Gefährdungsbeurteilung Plus  08.05.2026

Hautschutz

Jürgen LogaWerner Böcker
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Immer mehr „Babyboomer“ resignieren, immer mehr der „Generation Z“ suchen neue Wege
Immer öfter beobachte ich dieselbe Szene: Der erfahrene Mitarbeiter kurz vor der Rente sagt kaum noch etwas in den Besprechungen, macht nur noch das Nötigste, zieht sich innerlich zurück. Daneben sitzt die junge Kollegin, die schnell Verantwortung will, mehr Sinn einfordert und starre Regeln offen infrage stellt. Das alles führt zu Belastungen – denn die Zahlen zeigen tatsächlich, dass Babyboomer immer öfter in die Frührente abwandern. 2024 waren es über 490.000, für 2025 und 2026 wird ein neuer Höchststand erwartet. Die psychische Gefährdungsbeurteilung kann hier eine Lösung sein.
Wenn Sicherheitsfunktionen bei der Arbeit selbst zum Risiko werden
Am Wochenende stand bei mir mal wieder der jährliche Heckenschnitt an. Aufgrund der Höhe nutze ich dafür eine Teleskop-Heckenschere. Solche Geräte sind aus guten Gründen mit Sicherheitsfunktionen ausgestattet und bei meinem Gerät besteht die Einschaltlogik aus zwei Schaltern: Zunächst muss ein Entriegelungsschalter mit dem Daumen nach vorn geschoben werden. Erst dann lässt sich der eigentliche Betriebsschalter unter dem Griff mit dem Zeigefinger betätigen.
Hautschutz: Gefährdungen erkennen, Risiken bewerten und wirksame Maßnahmen ableiten
Die Haut ist das größte Organ des Menschen und übernimmt eine zentrale Schutzfunktion. Sie schützt den Körper vor chemischen, physikalischen und biologischen Einwirkungen. Im Arbeitsalltag wird diese natürliche Barriere jedoch häufig stark beansprucht. Feuchtarbeit, Gefahrstoffe, mechanische Belastungen oder intensive Sonneneinstrahlung können die Haut dauerhaft schädigen. Entsprechend gehören beruflich bedingte Hauterkrankungen seit Jahren zu den häufigsten anerkannten Berufskrankheiten.
Psychische Belastung
Mitarbeiterbefragung – darauf kommt es an!
Immer wieder beobachte ich in meinem Alltag als Auditor für psychische Gefährdungsbeurteilungen, dass die Mitarbeiterbefragung auf die leichte Schulter genommen wird. Doch das Gegenteil sollte der Fall sein: Denn werden hier falsche Fragen gestellt und Abläufe nicht optimal geplant und strukturiert, entsteht dadurch oft erst recht Unruhe. Und es werden Erwartungen geweckt, die nicht eingehalten werden können. Zusätzlich kann die Befragung dann auch noch von Aufsichtsbehörden als fehlerhaft durchgeführt abgelehnt werden, was ein finanzielles Risiko bedeutet, denn dann muss sie wiederholt werden. Berücksichtigen Sie als Sifa diese Punkte und Hinweise.
Mann mit Kopfschmerzen vor dem Bildschirm
„Geeignete Arbeitskleidung ist Teil des Risikomanagements“
Arbeitskleidung kann zum Wohlbefinden am Arbeitsplatz beitragen – oder genau das Gegenteil bewirken. Aus Sicht des Arbeitsschutzes stehen jedoch vor allem Kriterien wie die richtige Passform im Vordergrund, damit keine zusätzlichen Risiken entstehen. Eduard Cojocea und sein Team setzen sich daher für individuelle Lösungen ein.
Begehungen im Betrieb: Gute Vorbereitung ist entscheidend
Betriebsbegehungen gehören zu den wichtigsten Aufgaben der Fachkraft für Arbeitssicherheit. Sie bieten die Möglichkeit, Arbeitsplätze direkt vor Ort zu betrachten, Gefährdungen frühzeitig zu erkennen und mit den Beschäftigten ins Gespräch zu kommen. In der Praxis zeigt sich jedoch häufig, dass Begehungen eher spontan erfolgen und wichtige Aspekte dadurch übersehen werden. Eine sorgfältige Vorbereitung hilft, den Blick gezielt auf relevante Themen zu richten und die vorhandene Zeit sinnvoll zu nutzen.

Arbeitshilfen

  • Mustergefährdungsbeurteilung: Hautschutz
  • Leitlinie der Geschäftsstelle der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz: Beratung und Überwachung bei psychischer Belastung am Arbeitsplatz