Coronavirus: Wie können Unternehmen ihre Mitarbeiter schützen?

Coronavirus: Wie können Unternehmen ihre Mitarbeiter schützen?

Das Coronavirus (SARS-CoV-2) hatte und hat das öffentliche Leben in Deutschland im Griff. Nachdem der erste Shutdown im Frühjahr intensive Einschränkungen für Wirtschaftsbetriebe und Privathaushalte mit sich gebracht hat, konnten im Sommer viele der Einschränkungen zurückgenommen werden. Mit der schrittweisen Lockerung war es unter anderem möglich, Geschäfte und die Gastronomie unter Anwendung strikter Hygienekonzepte zu öffnen und die Beschulung der Kinder zu ermöglichen. (Aktualisiert am 05.11.20)

Das Coronavirus (SARS-CoV-2) hatte und hat das öffentliche Leben in Deutschland im Griff. Nachdem der erste Shutdown im Frühjahr intensive Einschränkungen für Wirtschaftsbetriebe und Privathaushalte mit sich gebracht hat, konnten im Sommer viele der Einschränkungen zurückgenommen werden. Mit der schrittweisen Lockerung war es unter anderem möglich, Geschäfte und die Gastronomie unter Anwendung strikter Hygienekonzepte zu öffnen und die Beschulung der Kinder zu ermöglichen.  

    Mit der sogenannten „zweiten Welle,“ die ab Mitte Oktober 2020 über ganz Europa und ebenfalls über Deutschland hereinbrach, musste erneut ein teilweiser Lockdown verhängt werden. Dieser gilt zum 02.11.2020 und beinhaltet vor allem im privaten Bereich Einschränkungen und Kontaktbeschränkungen. Zusätzlich müssen alle Freizeiteinrichtungen sowie Gastronomiebetriebe den gesamten Monat November geschlossen bleiben.

    Angesichts täglich steigender Fallzahlen, die innerhalb weniger Tage in Deutschland die Marke von knapp 20.000 Neuinfizierten pro Tag erreichen, entstehen bei Privatleuten und Unternehmen viele Fragen, Sorgen und Ängste. Aus Unternehmenssicht entscheidend ist eine objektive Antwort auf die Frage: Wie können Unternehmen das Vertrauen der Mitarbeiter in die eigene Sicherheit am Arbeitsplatz sicherstellenherstellen? Mit welchen Maßnahmen kann Sicherheit vermittelt werden und was ist nötig, um die Belegschaft in der aktuellen Pandemiephase und zukünftig vor diesem und ähnlichen Viren schützen? Arbeitgeber haben gegenüber ihren Mitarbeitern eine Fürsorgepflicht. Der § 3 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) verpflichtet Arbeitgeber zum Beispiel eine Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten sicherzustellen. Gerade in der Corona-Krise ist es entscheidend, dass der Arbeitsschutz gewährleistet ist. Dennoch sind die meisten Unternehmen in Bezug auf medizinische Fragen keine Experten. Aus diesem Grund haben wir Ihnen einen Hygieneplan zusammengestellt und erläutern zusätzlich alle relevanten Fragen und Antworten zur Pandemie und zu den neuesten Entwicklungen.

    Hygienekonzept: So erstellen Sie bei Corona einen Hygieneplan fürs Büro

    Nachdem im April 2020 zum ersten Mal verbindliche Arbeitsschutzregeln für den Umgang mit SARS-CoV-2 erlassen wurden, erfolgte für diese zum 20.08.2020 unter Koordination der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und den Arbeitsschutz-ausschüssen des Bundesarbeitsministeriums ein Update. Die aktuellen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel gelten für den gemäß § 5 Infektionsschutzgesetz festgestellten Zeitraum der epidemischen Lage als national bindend. Sie vermitteln eindeutige Vorgaben, welche Anforderungen an den Arbeitsschutz in Hinblick auf SARS-CoV-2 in Betrieben bestehen.

    Im gemeinsamen Beschluss der Ministerpräsidenten und der Bundesregierung vom 28.10.2020 wird der Konkretisierung von Hygieneplänen in Unternehmen eine besondere Bedeutung eingeräumt. Im Beschluss heißt es wörtlich zu den Hygienekonzepten oder Hygieneplänen in Unternehmen:

    Jedes Unternehmen in Deutschland muss auch auf Grundlage einer angepassten Gefährdungsbeurteilung sowie betrieblichen Pandemieplanung ein Hygienekonzept umsetzen und angesichts der gestiegenen Infektionszahlen auch nochmals anpassen. Ziel ist u.a. nicht erforderliche Kontakte in der Belegschaft und mit Kunden zu vermeiden, allgemeine Hygienemaßnahmen umzusetzen und die Infektionsrisiken bei erforderlichen Kontakten durch besondere Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu minimieren.

    Um die Mitarbeiter zu schützen, müssen Unternehmen einen Hygieneplan erstellen. Für den Mitarbeiterschutz ist der Hygieneplan unerlässlich. Dennoch muss jeder Plan auf die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten werden. Allerdings gibt es bestimmte Richtlinien, die jeder Betrieb in den Hygieneplan zum Schutz vor Corona-Infektionen mit aufnehmen kann.

    RKI Hygieneplan Corona: SARS-Cov-2-Hygienevorschriften für Betriebe

    Ausreichende Hygiene ist für Betriebe unerlässlich. Sowohl das RKI als auch die WHO weisen auf ihren Webseiten darauf hin, dass Hygiene der beste Schutz vor einer Ausbreitung des Coronavirus ist. Aufgrund der Fürsorgepflicht müssen Arbeitgeber ihre Beschäftigten über die Hygienevorschriften informieren und sowohl im Notfall wie kontinuierlich Schulungen anbieten, um die Beschäftigten über die Maßnahmen im Betrieb zu belehren.

    Hygienevorschriften gegen Corona

    Eine der wichtigsten Hygienevorschrift in Unternehmen ist die Händehygiene. In speziellen Einrichtungen, wie beispielsweise in Krankenhäusern oder im Einzelhandel, müssen den Mitarbeitern ausreichend Desinfektionsmittel und weitere Hygieneartikel zur Händedesinfektion zur Verfügung gestellt werden. Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregeln erklären zur Ausgestaltung von Sanitärräumen, Kantinen und Pausenräumen unter anderem im Unterpunkt 4.2.2:

    Zur Umsetzung der Handhygiene sind leicht erreichbare Waschgelegenheiten mit fließendem Wasser, ausreichend hautschonender Flüssigseife und Einrichtungen zum hygienischen Trocknen der Hände (Einmalhandtücher aus Papier oder Textil) vorzuhalten. Auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung sind gegebenenfalls geeignete Hautschutz- und Hautpflegemittel bereitzustellen. Die Verwendung von Warmlufttrocknern soll vermieden werden. Die Händewaschregeln sind auszuhängen.

    Als Regel für korrektes Händewaschen gilt, dass die Hände in etwa 20 bis 30 Sekunden mit Seife eingerieben werden sollen. Erst nach dieser Zeitspanne kann die Keimpopulation an den Händen auf ein Tausendstel und weniger gesenkt werden. Danach werden die Hände unter fließendem Wasser abspült und mit einem Einmalhandtuch abgetrocknet, sodass eine erneute Kontamination von Flächen oder benutzten Handtüchern ausgeschlossen werden kann. Das korrekte Händewaschen sollte in jedem Fall Eingang in die Hygienevorschriften finden.

    Richtig Händewaschen – Tipps für den Hygieneplan

    1. Ausreichendes Anfeuchten der Hände mit warmem Wasser.
    2. Verwendung von Flüssigseife.
    3. Neben den Handflächen sollten auch die Zwischenräume der Finger mit Seife gereinigt werden.
    4. Fingerspitzen, Fingernägel und Daumen müssen ebenfalls gereinigt werden.
    5. Das Waschen der Hände sollte mindestens 20 – 30 Sekunden unter fließendem und warmem Wasser erfolgen.

    Seit Beginn der Corona-Pandemie wurde verstärkt darauf hingewiesen, dass eine richtige Handhygiene das Risiko einer Ansteckung senken kann. Mitarbeiter sollten sich zum Eigenschutz zusätzlich nicht mit ungewaschenen Händen durchs Gesicht fassen. Über die Schleimhäute können Erreger aufgenommen werden und Infektionen auslösen. Darüber hinaus sollten Beschäftigte in Zeiten von COVID-19 auf das Händeschütteln verzichten und den Mindestabstand von zwei Metern einhalten.

    Jedes Kind lernt, dass das Waschen der Hände nach jedem Toilettengang wichtig ist. Für Beschäftigte in Unternehmen ist Händewaschen nach dem Toilettengang ebenfalls Pflicht. Obwohl es derzeit nicht erwiesen ist, dass das Coronavirus durch eine Schmierinfektion übertragen werden kann, müssen Mitarbeiter sich nach jedem Toilettengang ausreichend die Hände waschen, da ansonsten die Gefahr der Übertragung anderer Fäkalkeime möglich ist. 

    Mundschutz in der Hygienevorschrift

    Das Tragen eines Mundschutzes gehört während der Corona-Pandemie zu den zentralen Schutzmaßnahmen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen:

    • Alltagsmasken – mit denen Masken aus Stoff oder Schals beschrieben werden.
    • FFP-Masken, die von medizinischem Personal eingesetzt werden.

    Alltagsmasken sind Mund-Nase-Bedeckungen (MNB), die mindestens Nase und Mund bedecken und die geeignet sind, die Geschwindigkeit des Atemstroms oder des Speichel-/Schleim-/Tröpfchenauswurfs deutlich zu reduzieren. MNB dienen dem Fremdschutz. Sie sind weder Medizinprodukte noch Persönliche Schutzausrüstung (PSA).

    Im Gegensatz zu einfachen Alltagsmasken unterliegt der medizinische Mund-Nase-Schutz (MNS) dem Medizinprodukterecht. FFP-Masken dienen dem Fremdschutz und schützen Dritte vor der Exposition gegenüber möglicherweise infektiösen Tröpfchen desjenigen, der den MNS trägt. Das Material der Masken ist fest und besteht in den meisten Fällen aus fünf unterschiedlichen Lagen. Auf diese Weise gelangen beim Einatmen keine Viren in den Körper. Sind FFP3-Masken mit einem Ausatemventil ausgestattet, gelangt die ausgeatmete Luft allerdings ungefiltert nach draußen. In diesem Fall schützen Sie umliegende Menschen nicht. Medizinische Gesichtsmasken müssen grundsätzlich einem Zulassungsverfahren unterzogen worden sein.

    Filtrierende FFP-Halbmasken werden unter anderem durch die Filterleistung unterschieden. Mit steigender Filterleistung kann eine Einteilung in verschiedene Geräteklassen erfolgen. FFP2-Masken können zum Beispiel bis zu 95 % aller kleinteiligen Viren aus der Atemluft filtern, FFP-3-Masken sogar mehr als 99 %. Zum Schutz vor Ansteckung sollte ausschließlich medizinisches Fachpersonal die Typen 2 oder 3 tragen. Zum Schutz vor Tropfen oder Spritzern kommen in Krankenhäusern ebenfalls Gesichtsschutzschilde zum Einsatz. Sie gehören ebenfalls zur persönlichen Schutzausrüstung und bestehen üblicherweise aus einem geeigneten Kopfband, Stirnschutz, Helm/Kopfschutz, einer Schutzhaube oder einer anderen geeigneten Haltevorrichtung.

    Ein Schutzschild dient nicht als Ersatz für eine Mund-Nase-Bedeckung, sondern erweitert den Schutz der Atemmaske. Arbeitnehmer die zum Beispiel aufgrund einer Asthma-Erkrankung und infolge von Atemproblemen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen dürfen, können im Einzelfall mit Sondergenehmigung ausschließlich ein Gesichtsschutzschild tragen. Da es auf Dauer nicht leicht ist, durch die medizinischen Masken zu atmen, muss abgewogen werden, welcher Schutzstatus notwendig ist. Der Virologe Professor Hendrick Streeck, Direktor des Instituts für Virologie an der Uniklinik in Bonn betont, dass es unangenehm ist, die Masken zu tragen, wenn man persönlich an Atemproblemen leidet. Aus diesem Grund sei es vom Arbeitsschutz in Deutschland auch gar nicht erlaubt, die Masken lange zu tragen.

    Masken sollen schützen, nicht gefährden

    Das RKI weist explizit auf die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor der Ansteckung mit SARS-CoV-2 hin.

    Diese Maßnahmen sind:

    • eine gute Händehygiene
    • Einhalten von Nies- und Hustenregeln
    • Abstandhalten von krankheitsverdächtigen Personen (bis zu zwei Meter)

    Das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes dient vor allem dazu, Erreger, die vom Träger der Maske durch Tröpfchen verteilt werden, nicht in die Umgebung gelangen zu lassen. Sie dienen also insbesondere dem Schutz Dritter.

    Wichtig ist, dass sich Arbeitgeber und Beschäftigte nicht in falscher Sicherheit wiegen. Nach Angaben der WHO kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, durch das zentrale Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden können.

    Als Arbeitgeber können Sie im Rahmen eines abgestimmten Hygienekonzepts verlangen, dass Ihre Mitarbeiter am Arbeitsplatz eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Diese muss zum Beispiel angelegt werden, sobald der persönliche Arbeitsplatz verlassen wird. Die Anordnung ist im Rahmen der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers bindend. Darüber hinaus gelten in einigen Bundesländern besondere Vorschriften zum Tragen einer Atemschutzmaske in Büros und öffentlichen Gebäuden.

    Weitere Maßnahmen aus den geltenden SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel

    Die seit August 2020 gültigen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregeln enthalten weitere wichtige Vorgaben, die essenziell sind, um Mitarbeiter vor Corona zu schützen.

    Homeoffice als Form mobiler Arbeit: Unterpunkt 2.2

    Homeoffice kann hilfreich sein, um das Ansteckungsrisiko im Unternehmen zu senken und Mitarbeiter wirksam zu schützen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat direkt vor Inkrafttreten der neuen Corona-Beschränkungen zum 02.11.2020 alle Unternehmen aufgefordert, Mitarbeiter so oft wie möglich ins Homeoffice zu schicken. Gemäß der Bild-Zeitung vom 02.11.2020 sagte der Bundesarbeitsminister:

    Wo immer das möglich ist, sollte von zu Hause aus gearbeitet werden.

    Dafür müssen Unternehmen alle notwendigen Voraussetzungen schaffen.

    Arbeitsplatzgestaltung: Unterpunkt 4.2.1

    Arbeitsplätze in Arbeitsstätten sollten so angeordnet werden, dass zwischen den für die Erfüllung der Arbeitsaufgabe anwesenden Beschäftigten ein Abstand von mindestens 1,5 m eingehalten werden kann. Ist dies nicht der Fall, können Änderung des Mobiliars oder seiner Anordnung oder die Nutzung weiterer für die Tätigkeit geeigneter Flächen und Räume wesentliche Maßnahmen sein. In Fällen, in denen der Mindestabstand nicht umgesetzt werden kann, müssen Abtrennungen, zum Beispiel aus Plexiglas installiert werden.

    Lüftung: Unterpunkt 4.2.3

    In Räumen von Arbeitsstätten muss gemäß Anhang Nummer 3.6 ArbStättV ausreichend gesundheitlich zuträgliche Atemluft vorhanden sein. Die Überprüfung der Qualität der Lüftung kann durch eine CO2-Messung erfolgen. Entsprechend ASR A3.6 ist eine CO2-Konzentration bis zu 1.000 ppm akzeptabel. Der Wert sollte während der Corona-Pandemie möglichst unterschritten werden.

    Arbeitsmittel: Unterpunkt 4.2.7

    Arbeitsmittel sollten nach Möglichkeit nur jeweils von einer Person verwendet werden. Ist die personenbezogene Nutzung von Arbeitsmitteln nicht möglich, sind diese vor dem Weiterreichen mit handelsüblichen desinfizierenden Haushaltsreinigern zu bearbeiten.

    Weitere Punkte der aktuell gültigen Arbeitsschutzregeln betreffen Dienstreisen und Besprechungen, die Aufbewahrung der persönlichen Schutzausrüstung und die Berücksichtigung psychischer Belastungen. Aus Arbeitgebersicht ist es sinnvoll, die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregeln im Detail zu kennen und für das Unternehmen relevante Schutzmaßnahmen individuell abzuleiten.

    Hygienekonzept in Firmen: Allgemeine Verhaltensweisen zum Schutz vor dem Coronavirus

    Unternehmen sollten in ihren Hygienevorschriften auch allgemeine Verhaltensweisen der Mitarbeiter aufnehmen, um eine Ansteckung mit Corona in der Belegschaft zu vermeiden. Folgende Vorschriften gehören dazu:

    • Husten und Niesen sollte stets in der Armbeuge erfolgen. Auf keinen Fall sollten sich die Hände vor den Mund und die Nase gehalten werden.
    • Für das Naseputzen sollten Papiertaschentücher verwendet werden. Diese sind einmalig zu benutzen. Nach jedem Gebrauch müssen sie sofort entsorgt werden.
    • Arbeitsplätze der Mitarbeiter sollten in ausreichender Entfernung voneinander stehen.
    • Unternehmen mit Großraumbüros sollten Regelungen dafür finden, dass sich nicht die gesamte Belegschaft in einem Raum befindet. Hier bieten sich Home-Office-Lösungen an. Mitarbeiter können sich mit der Heimarbeit abwechseln.
    • Jeder Beschäftigte sollte seinen Arbeitsplatz nach der Arbeit gründlich reinigen. Arbeitgeber müssen dafür Sorge tragen, dass genügend Desinfektionsmittel zur Verfügung steht.
    • Türklinken, Telefonhörer, Kopier- und Faxgeräte sollten ebenfalls mit Desinfektionsmittel behandelt werden, um Keime zu entfernen.

    SARS-CoV-2: Beurteilung der aktuellen Situation

    Der Corona-Virus bestimmt die Schlagzeilen seit vielen Monaten. Nachdem sich die Situation im Sommer entspannt hatte, ist Europa seit Mitte Oktober 2020 erneut und nahezu vollständig vom Virus getroffen. Die aktuelle Situation in vielen Ländern Europas und ebenso in Deutschland ist besorgniserregend und zwingt die Bundesregierung und die Landesregierungen zu immer neuen Maßnahmen.

    Der bekannte Virologe Christian Drosten sieht die Wintermonate als schwierig an. Er sagte gemäß der Badischen Zeitung vom 01.11.2020:

    Mit einer schnellen Normalisierung der Lage ist vorerst nicht zu rechnen. „Sicher ist: Ostern ist die Pandemie nicht beendet. Spätestens im Sommer wird sich unser Leben deutlich zum Positiven verändern können – wenn wir jetzt die akut steigenden Ansteckungszahlen in den Griff bekommen.

    Das Robert-Koch-Institut und ebenso das Bundesgesundheitsministerium weisen auf die großen Gefahren durch das Coronavirus hin. In fortlaufenden Pressemitteilungen geben beide Institute einen aktuellen Stand zu Zahlen über Neuinfektionen bekannt, informieren über die Infektions- und Sterberaten sowie über die derzeit laufenden Tests. Darüber hinaus informiert das RKI die Bevölkerung laufend über Schutzmaßnahmen vor dem Virus.

    Unternehmen sollten aufmerksam die aktuellen Geschehnisse rund um SARS-CoV-2 verfolgen. Dazu gehören die regelmäßigen Besuche der Webseiten des RKI und des BMG. Darüber hinaus sollten Arbeitgeber aufmerksam die tägliche Medienberichterstattung verfolgen.

    Was ist bei einem Verdacht auf SARS-CoV-2 zu beachten?

    Sollte ein Beschäftigter am Arbeitsplatz den Verdacht auf eine Corona-Infektion äußern, muss er sich dringend vom Arbeitsplatz entfernen und sich telefonisch mit seinem Hausarzt in Verbindung setzen. Der Mediziner entscheidet aufgrund der Symptomschilderungen, ob der Beschäftigte auf das Virus getestet wird oder nicht. Die Tests werden in speziellen Testzentren durchgeführt.

    Sollten Mitarbeiter bereits zu Hause einen Verdacht auf eine Corona-Infektion haben, dürfen sie auf keinen Fall am Arbeitsplatz erscheinen. Stattdessen müssen sie sich telefonisch beim Arbeitgeber melden und den Verdachtsfall melden. In einem zweiten Schritt müssen sie ihren Hausarzt anrufen, der anhand der geschilderten Symptome über das weitere Vorgehen entscheidet.

    Wenn sich die Infektion bestätigt, wird der Mitarbeiter für vierzehn Tage in Quarantäne geschickt und ihm für den Zeitraum eine Krankmeldung ausgestellt. Danach muss der Arbeitgeber unverzüglich über die Infektion informiert werden.

    Arbeitgeber müssen ihre Beschäftigten regelmäßig über die Verhaltensweisen bei Verdacht auf eine Corona-Infektion informieren. Wichtig ist: der Hausarzt des Betroffenen hat das letzte Wort und stellt die Diagnose.

    Risikogruppen: Diese Menschen sind besonders gefährdet

    Zur sogenannten Risikogruppe gehören laut neuesten Erkenntnissen nicht nur Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen. Personen zwischen 35 und 59 Jahren sind vom Coronavirus ebenfalls stark betroffen. Der Verlauf der Erkrankung ist individuell. Manche Infektionen verlaufen mild. Andere wiederum haben einen schweren Verlauf.

    Darüber hinaus kann man zwar mit dem Virus infiziert sein, ohne es jedoch zu merken. Bei einer nicht minder großen Anzahl der Infizierten nimmt die Virusinfektion einen schweren Verlauf. Wenn das Immunsystem geschwächt ist, kann die Corona-Infektion tödlich enden.

    Firmenschließung bei Corona-Infektion

    Sollte sich im Unternehmen der Verdacht bestätigen, dass sich ein oder mehrere Mitarbeiter mit dem Coronavirus angesteckt haben, können die Gesundheitsämter anordnen, den Betrieb zu schließen. In solch einem Fall greift das Infektionsschutzgesetz. Darin ist auch festgelegt, dass betroffene Unternehmen und Angestellte eine Entschädigung erhalten müssen.

    Unternehmen müssen ihren Beschäftigten für einen Zeitraum von sechs Wochen einen Verdienstausfall in Höhe ihres normalen Lohns zahlen. Sollte es zu einer längeren Betriebsschließung kommen, müssen die Gesundheitsämter dem Arbeitgeber und den Angestellten einen Lohnausgleich zahlen. Im Krankheitsfall würden dies die Krankenversicherungen übernehmen. Die Höhe der Leistung liegt bei rund 70 Prozent des Gehalts.

    Im Allgemeinen stimmen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer über das weitere Vorgehen ab, wenn es Corona-Betroffene im Betrieb gibt. Wenn es einen Betriebsrat geben sollte, muss sich der Arbeitgeber mit diesem über das weitere Vorgehen abstimmen. Darüber hinaus können Sonderregelungen mit den Angestellten vereinbart werden.

    1. Hygieneplan Corona: Was einen professionellen Hygieneplan auszeichnet

    Ein Hygieneplan enthält alle verbindlichen Anweisungen des Arbeitgebers. An den Plan müssen sich die Beschäftigten halten, die in einem hygienischen Bereich arbeiten. Durch den Hygieneplan soll die Verbreitung von Infektionen im Betrieb vermieden und vorgebeugt werden. Der Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, den Hygieneplan stets auf dem aktuellen Stand zu halten und die Regularien anzupassen.

    Vor der Corona-Pandemie mussten vor allem Einrichtungen des Gesundheitswesens als auch Betriebe der Lebensmittelbranche über Hygienepläne zum Mitarbeiterschutz verfügen. Beispiele sind Krankenhäuser, Dialyseeinrichtungen, Alten- und Pflegeheime, Betriebe des Einzelhandels sowie Bäckereien und Metzgereien. In Krankenhäusern sowie in Alten- und Pflegeheimen sollen die Hygienepläne nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die Patienten schützen.

    Aktuell gelten Hygienepläne in allen öffentlich Bereichen von Geschäften und Betrieben, in denen im Mindestfall die AHA-Regeln (Abstand und Hygieneregeln sowie Alltagsmasken) beachtet werden müssen. Zusätzlich wird das regelmäßige Lüften empfohlen oder zum Beispiel in Schulen und Kindergärten verordnet.

    Darüber hinaus müssen Arbeitgeber dafür sorgen, dass mindestens einmal pro Jahr eine Unterweisung der Hygienemaßnahmen im Betrieb stattfindet. Ein Hygieneplan zeigt nur dann Wirkung, wenn die darin festgehaltenen Vorschriften auch konsequent umgesetzt werden.

    2. Hygienekonzepte im Büro: Was ist das Ziel eines Hygieneplans?

    Mit dem Hygieneplan sollen die Mitarbeiter dazu angehalten werden, die darin aufgeführten Hygienemaßnahmen umzusetzen. Darüber hinaus hat der Hygieneplan das Ziel, die Verschleppung von Keimen zu verhindern. Arbeitgeber müssen deshalb im Vorfeld der Erstellung des Plans die unterschiedlichen hygienischen Anforderungen der einzelnen Arbeitsbereiche feststellen.

    Darüber hinaus gibt es in jedem Betrieb einen Hygiene-Ist-Zustand. Auf dieser Grundlage wird der Hygieneplan erstellt. Jeder einzelne Faktor, der Einfluss auf den Hygiene-Ist-Zustand nehmen kann, muss im Hygieneplan mit aufgenommen und entsprechend bewertet werden. Zu den Faktoren zählen beispielsweise Erkältungen und andere Infektionen der Mitarbeiter. Darüber hinaus kann der anfallende Müll im Unternehmen Einfluss auf den Hygienestatus nehmen.

    3. Wie müssen Hygienepläne gestaltet sein?

    Wichtig bei der Erstellung des Hygieneplans ist die Verwendung der einfachen Sprache. Jeder Beschäftigte muss den Plan verstehen können. Außerdem müssen die Vorschriften des Plans so gestaltet sein, dass sie in der Praxis leicht umzusetzen sind. Hygienepläne werden zudem unterschieden in:

    • Händedesinfektionspläne
    • Flächendesinfektionspläne
    • Geräte- und Anlagendesinfektionspläne

    Hygienepläne unterscheiden sich stark voneinander. Die Anzahl der Mitarbeiter im Betrieb sowie die Einstufung des hygienischen Umfelds sind weitere Faktoren, die auf die Erstellung eines Hygieneplans Einfluss nehmen.

    Das Hygienekonzept eines Betriebs kann nur dann erfolgreich sein, wenn alle Mitarbeiter die Hygienemaßnahmen umsetzen. Darüber hinaus muss die Unterweisung dokumentiert werden. Somit wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter über den Plan unterrichtet wurden. Außerdem sollte jeder Mitarbeiter seine Unterschrift unter die Unterweisung setzen. Damit geben sie ihr Einverständnis, die Regeln des Hygieneplans jederzeit zu befolgen.

    4. Einhaltung von Hygienekonzepten: Welche weiteren Inhalte muss ein Hygieneplan enthalten?

    Ein Hygieneplan muss außerdem die Aufbereitung von Medizinprodukten sowie Vorschriften zur Abfallentsorgung enthalten. In Krankenhäusern, Dialyseeinrichtungen und Tageskliniken gehören beispielsweise der Kanülenabwurf oder die Entsorgung von infektiösem Material dazu.

    Weitere Inhalte des Hygieneplans sind Angaben zur Personalhygiene. Außerdem müssen Vorschriften zum Umgang mit Dienst- und Schutzkleidung Bestandteil der Pläne sein. Das Gleiche gilt für allgemeine Hygienemaßnahmen, wie beispielsweise Händewaschen, Händepflege und Händedesinfektion. Darüber hinaus gehört die Vorschrift zum Tragen von Schutzhandschuhen in einen Hygieneplan.

    Hygienepläne müssen zudem Hygienemaßnahmen bei Diagnostik, Pflege und Therapie enthalten. Dazu gehören neben dem Tragen von Schutzkleidung die Durchführung der Haut- und Schleimhautdesinfektion vor Injektionen, Punktionen und invasiven Eingriffen. Diese Hygienemaßnahmen beziehen sich speziell auf Klinken und weitere Einrichtungen des Gesundheitswesens. Auch die Patientenvorbereitung vor invasiven Eingriffen muss Eingang in den Hygieneplan eines Gesundheitsbetriebs finden.  

    Generelle Informationen zu Inhalten eines Hygieneplans bieten die Gesundheitsämter der Städte und Kommunen sowie das Robert-Koch-Institut.

    Vorlage: So kann ein Hygieneplan graphisch aussehen

    Hygienepläne können in Tabellenform geschrieben sein. Im Tabellenkopf stehen:

    • Welche Maßnahmen?
    • Durchführung der Maßnahmen
    • Womit werden die Maßnahmen durchgeführt?
    • Wann werden die einzelnen Hygienemaßnahmen durchgeführt? (Bezug auf die Häufigkeit)

    Zu den Hygienemaßnahmen zählen:

    • Reinigung
    • Schutz
    • Desinfektion
    • Tragen von Handschuhen
    • Pflege

    6. Was sind die rechtlichen Grundlagen für Hygienepläne?

    Bei Hygieneplänen handelt es sich um die Umsetzung des Infektionsschutzgesetztes (IfSG). Allerdings ist der Infektionsschutz Aufgabe der einzelnen Bundesländer. In § 23 Abs. 5 IfSG heißt es:

    Die Landesregierungen können durch Rechtsverordnungen vorsehen, dass Leiter von Zahnarztpraxen sowie Leiter von Arztpraxen und Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe, in denen invasive Eingriffe vorgenommen werden, sicherzustellen haben, dass innerbetriebliche Verfahrensweisen zur Infektionshygiene in Hygieneplänen festgelegt sind. Die Landesregierungen können die Ermächtigung durch Rechtsverordnung auf andere Stellen übertragen.

    Infektionsschutzgesetz

    Das IfSG bezieht sich in erster Linie auf Krankenhäuser, Einrichtungen für ambulantes Operieren, Tageskliniken, Entbindungseinrichtungen sowie andere Einrichtungen der Gesundheitsbranche. Gemäß § 5 Abs. 1 unterliegen diese Gesundheitsbetriebe der infektionshygienischen Überwachung durch das Gesundheitsamt.

    7. Gibt es Musterhygienepläne?

    Die Fachzeitschrift „Arbeitsschutz & Hygiene im Gesundheitswesen“ stellt Ihnen einen Musterhygieneplan in Verbindung mit einem Gratis-Test kostenfrei zur Verfügung.

    Hygienebeauftragter, Einhaltung, Hygienekonzept: Was ist bei Hygieneplänen und Corona wirklich wichtig?

    Das Aufstellen eines Hygieneplans war schon vor Beginn der Corona-Pandemie unerlässlich. Angesichts der Bedrohungen von SARS-CoV-19 ist es mehr denn je entscheidend, den betriebsinternen Hygieneplan zu aktualisieren und konkret umzusetzen. In Zeiten des Coronavirus sind die Pläne essenziell und müssen von allen Mitarbeitern und externen Personen befolgt werden. Der Mitarbeiterschutz hat für Unternehmen während der Coronakrise oberste Priorität und wird den Umgang mit Hygiene auch nach der Pandemie nachhaltig verändern. Es ist davon auszugehen, dass Hygienekonzepte zum Schutz der Mitarbeiter nach Abschluss der Krise von den meisten Unternehmen aus Eigeninteresse priorisiert werden. Dabei gilt: Je besser Ihre Maßnahmen dokumentiert sind, desto eher fassen die Mitarbeiter wieder Vertrauen.

    Wenn sich der Arbeitgeber nicht selbst um die Erstellung eines Hygieneplans kümmern kann, kann er die Erstellung an einen Mitarbeiter des Betriebs delegieren. In vielen Unternehmen gibt es einen Sicherheits- und oder Hygienebeauftragten, der sich um die Erstellung des Plans kümmert. Es muss kein spezieller Corona-Hygieneplan erstellt werden. Die Hygienemaßnahmen sollten jedoch den medizinischen Erkenntnissen zu dem Virus angepasst werden.

    Das neuartige Coronavirus wird voraussichtlich Monate oder Jahre das Zusammenleben weltweit bestimmen. Bis ein wirksamer Impfstoff entwickelt und in ausreichender Zahl produziert wird, werden Gesellschaften in allen Ländern mit der Erkrankung leben müssen. Darüber hinaus muss vor allem im Herbst und im Winter mit temporären Steigerungsraten der Infektionszahlen und einer Erhöhung der Todesfälle gerechnet werden. Hygienepläne in Unternehmen können aus diesem Grund ein wichtiges Hilfsmittel zur Eindämmung der Pandemie sein. Gleichzeitig sind sie nur ein Teil der Unternehmensstrategie gegen Covid-19.

    Fazit

    Das Coronavirus hat eine ungeahnte Krise ausgelöst und das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben nachhaltig verändert. Die Langzeitfolgen für Privatpersonen, die Wirtschaft und die persönlichen Interaktionen und das Zusammenleben sind derzeit noch nicht absehbar. Fest steht, dass die Wirtschaft durch COVID-19 erhebliche Einbußen zu verzeichnen hat. Darüber hinaus werden durch den erneuten Teil-Lockdown und die Einschränkungen viele kleine und mittelständische Betriebe in den kommenden Monaten Insolvenz aufgrund der Umsatzeinbußen anmelden.

    Da das Virus nicht einfach verschwindet, müssen sich auch Unternehmen in Zukunft auf ein erhöhtes Infektionsrisiko einstellen. Wichtig ist vor allem die Vorsorge. In regelmäßigen Abständen sollten sie eine Checkliste durchgehen und die wichtigsten Fragen abklären.

    Dazu gehören:

    • Ist der Hygieneplan auf dem neuesten Stand?
    • Sind die Hygienevorschriften vollständig?
    • Ist jedem Mitarbeiter bekannt, wie sich die Hände korrekt gewaschen werden?
    • Sind die Hygienevorschriften zur Händedesinfektion für alle einsehbar und verständlich?
    • Hat jeder Mitarbeiter die Unterweisung der Hygienevorschriften unterschrieben?
    • Ist der Betrieb bei einer Firmenschließung aufgrund Corona abgesichert?

    Wichtig ist die kontinuierliche Kommunikation zwischen dem Arbeitgeber und den Beschäftigten. Unternehmen müssen bei Pandemien, wie durch das Coronavirus, stets auf dem aktuellen Stand sein und ihre Mitarbeiter informieren. Auch wenn vor allem Staaten und Regierungen Pandemiepläne benötigen: Auch Unternehmen sollten einen Plan für Krisenfälle haben.

    FAQ: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Mitarbeiterschutz in Corona-Zeiten

    Warum ist es im Besonderen während der Corona-Pandemie wichtig, im Betrieb einen Hygieneplan aufzustellen?

    Unternehmen handeln zielführend und im Eigeninteresse, wenn Sie einen individuellen Hygieneplan ausarbeiten. Die Maßnahmen, zu denen neben ausreichend Abstand in jedem Fall geeignete Hygienemaßnahmen wie zum Beispiel eine fortlaufende Desinfektion gehören sollten, schützen die Mitarbeiter vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus. Da die Infektion eines Mitarbeiters mit SARS-CoV-2 für das Unternehmen weitreichende Folgen haben kann, die bis zur Schließung des Unternehmens führen, müssen wirksame Schutzkonzepte implementiert werden, die alle Mitarbeiter im Betrieb schützen.

    Welche rechtlichen und gesetzlichen Bestimmungen gelten als Grundlage für einen Corona-Hygieneplan?

    Vor allem die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregeln, die im August 2020 herausgegeben worden sind, gelten als Grundlage für firmenspezifische Hygienepläne. Sie enthalten eindeutige Vorgaben und Hinweise, um Betriebe vor unkontrollierbarer Ansteckung mit dem neuartigen Corona-Virus zu schützen?

    Dürfen Unternehmen von Ihren Mitarbeitern verlangen, einen Mundschutz zu tragen?

    Eine Mund-Nase-Bedeckung ist in vielen Bereichen des täglichen Lebens nicht mehr wegzudenken. Unternehmen können im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht ebenfalls verlangen, dass Mitarbeiter im Betrieb einen Mundschutz tragen. Die Arbeitnehmervertreter sollten vor einer Information der Beschäftigten angehört werden.

    Wo findet man die aktuell gültigen Hygienevorgaben des Robert-Koch-Instituts?

    Das Robert-Koch-Institut konkretisierte regelmäßig die Hygienemaßnahmen für nichtmedizinische Einsatzkräfte. In einem Schaubild stellt das RKI selbsterklärend dar, worauf Rettungskräfte achten müssen, um nicht an Covid-19 zu erkranken. Viele der Empfehlungen gelten ebenfalls für Unternehmen. Ebenfalls essenziell sind die Informationen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, die auf Ihrer Internetseite www.baua.de ein breites Angebot an Informationen und Schaubildern zum Umgang mit Covid-19 bereitstellt. Zusätzliche Dokumente stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA) zur Verfügung.

    Autor: Redaktion SafetyXperts