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Baulicher Brandschutz: Schutzlücke zum Glimm- und Schwelverhalten wird geschlossen

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Baulicher Brandschutz

Baulicher Brandschutz: Zum Nachweis des Glimm- und Schwelverhaltens von Bauprodukten mit CE-Kennzeichnung soll vorerst die Norm EN 16733 verwendet werden. Damit wird eine Regelungslücke geschlossen.

Wenn Baumaterialien schwelen oder glimmen, kann dies zu einem Brand führen. Einer der bekanntesten Fälle ist das Feuer in der Berliner Philharmonie, das kurz nach Bauarbeiten im Dach ausgebrochen war. Der Millionenschaden aus dem Jahr 2008 wird auf ein unbemerktes Schwelen von Bauprodukten zurückgeführt. Seitdem gibt es Bestrebungen, Prüfverfahren zur Bestimmung des möglichen Glimmverhaltens von Bauprodukten einzuführen. Doch bis heute bestehen Lücken und Mängel in den europäischen Normen und damit der CE-Kennzeichnung zum Glimmverhalten von Bauprodukten. Wie das Umweltbundesministerium kürzlich meldete, hat die Bauministerkonferenz der Länder nun beschlossen und sich mit der EU darauf geeinigt, dass Deutschland „vorübergehend Anforderungen an das Glimmverhalten von Bauprodukten stellen kann, bis diese in die europäische Produktnorm aufgenommen worden sind.“

FAZIT: Auch wenn rechtsverbindliche Regelungen noch in Arbeit sind, sollten Sie bei Planungen von Um- oder Neubauten auf das Glimm- und Schwelverhalten von Materialien achten. Fragen Sie Ihre Planer, inwiefern die zu verwendenden Bauprodukte auf deren Glimmeigenschaften bzw. die Neigung zum kontinuierlichen Schwelen geprüft wurden.

Autor: Dr. Friedhelm Kring


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