Gefährdungsbeurteilung Plus  10.04.2026

Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

Uta FuchsWerner BöckerJürgen Loga
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Allergien am Arbeitsplatz – saisonales Thema mit Sicherheitsrelevanz
Mit dem Frühjahr beginnt für viele Beschäftigte die Pollenzeit. Was häufig als rein private Gesundheitsfrage betrachtet wird, kann im Arbeitsalltag konkrete Auswirkungen auf die Sicherheit und Leistungsfähigkeit haben: Tränende Augen, Niesanfälle, verstopfte Atemwege oder Konzentrationsprobleme sind keine Nebensächlichkeiten – insbesondere bei Tätigkeiten mit erhöhtem Gefährdungspotenzial. Allergische Erkrankungen betreffen einen erheblichen Teil der Bevölkerung.
Erfolg der Online-Unterweisungen immer öfter durch KI-Betrug gefälscht
Der junge Mitarbeiter steht an einer ihm neuen Maschine. Kurz zuvor hatte er die Online-Unterweisung mit 100 % bestanden – doch auf meine Frage nach dem Not-Aus-Schalter schaut er mich ratlos an. Dieser Moment im Januar 2026 hat bei mir Nachfragen ausgelöst und ich war danach entsetzt: Offensichtlich benutzen immer mehr junge Menschen kostenlose KI-Systeme über ein Zusatzprogramm im Chrome-Browser, um Formulare eigenständig auszufüllen. Auch Unterweisungsnachweise im Arbeitsschutz. Wie kann man dies unterbinden? Hier meine Lösung für Sie!
Persönliche Schutzausrüstung – Schutzwirkung, Grenzen und neue Gefährdungen
Persönliche Schutzausrüstung (PSA) ist in vielen Betrieben schnell beschlossen. Wenn eine Gefährdung nicht vollständig beseitigt werden kann, lautet der Reflex häufig: „Dann führen wir PSA ein.“ Genau hier beginnt jedoch Ihre Aufgabe als beratende Fachkraft. PSA ist kein Ersatz für technische oder organisatorische Maßnahmen, sondern die letzte Barriere im STOP-Prinzip. Und jede PSA verändert die Arbeitssituation – teilweise erheblich. Dieser Beitrag zeigt, worauf Sie in der Gefährdungsbeurteilung achten sollten: bei der Auswahl, bei der Organisation – und bei den neuen Gefährdungen, die durch die PSA selbst entstehen.
Mann mit Kopfschmerzen vor dem Bildschirm
Über diese KI-Prompts werden Sie als Sifa im Alltag begeistert sein!
Im Februar saß ich als Auditor in einem mittelständischen Maschinenbauunternehmen mit 180 Beschäftigten. Thema war die psychische Gefährdungsbeurteilung nach § 5 Arbeitsschutzgesetz. Die Sifa war total frustriert, denn es ging im Unternehmen einfach nicht voran: „Bei uns ist alles sehr speziell, da gibt es keine Musterlösungen“, klagte sie. Wir setzten uns dann zusammen und siehe da: Innerhalb von 20 Minuten erstellte mir ein strukturierter KI-Prompt eine belastbare Vorlage für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung in Bezug auf die Moderation von Gruppeninterviews. Die Sifa war begeistert – und damit auch Sie als Leser dieses Werkzeug geschickt einsetzen können, habe ich Ihnen im Folgenden die wesentlichen KI-Prompts – und die Theorie dahinter – zusammengestellt.
Psychische Belastung
„Gestaltungsspielräume unbedingt nutzen“
In viele Firmen gerät der Arbeitsschutz aus wirtschaftlichen Gründen unter Druck. Dabei ist das ein sensibles Thema, das zum Erfolg des Unternehmens stark beitragen kann, findet Berater Mario Holz. Von Textbausteinen für die Gefährdungsbeurteilung hält er nicht so viel. Individuelle Konzepte sind ihm wichtig und ein Gespür für die kleinen Belastungen im Alltag.
So organisieren Sie die Dokumentationspflichten strategisch
Dokumentation gilt vielen als lästige Pflicht. Dabei ist sie das einzige sichtbare Ergebnis systematischer Arbeitsschutzarbeit. Was nicht dokumentiert ist, gilt im Zweifel als nicht durchgeführt. § 6 Arbeitsschutzgesetz verlangt ausdrücklich die Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung, der festgelegten Maßnahmen und der Überprüfung ihrer Wirksamkeit. Die Frage ist also nicht, ob Sie dokumentieren, sondern wie strukturiert und steuerbar.