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Schaumlöscher – beliebte Brandschutzlösung für Arbeitsstätten

© Matthias Buehner – fotolia.com
Schaumloescher

Mit einem Schaumlöscher lässt sich brennendes Holz oder brennender Kunststoff zielgenau und schnell löschen. Doch was zeichnet diese Feuerlöscher noch aus und wie funktionieren Sie? In diesem Beitrag finden Sie alle wichtigen Informationen rund um den Schaumfeuerlöscher.

Wie funktioniert ein Schaumlöscher?

Ein Schaumlöscher besteht aus einem Stahlgehäuse, in welchem sich je eine Kartusche mit Treibgas und eine Kartusche mit Löschmittel befinden. Darüber hinaus ist der Schaumlöscher mit Wasser gefüllt.

Sobald die Sicherung des Löschers entfernt ist, ist er einsatzbereit. Dann wird der Schlagknopf betätigt. Er aktiviert die Treibgaskartusche. Diese erzeugt hohen Druck, der wiederum die Kartusche mit dem Löschmittel öffnet, das sich mit dem Löschwasser im Behälter vermischt. Der Gasdruck der Kartusche reicht aus, um das nun entstandene Löschmittel ebenfalls unter Druck zu setzen.

Wird nun der Feuerlöscher betätigt, steigt das Löschmittel im Steigrohr auf und verlässt den Feuerlöscher als Löschschaum. Mit dem Schlauch kann der Schaum genau auf den Brand geführt werden. Der Löschschaum entzieht dem Feuer den Sauerstoff und zugleich trägt die Feuchtigkeit zum Löschen des Brandes bei.

Je nach Größe des Feuerlöschers können Sie damit zwischen 10 und 30 Sekunden lang löschen.

Feuerlöscher-Arten im Überblick

Feuerlöscher sehen auf den ersten Blick fast immer gleich aus. Sie bestehen aus einem meist rot lackierten Stahlbehälter und einem kleinen Schlauch mit Druckventil. Es gibt jedoch für die Bekämpfung unterschiedlicher Brände auch spezifische Feuerlöscher, die zunächst nach der Art des Inhalts unterschieden werden können:

  • Pulverfeuerlöscher: Diese Löscher beinhalten ein Löschpulver, das sich mit Druck rund um die Brandfläche verteilt und den Brand „erstickt“.
  • Wasserfeuerlöscher: Diese speziellen Löscher funktionieren überwiegend mit Wasser.
  • Schaumfeuerlöscher: Hierbei handelt es sich um die in diesem Artikel beschriebenen Löscher, die Brände mit einem speziellen Löschschaum bekämpfen.
  • Kohlendioxid-Löscher: Diese speziellen Löscher beenden Brände mit Hilfe von CO2.
  • Fettbrandlöscher: Diese Feuerlöscher sind vor allem bei brennenden Fetten oder Ölen gefragt, wenn kein Wasser die Brandstelle erreichen darf.

Feuerlöscher lassen sich auch anhand ihrer Bauweise unterscheiden. Folgende Bauformen gibt es:

  • Dauerdruckfeuerlöscher: Bei diesen Löschern steht das Behältnis permanent unter Druck. Löschmittel und Druckgas sind dabei in einem Behälter untergebracht. Durch den konstanten Druck müssen diese Feuerlöscher sehr gründlich gewartet werden, um ihre Einsatzfähigkeit zu sichern.
  • Aufladefeuerlöscher: Diese Feuerlöscher sind erst dann einsatzbereit, wenn das Druckgas „aufgeladen“ wird. Dafür wird ein Ventil geöffnet und das Treibmittel strömt in den Löschmittelbehälter. Erst dann steht das gesamte Löschmittel unter Druck und kann versprüht werden. Aufladefeuerlöscher gelten als sehr zuverlässige Löscher.

Für welche Brände kann ich einen Schaumlöscher verwenden?

Schaumfeuerlöscher werden häufig in ein Brandschutzkonzept integriert. Dabei sollte berücksichtigt werden, für welche Brände der Löschschaum ausgelegt ist.

Schaumlöscher sind für die Brandklassen A und B ausgelegt.

  • Brandschutzklasse A: Feuerlöscher dieser Klasse können Brände aus organischen Feststoffen löschen. Hierzu gehören Holz, Papier, Kohle, aber auch Textilien und Kunststoffe.
  • Brandschutzklasse B: Schaumlöscher löschen Brände aus flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen. Solche Brände können mit Wachs, Kunststoff, Ether, Alkohol, Harzen, Lacken oder Benzin entstehen.

Schaumlöscher der Brandschutzklassen A und B sind demnach sowohl für Büros, öffentliche Gebäude, aber auch für Werkstätten oder landwirtschaftliche Betriebe geeignet.

Versicherungsschutz kann Feuerlöscher erfordern

Unternehmen, aber auch Privatpersonen sollten darauf achten, ob ihre Gebäudehaftpflicht-/ Hausratversicherung vertraglich vorsieht, dass ein funktionierender Feuerlöscher im Gebäude vorhanden sein muss.

Die Versicherung kann sonst die Ersatzansprüche im Schadensfall nach einem Brand mindern, wenn nachweislich festgestellt wurde, dass der Schaden durch die Verwendung des Feuerlöschers geringer ausgefallen wäre.

Wie oft muss der Feuerlöscher geprüft werden?

Es gibt keine allgemeine Verordnung, die feste Prüffristen für Feuerlöscher vorschreibt. Empfehlenswert ist jedoch, spätestens alle zwei Jahre eine Prüfung durchzuführen.

Auflagen, Gesetze oder Brandschutzverordnungen können Unternehmen dazu verpflichten, funktionierende Feuerlöscher für den Brandfall bereit zu halten. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Löscher regelmäßig kontrolliert werden.

Wer kann Schaumlöscher prüfen?

Feuerlöscher können nur von dafür ausgebildeten Personen kontrolliert werden. Werden Schaumlöscher im Rahmen eines Brandschutzkonzeptes in einem Unternehmen installiert, kann der Brandschutzbeauftragte mit entsprechender Ausbildung diese Arbeit übernehmen. Ansonsten bieten die Hersteller von Schaumlöschern entsprechende Prüfungen als Kundenservice an. Auch Sachverständige des TÜV’s können eine Feuerlöscher-Prüfung übernehmen.

Was wird bei einer Feuerlöscher-Prüfung kontrolliert?

Die Kontrolle von Feuerlöschern ist unter anderem in der DIN 14 406 geregelt. Bei einer Prüfung wird zunächst der allgemeine Zustand des Löschers kontrolliert. Danach nehmen sich die Prüfer das Gehäuse vor. Sie schauen dort nach möglichem Rostbefall oder äußeren Beschädigungen.

Anschließend wird bei Dauerdrucklöschern der Druck kontrolliert. Bei Aufladelöschern wird ebenfalls geprüft, ob die Druckgaskartusche noch funktionsfähig ist.

Zur Feuerlöscher-Prüfung gehört auch die Kontrolle der Prüfplakate sowie der Beschriftung des Löschers.

Verfügt der Schaumlöscher über eine spezielle Aufhängung wird diese auch im Prüfprotokoll aufgenommen.

Finden die Prüfer Schäden am Feuerlöscher oder haben sie festgestellt, dass das Löschmittel nicht mehr ausreicht, werden Schaumlöscher nachgefüllt und anschließend wieder versiegelt.

Wie lange kann ich mit einem Feuerlöscher löschen?

Feuerlöscher haben eine beschränkte Löschdauer. Sie hängt von der Größe und der Menge an Löschmittel ab, die sich im Feuerlöscher befindet.

Kleinere Feuerlöscher mit einem bis zwei Kilogramm Löschmittel reichen für ca. 10 Sekunden dauerhaften Einsatz. Eine 12-Kilo-Feuerlöschflasche reicht je nach Intensität des Löschstrahls für bis zu 30 Sekunden.

Entsorgung von Schaumlöschern

Feuerlöscher können Sie bei den Firmen entsorgen, bei welchen Sie die Löscher erworben haben. Darüber hinaus nehmen auch Wertstoffhöfe in Gemeinden oder Städten ausgediente Feuerlöscher an.

In der Regel werden Feuerlöscher auch dann nach 20 bis 25 Jahren entsorgt, wenn sie nicht verwendet wurden.

Worauf muss ich achten, wenn ich einen Feuerlöscher kaufen möchte?

Um einen einheitlichen Sicherheitsstandard zu gewährleisten, sollte der Schaumlöscher die geltende DIN EN3 erfüllen. Sie ist die Voraussetzung für die Zulassung von Feuerlöschern in der EU. Die Leistung der Löscher wird demnach nicht nach der Füllmenge bemessen,sondern nach dem Löschvermögen.

Die ausgewählten Feuerlöscher müssen zudem dafür ausgelegt sein, Brände in Ihrer Arbeitsumgebung zu löschen. Wenn dort überwiegend Feststoffe sowie flüssige Stoffe bei einem Brand abbrennen, bietet sich der Schaumlöscher an.

Sobald Fettbrände möglich sind, z. B. in Kantinen oder Großküchen, sollten Sie einen entsprechenden Fettbrandlöscher auswählen.

Für Büros oder Werkstätten reichen in der Regel Schaumlöscher aus.

Passend zum Thema: So unterscheiden Sie zwischen den verschiedenen Feuerlöscherarten

 

 

 

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