Gefahrstoffe aktuell 24.09.2026

Spezial: Psyche im Gefahrstoffschutz

Top-Thema: Gefahrstoffe belasten doppelt! Praxisbeispiele zeigen, wie psychische Belastungen entstehen und sich wirksam reduzieren lassen.

Mikko Börkircher
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Psychische Belastung rückt zunehmend in den Fokus des Arbeitsschutzes
Psychische Belastungen am Arbeitsplatz stehen seit Jahren zunehmend im Fokus von Unternehmen, Politik und Arbeitsschutz. Während die Zahl klassischer Arbeitsunfälle tendenziell rückläufig ist, nehmen psychisch bedingte Krankheitsausfälle kontinuierlich zu. Entsprechend hoch ist der Handlungsdruck für Arbeitgeber und Arbeitsschutzverantwortliche.
Austausch auch in Krisenzeiten: Wie Sie bei Gefahrstoffunfällen Vertrauen schaffen
Ein ausgetretener Gefahrstoff, erhöhte Messwerte in einem Arbeitsbereich oder die Evakuierung eines Betriebsteils stellen Unternehmen vor besondere Herausforderungen. Neben der technischen Gefahrenabwehr und der Ursachenklärung spielt die Kommunikation eine entscheidende Rolle. Beschäftigte möchten wissen, was passiert ist, welche Gefahren bestehen und wie sie sich verhalten sollen. Werden diese Fragen nicht schnell und verständlich beantwortet, entstehen Unsicherheit, Gerüchte und Vertrauensverlust.
So berücksichtigen Sie gezielt psychische Belastungen in der Gefährdungsbeurteilung
In Unternehmen sollten und werden auch in den meisten Fällen schon seit Längerem regelmäßig Gefährdungsbeurteilungen durchgeführt. Jedoch wurde und wird hierbei der Gefährdungsfaktor „psychische Belastung“ oft nicht eingehender beachtet. Weisen Sie als Gefahrstoffbeauftragte auf diesen Mangel hin und berücksichtigen Sie den Faktor angemessen im Gefahrstoffmanagement, um den Anforderungen des Arbeitsschutzgesetzes gerecht zu werden.
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Verankern Sie Ihre Gefährdungsbeurteilung „psychische Belastung“ rechtssicher
Haben Sie einen Betriebsrat und wollen Sie das Thema Gefährdungsbeurteilung „psychische Belastung“ fest in Ihrem Unternehmen verankern? Da Ihr Betriebsrat hierbei ein Wörtchen mitzureden hat, kann es sinnvoll sein, eine Betriebsvereinbarung abzuschließen. Mit der folgenden Muster-Vorlage ist es u. a. einer Sicherheitsfachkraft in einem Produktionsunternehmen gelungen, das Thema friedlich und schnell abzuschließen.
Fördern Sie eine offene Sicherheitskultur im Umgang mit Gefahrstoffen
Im Rahmen Ihrer Gefahrstoffunterweisungen sollten Sie eine Kultur der psychischen Sicherheit fördern. Ermutigen Sie Ihre Beschäftigten, Sicherheitsbedenken, Beinaheereignisse und Fehler offen anzusprechen. Behandeln Sie Fragen und Unsicherheiten beim Umgang mit Gefahrstoffen wertschätzend, um eine sichere Arbeitsumgebung und die Einhaltung der Schutzmaßnahmen zu unterstützen. Ich zeige Ihnen im Folgenden, wie das geht.
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„Wann wird aus einem Konflikt eine psychische Belastung mit Handlungsbedarf?“
Frage: „Im Rahmen unserer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung werden immer wieder Konflikte zwischen Beschäftigten thematisiert. Nicht immer ist jedoch klar, wann es sich um normale Meinungsverschiedenheiten handelt und wann Mobbing vorliegt. […]

Arbeitshilfen

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  • Checkliste zur Integration psychischer Sicherheit in Gefahrstoffunterweisungen