Gefährdungsbeurteilung Plus  07.08.2026

Psychische Erkrankungen

Jürgen LogaWerner BöckerUta Fuchs
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Warum moderne Sicherheitssysteme menschliche Skepsis nicht ersetzen
Moderne technische Sicherheitssysteme vermitteln schnell den Eindruck, dass kritische Prozesse umfassend abgesichert sind. Automatische Überwachungen, Sensorik, digitale Assistenzsysteme oder intelligente Steuerungen erhöhen tatsächlich in vielen Bereichen die Sicherheit erheblich. Gleichzeitig entsteht jedoch ein gefährlicher Denkfehler: Je komplexer und automatisierter die Systeme werden, desto stärker verlassen sich die Menschen auf deren fehlerfreie Funktion.
Neues Handbuch „Gefährdungsbeurteilung“ der BAuA legt Schwerpunkt auf Psyche
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat das Handbuch für die Anleitung und die Inhalte der Gefährdungsbeurteilung am 27.05.2026 grundlegend aktualisiert. Konkretisiert wurden dabei psychische Gefährdungen, Blaulichtgefährdungen, neue Daten zu Unfallgeschehen und Arbeitszeitgestaltung sowie Technische Regeln, DGUV-Schriften und Normen. Zwar definiert die neue Fassung keinen neuen Arbeitsschutz, aber sie betont jetzt viel klarer: Eine Gefährdungsbeurteilung ist besonders im Bereich Psyche erst dann abgeschlossen, wenn Belastungen erkannt, bewertet, Maßnahmen festgelegt und auf Wirkung geprüft wurden.
So berücksichtigen Sie psychische Erkrankungen in Ihrer Gefährdungsbeurteilung
Wenn in Betrieben über psychische Erkrankungen gesprochen wird, entsteht häufig unbewusst ein klares Bild: auf der einen Seite die psychisch erkrankten Beschäftigten, auf der anderen die „normalen“ Kolleginnen und Kollegen. Genau diese Trennung greift jedoch oft zu kurz, denn psychische Belastungen entwickeln sich nicht immer eindeutig oder dauerhaft. Die Übergänge können fließend sein. Starke Erschöpfung, private Krisen, Schlafmangel, Überforderung, Angstzustände oder depressive Phasen können die Belastbarkeit eines Menschen zeitweise massiv verändern – auch ohne klare Diagnose oder langfristige Erkrankung.
Psychische Belastung
Psychische Belastung – oder Beanspruchung? Was Sie als Sifa berücksichtigen müssen
Solange ich als Experte für psychische Gefährdungen bei Arbeitgebern tätig bin, gibt es seit Jahren die immer wiederkehrende Frage, warum Menschen wegen „der Psyche“ ausfallen, also krank werden, oder andere Symptome wie Überlastung, Erschöpfung oder Resignation zeigen. Dabei fällt mir auf, dass bei den Beteiligten, also der Sifa und den Führungskräften, der Unterschied zwischen Belastung und Beanspruchung oft unklar ist. Ich habe Ihnen deshalb die wichtigsten Punkte diesbezüglich und die Folgen, die sich daraus für Sie ergeben, zusammengestellt.
Mann mit Kopfschmerzen vor dem Bildschirm
„Systematische Gefährdungsbeurteilung ist ein Weg in die Freiheit“
Alle Führungskräfte wollen, dass ihre Mitarbeiter am Ende des Tages gesund nach Hause gehen. Davon ist Stefan Ganzke überzeugt. Doch sie haben auch wirtschaftliche Ziele im Blick. Deshalb macht er sich für eine Unternehmenskultur stark, die anerkennt, dass Maßnahmen für sichere Arbeit dem Unternehmen insgesamt zugutekommen.
Warum wir dynamische und vernetzte Gefährdungsbeurteilungen brauchen
Moderne Gefährdungsbeurteilungen betrachten heute nicht mehr nur einzelne Gefahrenquellen oder Arbeitsmittel. Immer stärker geht es darum, ganze Arbeits- und Organisationssysteme zu verstehen, also um die Frage, wie stabil Abläufe unter realen Bedingungen tatsächlich funktionieren.
Methoden

Arbeitshilfen

  • Mustergefährdungsbeurteilung: Psychisch erkrankte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter