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Arbeit 4.0 und ihre Konsequenzen für Ihr BGM

© Montri Nipitvittaya – Shutterstock
Arbeit 4.0

Arbeit 4.0 ist momentan in aller Munde, denn die Art und Weise, wie Menschen ihr Geld verdienen, ändert sich gerade in rasendem Tempo. Und damit ändern sich auch die Belastungen und die Anforderungen an ein funktionierendes BGM.

Neue Technologien, neue Werkstoffe und moderne Produktionsverfahren machen die Arbeitswelt an vielen Stellen sicherer. Immer weniger Menschen müssen sich buchstäblich die Hände schmutzig machen. Doch gleichzeitig entwickeln sich neue Risiken. Denken Sie etwa an die Zusammenarbeit von Menschen mit Robotern oder an Stress durch ein Übermaß an Informationen. Damit Ihre Mitarbeiter auch in Zeiten des Wandels gesund bleiben, sollten Sie sich die Herausforderungen von Arbeit 4.0 genau ansehen.

Welche Belastungen bei Arbeit 4.0 auf?

Als Belastung empfinden immer mehr Menschen auch, dass gerade für „Schreibtischberufe“ die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit immer häufiger verschwimmen.  Dabei sind 3 große Belastungsfaktoren zu beachten:

  1. Flexible Arbeitszeiten bedeuten eine schlechtere Trennung von Job und Freizeit
  2. Mobile Geräte führen zu ständiger Erreichbarkeit
  3. Virtuelle Teamarbeit verschlechtert die Kommunikation

All diese Punkte führen zu einem erhöhten Stresslevel der Mitarbeiter.

Was kann man gegen die Belastungen unternehmen?

Der Schlüssel zur Lösung dieser Probleme liegt vor allem in drei Bereichen:

  • in verstärkter Qualifizierung der Mitarbeiter,
  • in der Entwicklung einer Kultur der Prävention und
  • der Forschung hinsichtlich der Möglichkeiten und Wirkungen präventiver Maßnahmen.

Klären Sie Ihre Mitarbeiter über die Gefahren auf, denn Wissen ist Macht und so können Sie von beiden Seiten präventive Regeln für die Zusammenarbeit aufstellen.

Was bedeutet Arbeit 4.0 für Ihr BGM?

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung definiert im Zusammenhang mit Arbeit 4.0 drei Handlungsfelder, die auch für Ihre betriebliche Gesundheitsarbeit wichtig sind:

1. Digitaler Wandel

Der technische Fortschritt bietet großes Potenzial, Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit zu verbessern und so arbeitsbedingte Unfälle und Erkrankungen zu verringern. Gleichzeitig ergeben sich neue Gefährdungen, z. B. bislang unbekannte Gefahrstoffe oder Stress infolge ständiger Erreichbarkeit.

Wichtig für Sie: Nutzen Sie gemäß dem TOP-Prinzip zuerst technische Lösungen, um Gesundheitsgefahren bei der Arbeit zu reduzieren. Drängen Sie in Ihrem Unternehmen darauf, dass die neuen Gefährdungen in den Gefährdungsbeurteilungen umfassend berücksichtigt werden. Dazu kann es notwendig sein, dass sich verantwortliche Mitarbeiter oder Führungskräfte entsprechend weiterbilden.

2. Neue Beschäftigungsformen

Crowd-, Clickworking- und Telearbeit werfen die Frage auf, wie soziale Sicherheit und Arbeitsschutz organisiert werden können, wenn es gar keinen Arbeitgeber oder keinen festen Arbeitsplatz im üblichen Sinne mehr gibt.

Wichtig für Sie: Eigenverantwortliches und gesundheitsbewusstes Handeln gewinnt vor diesem Hintergrund an Bedeutung. Derzeit wächst bei vielen Menschen das Bewusstsein, dass sie sich um ihr Wohlergehen selbst sorgen müssen. Mit begleitenden Angeboten können Sie ihnen gesundheitsbewusstes Verhalten erleichtern oder ermöglichen. Dazu zählen Angebote zur gesunden Ernährung, zu Sport- und Entspannungskursen oder zur aktiven Pausengestaltung.

3. Vielfalt

Technische und medizinische Neuerungen bieten die Chance, Arbeit und Prävention so zu gestalten, dass Gesundheitsgefahren und Erkrankungen von vornherein vermieden oder alters- und behinderungsbedingte Einschränkungen ausgeglichen werden.

Wichtig für Sie: Mit solchen Maßnahmen begünstigten Sie eine langfristige Beschäftigungsfähigkeit von vor allem älteren Mitarbeitern und Menschen mit Behinderungen. Angesichts der fehlenden Fachkräfte haben Sie mit diesen Aktivitäten hier auch ein starkes und zudem wichtiges wirtschaftliches Argument für Ihr BGM in der Hand.

Mehr zum Thema: Mit Arbeitsschutz 4.0 die Sicherheitslücken von Industrie 4.0 bekämpfen

Autorin: Uta Fuchs


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