herbstblues im Team – 5 Tipps für mehr Energie im Praxisalltag
Der Herbst ist da: kürzere Tage, graues Herbstwetter, Zeitumstellung. Je weniger Tageslicht wir abbekommen, desto mehr Melatonin (Schlafhormon) und weniger Serotonin (Wachmacher) produziert der Körper. Die Herbstmüdigkeit ist vorprogrammiert. Mit diesen Praxistipps bringen Sie Ihr Team fit durch die dunkle Jahreszeit.
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Arbeitshilfen

  • DGUV Vorschrift 2 – Übergangszeit bis 31. Mai 2027